The National Times - Politisch motivierte Kriminalität in Baden-Württemberg deutlich rückläufig

Politisch motivierte Kriminalität in Baden-Württemberg deutlich rückläufig


Politisch motivierte Kriminalität in Baden-Württemberg deutlich rückläufig
Politisch motivierte Kriminalität in Baden-Württemberg deutlich rückläufig / Foto: © AFP/Archiv

Die politisch motivierte Kriminalität in Baden-Württemberg ist nach Regierungsangaben deutlich zurückgegangen. 2023 wurden insgesamt 4855 Fälle registriert, wie das Landesinnenministerium am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahr waren das fast 22 Prozent weniger. Die Entwicklung sei vor allem auf einen Rückgang der Taten im Zusammenhang mit der Coronapandemie und des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zurückzuführen.

Textgröße ändern:

Stattdessen gab es Ausschreitungen beim Eritreafestival in Stuttgart und mehrere Gewalttaten nach der türkischen Präsidentschaftswahl. Vor allem diese beiden Ereignisse ließen die politisch motivierten Gewaltdelikte ansteigen. Insgesamt gab es 40 Prozent mehr politisch motivierte Gewaltverbrechen.

"Gewalt ist und darf kein Mittel sein, um ideologische Überzeugungen durchzusetzen oder politische Ziele zu erreichen", erklärte Innenminister Thomas Strobl (CDU). Jede Tat werde konsequent und akribisch verfolgt. Im Phänomenbereich der politisch motivierten Kriminalität von rechts stieg die Zahl um 31,3 Prozent auf 1916 Fälle. Davon waren 52 Gewaltdelikte.

Auch im Bereich der ausländischen Ideologie nahm die Zahl der Fälle zu. Sie stieg von 522 auf 687 Delikte. Maßgeblichen Teil daran hatte der Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober. Seitdem verzeichneten die Ermittler 315 antisemitische Straftaten mit unmittelbarem Bezug zum Nahostkonflikt.

Davor waren es lediglich zwei Fälle gewesen. Die Zahl antisemitischer Straftaten insgesamt stieg damit auf einen Rekordwert im Zehnjahresvergleich von 668 Fällen. "Ein aktives und freies jüdisches Leben in Baden-Württemberg müssen und werden wir schützen", erklärte Strobl.

C.Stevenson--TNT

Empfohlen

Linke fordert bei Pflege und Rente einheitliche Versicherungen

Die Linkspartei geht mit den Sozialreformplänen der Bundesregierung hart ins Gericht und fordert stattdessen die Einbeziehung sämtlicher Einkommensgruppen in die Renten- und Pflegeversicherung. In einem Antrag für den Linken-Parteivorstand am Samstag in Berlin, der der Nachrichtenagentur AFP vorliegt, fordert die Partei "eine einheitliche Pflegebürger:innen-Versicherung" und "die Einbeziehung aller Erwerbstätigengruppen in die Gesetzliche Rente".

Trump ernennt Kommentatorin Katie Zacharia zu seiner neuen Sprecherin

Anderthalb Monate nach dem Ausscheiden seiner prominenten Sprecherin Karoline Leavitt hat US-Präsident Donald Trump eine Nachfolgerin für den Posten im Weißen Haus ernannt. Die konservative Kommentatorin Katie Zacharia, eine treue Anhängerin von Trumps Maga-Bewegung, werde seine Sprecherin, teilte Trump am Freitag in seinem Onlinenetzwerk Truth Social mit. Zacharia ist derzeit Kommunikationsberaterin bei seinem Medienunternehmen Trump Media and Technology Group, das Truth Social betreibt.

Trump kritisiert Friedensnobelpreis für Pillay als "schändlich"

US-Präsident Donald Trump hat die Auszeichnung der früheren IStGH-Richterin Navi Pillay mit dem Friedensnobelpreis als "schändliche und blamable Entscheidung" kritisiert. Die diesjährige Wahl des Nobelkomitees in Oslo hinterlasse einen "unauslöschlichen Fleck" auf Norwegen, sagte Trump am Freitag (Ortszeit) vor Anhängern in Syracuse im Bundesstaat New York.

Hoppermann: Bei CDU-Präsidiumsklausur Aufarbeitung der jüngsten Wahldebakel

CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann hat für die am Sonntag beginnende Klausur der Parteispitze eine Aufarbeitung der jüngsten Wahldebakel ihrer Partei in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Berlin zugesagt. "Bei dieser Klausur soll es vor allem um eines gehen: Das Signal der jüngsten Wahlergebnisse ist bei uns angekommen", sagte Hoppermann der "Augsburger Allgemeinen" (Samstagsausgabe).

Textgröße ändern: