The National Times - Urteil in Hamburg: Acht Jahre Haft für Missbrauch ukrainischer Flüchtlingskinder

Urteil in Hamburg: Acht Jahre Haft für Missbrauch ukrainischer Flüchtlingskinder


Urteil in Hamburg: Acht Jahre Haft für Missbrauch ukrainischer Flüchtlingskinder
Urteil in Hamburg: Acht Jahre Haft für Missbrauch ukrainischer Flüchtlingskinder / Foto: © AFP/Archiv

Wegen schweren sexuellen Missbrauchs von zwei Kindern einer ukrainischen Flüchtlingsfamilie ist ein Mann am Mittwoch vom Hamburger Landgericht zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Die Richterinnen und Richter sahen es nach Angaben eines Gerichtssprechers als erwiesen an, dass der 43-Jährige zwischen März 2022 und April 2023 zwei Söhne der Familie mehrfach sexuell missbraucht hatte.

Textgröße ändern:

Nach Angaben des Sprechers gestand der Beschuldigte die Vorwürfe in dem Verfahren "weitestgehend" und ersparte den Opfern dadurch eine Aussage vor Gericht. Das wurde ihm vom Gericht am Ende strafmildernd zu Gute gehalten.

Der bei einer Behörde im öffentlichen Dienst beschäftigte Beschuldigte hatte der Familie nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine auf eigene Initiative bei der Flucht nach Deutschland geholfen. Laut Anklage inszenierte er sich anschließend aber als deren "Beschützer" und schüchterte die Familie etwa durch Drohungen mit einer Abschiebung ein.

In einem Zeitraum von mehreren Monaten missbrauchte er demnach auch die im Tatzeitraum neun bis elf Jahre alten Söhne der Familie an mehreren Tagen in seinem Auto und bei Reisen nach Frankfurt am Main. Von seinen Taten machte er Bilder. Das Gericht verurteilte ihn deshalb unter anderem wegen schweren sexuellen Missbrauchs sowie der Herstellung kinderpornografischer Inhalte.

N.Johns--TNT

Empfohlen

Mehr als 70.000 Teilnehmer bei neuen Schülerprotesten in Frankreich

Bei neuen Schülerprotesten in Frankreich sind landesweit mehr als 70.000 Menschen auf die Straße gegangen. Das Innenministerium in Paris sprach am Donnerstag von 71.500 Demonstranten. Etwa 55.000 von ihnen hätten an Protestaktionen vor Schulgebäuden teilgenommen. Die restlichen hätten sich an Protestmärschen beteiligt. Mehr als 500 Menschen seien festgenommen worden, knapp 50 Sicherheitskräfte seien verletzt worden, teilte das Ministerium mit.

Bundestag fordert breitere Datengrundlage bei Pränataltests

Für vorgeburtliche Bluttests, mit denen bestimmte genetische Auffälligkeiten beim ungeborenen Kind festgestellt werden können, sollen nach dem Willen des Bundestages genauere Regeln geschaffen werden. Die Abgeordneten votierten am Donnerstag in namentlicher Abstimmung mit großer Mehrheit für einen entsprechenden fraktionsübergreifenden Antrag. Mehr als hundert Abgeordnete von CDU, CSU, SPD, Grünen und Linken fordern eine genauere Regelung, wann diese sogenannten "nicht invasiven Pränataltests" (NIPT) zur Feststellung von Trisomie-Erkrankungen angewendet werden sollen.

Ukraine-Team zu Gespräch mit Trump-Unterhändlern am Freitag und Samstag in den USA

Inmitten des Ukraine-Kriegs wird ein ukrainisches Verhandlungsteam am Freitag und Samstag in den USA mit den Unterhändlern von US-Präsident Donald Trump zusammentreffen. Die Delegation werde mit Jared Kushner und Steve Witkoff sprechen, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Donnerstag gegenüber Journalisten. Die Gespräche sollten zwei Tage dauern. Auch ein europäisches Team solle dazustoßen.

Strafrechtliche Ermittlungen: Niedersachsens SPD-Fraktionschef Politze tritt zurück

Angesichts strafrechtlicher Ermittlungen ist der Fraktionschef der SPD im niedersächsischen Landtag, Stefan Politze, von seinem Amt zurückgetreten. "Die Immunitätsaufhebung und die Berichterstattung der letzten Tage darüber belasten das Amt", begründete der 61-Jährige am Donnerstag nach einer Fraktionssitzung in Hannover seinen Schritt. "Auch wenn ich fest von meiner Unschuld überzeugt bin, spüre ich die Belastung für die Partei, die Fraktion und mich."

Textgröße ändern: