The National Times - Faeser: Seit Oktober 17.600 unerlaubte Einreisen verhindert 

Faeser: Seit Oktober 17.600 unerlaubte Einreisen verhindert 


Faeser: Seit Oktober 17.600 unerlaubte Einreisen verhindert 
Faeser: Seit Oktober 17.600 unerlaubte Einreisen verhindert  / Foto: © AFP/Archiv

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sieht erste Erfolge einer konsequenteren Asylpolitik. "Bei unseren Grenzkontrollen haben wir seit Oktober 708 Schleuser festgenommen und 17.600 unerlaubte Einreisen verhindert", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag. Zudem sei die Zahl der Asylanträge "aktuell um ein Fünftel geringer als im gleichen Vorjahreszeitraum".

Textgröße ändern:

Faeser hatte Mitte Oktober als Reaktion auf die stark gestiegenen Flüchtlingszahlen vorübergehende stationäre Kontrollen zu Polen, Tschechien und der Schweiz eingeführt. Im Falle Österreichs gibt es diese bereits seit Jahren. Die Kontrollen laufen vorerst bis Mitte Juni, Faeser hat aber bereits wegen der dann beginnenden Fußball-EM in Deutschland eine Ausweitung auf alle deutschen Grenzen angekündigt.

Die Ministerin verwies mit Blick auf die Flüchtlingsfrage auch auf von der Bundesregierung beschlossene schnellere Abschiebungen und Asylverfahren sowie die Einführung von einer Bezahlkarte für Geflüchtete. Sie soll auch verhindern, dass Asylbewerber aus deutschen Staatsmitteln Schleuser bezahlen, die sie nach Deutschland gebracht haben oder Angehörige dorthin bringen sollen.

"Wir helfen den Menschen, deren Leben wir vor Krieg, Folter und Mord schützen müssen", betonte Faeser. "Genauso klar ist aber auch: Wer diesen Schutz nicht benötigt, kann nicht nach Deutschland kommen oder muss Deutschland deutlich schneller wieder verlassen." Diese Linie habe die Bundesregierung "jetzt europäisch und national gesetzlich klargezogen", betonte die Ministerin. "Wir haben so in den letzten Monaten mehr erreicht als die Union in 16 Jahren – und das mit humanitärer Verantwortung und ohne Ressentiments."

Gleichzeitig verwies Faeser auf die Notwendigkeit eines wirksamen Schutzes der EU-Außengrenzen. Sie will sich dazu bei einem Besuch in Bulgarien am Montag ein Bild von der Grenze zur Türkei machen. Es gehe darum zu sehen, "wie der massiv verstärkte Schutz der Außengrenzen und menschenrechtskonforme Asylverfahren nun schnellstmöglich umgesetzt werden", sagte die Ministerin. Mit der Reform des gemeinsamen europäischen Asylsystem zeige die EU nach einer tiefen Spaltung endlich Handlungsfähigkeit.

S.Arnold--TNT

Empfohlen

Indien: Gründer von Kakerlakenbewegung vor Protesten gegen Wahlkommission festgenommen

Die Polizei in Indien hat vor für Samstag geplanten Massenprotesten gegen die Wahlkommission den Gründer der sogenannten Kakerlakenbewegung (CJP) festgenommen. "Abhijeet Dipke festgenommen", teilte die CJP in Onlinediensten mit. Mit ihm seien zwei weitere führende Mitglieder nach der Landung ihres Flugzeugs in der Hauptstadt Neu Delhi festgenommen worden.

Linke fordert bei Pflege und Rente einheitliche Versicherungen

Die Linkspartei geht mit den Sozialreformplänen der Bundesregierung hart ins Gericht und fordert stattdessen die Einbeziehung sämtlicher Einkommensgruppen in die Renten- und Pflegeversicherung. In einem Antrag für den Linken-Parteivorstand am Samstag in Berlin, der der Nachrichtenagentur AFP vorliegt, fordert die Partei "eine einheitliche Pflegebürger:innen-Versicherung" und "die Einbeziehung aller Erwerbstätigengruppen in die Gesetzliche Rente".

Trump ernennt Kommentatorin Katie Zacharia zu seiner neuen Sprecherin

Anderthalb Monate nach dem Ausscheiden seiner prominenten Sprecherin Karoline Leavitt hat US-Präsident Donald Trump eine Nachfolgerin für den Posten im Weißen Haus ernannt. Die konservative Kommentatorin Katie Zacharia, eine treue Anhängerin von Trumps Maga-Bewegung, werde seine Sprecherin, teilte Trump am Freitag in seinem Onlinenetzwerk Truth Social mit. Zacharia ist derzeit Kommunikationsberaterin bei seinem Medienunternehmen Trump Media and Technology Group, das Truth Social betreibt.

Trump kritisiert Friedensnobelpreis für Pillay als "schändlich"

US-Präsident Donald Trump hat die Auszeichnung der früheren IStGH-Richterin Navi Pillay mit dem Friedensnobelpreis als "schändliche und blamable Entscheidung" kritisiert. Die diesjährige Wahl des Nobelkomitees in Oslo hinterlasse einen "unauslöschlichen Fleck" auf Norwegen, sagte Trump am Freitag (Ortszeit) vor Anhängern in Syracuse im Bundesstaat New York.

Textgröße ändern: