The National Times - Russland meldet Eroberung eines weiteren Ortes in der Ost-Ukraine

Russland meldet Eroberung eines weiteren Ortes in der Ost-Ukraine


Russland meldet Eroberung eines weiteren Ortes in der Ost-Ukraine
Russland meldet Eroberung eines weiteren Ortes in der Ost-Ukraine / Foto: © Telegram / @vvgladkov/AFP

Die russische Armee hat nach Angaben aus Moskau ein weiteres Dorf im Osten der Ukraine erobert. Die russischen Streitkräfte hätten "das Dorf Krasnoje" nahe den Städten Bachmut und Tschassiw Jar "befreit", erklärte das Verteidigungsministerium am Samstag in Moskau unter Verwendung des alten russischen Namens für den ukrainischen Ort Iwaniwske. Derweil waren mehrere russische Regionen Ziel ukrainischer Luftangriffe, bei denen auch eine Ölraffinerie getroffen wurde.

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Ende Februar hatte die Ukraine über heftige Kämpfe in der östlichen Region Donezk berichtet. Russische Soldaten würden versuchen, Richtung Tschassiw Jar vorzustoßen, ein strategisch wichtiger Ort, seit Bachmut im Mai 2023 von der russischen Armee erobert worden war. Sollte den russischen Streitkräften auch die Eroberung von Tschassiw Jar gelingen, könnten sie ihre Angriffe auf die von Kiew kontrollierte Großstadt Kramatorsk im Donbass ausweiten.

Russische Streitkräfte haben in den vergangenen Wochen eine ganze Reihe von Orten im Osten der Ukraine erobert, während die ukrainische Armee nach eigenen Angaben unter Personal- und Munitionsmangel leidet.

Im Februar hatten die russischen Streitkräfte die weiter südlich von Tschassiw Jar gelegene Stadt Awdijiwka unter ihre Kontrolle gebracht. Für die russische Armee war es der erste große Gebietsgewinn seit den Gefechten um die Stadt Bachmut. Am Donnerstag meldete Russland dann die Eroberung eines weiteren Dorfes nahe Awdijiwka.

Unterdessen meldeten russische Behörden am Samstag zahlreiche Luftangriffe - sowohl in der an die Ukraine grenzenden russischen Region Belgorod als auch im rund tausend Kilometer von der Frontlinie entfernten Samara. In der Region Belgorod wurden nach Angaben der örtlichen Behörden zwei Bezirke sowie die gleichnamige Hauptstadt getroffen. Dabei seien zwei Menschen getötet und sieben weitere verletzt worden, erklärte Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow.

Der Regionalgouverneur von Samara, Dmitri Asarow, teilte mit, dass einer von mehreren Angriffen auf Ölraffinerien ein Feuer in der Kuibyschew-Raffinerie verursacht habe. Verletzte habe es nicht gegeben. Ein Drohnenangriff auf eine andere Ölraffinerie in der Region sei abgewehrt worden. Die vom russischen Ölkonzern Rosneft betriebene Raffinerie ist mit einer Produktionskapazität von sieben Millionen Tonnen Öl pro Jahr eine der größten in der Region Samara, wie aus der offiziellen Website hervorgeht.

In den vergangenen Monaten hat die Ukraine ihre Drohnenangriffe auf russisches Staatsgebiet verstärkt. Dabei nahm Kiew zuletzt verstärkt russische Ölanlagen ins Visier.

Die jüngsten Angriffe erfolgten 24 Stunden, nachdem Russland eine seiner größten Angriffswellen mit Raketen und Drohnen in dem seit mehr als zwei Jahren andauernden Konflikt ausgeführt hatte, mit der dutzende Einrichtungen zur Energieversorgung in der Ukraine getroffen wurden. Mehr als eine Million Menschen waren danach zeitweise ohne Strom.

Beide Seiten teilten mit, in der Nacht feindliche Drohnenangriffe abgewehrt zu haben: Das russische Verteidigungsministerium erklärte, es seien zwölf ukrainische Drohnen in Grenzregionen neutralisiert worden. Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, sie habe in der Nacht 31 von 34 Drohnen abgeschossen.

Im Zentrum der Angriffe stand demnach erneut Charkiw, die zweitgrößte Stadt der Ukraine nahe der russischen Grenze. Dort wurden demnach vier Menschen verletzt, darunter ein Jugendlicher. Nach Angaben von Charkiws Gouverneuer Oleh Synegubow waren infolge der massiven russischen Angriffe vom Vortag am Samstag noch immer rund 275.000 Menschen ohne Strom.

A.Little--TNT

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