The National Times - Bundestagspräsidentin Bas für freiwillige paritätische Besetzung des Bundestags

Bundestagspräsidentin Bas für freiwillige paritätische Besetzung des Bundestags


Bundestagspräsidentin Bas für freiwillige paritätische Besetzung des Bundestags
Bundestagspräsidentin Bas für freiwillige paritätische Besetzung des Bundestags / Foto: © AFP/Archiv

Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) hat sich für eine freiwillige paritätische Besetzung der Parlamentskammer ausgesprochen. "Ich appelliere an alle Parteien, die Parität zumindest freiwillig zu versuchen - bis wir einen verfassungskonformen Weg gefunden haben", sagte sie der "Welt am Sonntag". Derzeit seien nur rund 35 Prozent der Abgeordneten im Bundestag Frauen und seit mehr als 20 Jahren sei ihr Anteil nicht mehr gestiegen.

Textgröße ändern:

"Wir sehen: Parteien, die ihre Kandidatinnen und Kandidaten auf den Listen zumindest im Reißverschlussverfahren aufstellen, bringen wesentlich mehr Frauen ins Parlament", fuhr Bas fort. Das Ziel, dass 50 Prozent der Abgeordneten Frauen sind, werde sie "nicht aufgeben".

Männer und Frauen seien gleichberechtigt und der Staat wirke darauf hin, bestehende Nachteile zu beseitigen. "Echte Gleichstellung spiegelt sich aber im Parlament nicht wider", sagte die SPD-Politikerin der "Welt am Sonntag" weiter. "Das muss unser Ziel sein." Auf die Frage, ob auch ein Mann die Interessen der Frauen vertreten könne, sagte sie: "Nein, jedenfalls nicht allein, ohne dass die Frauen mitreden."

Im Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung heißt es, dass eine Kommission zur Reform des Wahlrechts unter anderem auch Vorschläge machen soll, wie eine paritätische Repräsentanz von Frauen und Männern im Bundestag erreicht werden kann. Gegen solche Vorgaben gibt es aber verfassungsrechtliche Bedenken.

P.Murphy--TNT

Empfohlen

Strafrechtliche Ermittlungen: Niedersachsens SPD-Fraktionschef Politze tritt zurück

Angesichts strafrechtlicher Ermittlungen ist der Fraktionschef der SPD im niedersächsischen Landtag, Stefan Politze, von seinem Amt zurückgetreten. "Die Immunitätsaufhebung und die Berichterstattung der letzten Tage darüber belasten das Amt", begründete der 61-Jährige am Donnerstag nach einer Fraktionssitzung in Hannover seinen Schritt. "Auch wenn ich fest von meiner Unschuld überzeugt bin, spüre ich die Belastung für die Partei, die Fraktion und mich."

Klitschko: Russland zwingt Kiew vor Winter in Überlebenskampf

Die jüngste Welle russischer Angriffe auf Kiew hat die ukrainische Hauptstadt nach den Worten von Bürgermeister Vitali Klitschko schon vor dem Winter in einen Überlebenskampf gezwungen. "Jeden Tag gibt es neue Berichte über zerstörte Gebäude, über Verletzte oder tragischerweise Getötete, während sich der Beschuss unserer Stadt verschärft", sagte Klitschko am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. "Heute geht es ums Überleben."

Trump: Wer nicht von "Superintelligenz" spricht, ist ein "Feind"

US-Präsident Donald Trump hat allen gedroht, die weiterhin von "Künstlicher Intelligenz" (KI) sprechen. Wer nicht seinen neuen Begriff "Superintelligenz" nutze, sei nach Ansicht des Weißen Hauses "ein Feind", schrieb Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Der Präsident hatte die Umbenennung Ende September verkündet. Zahlreiche Experten und Medien in den USA sprechen aber weiterhin von KI.

Huthis weiten Angriffe auf saudiarabische Hauptstadt Riad aus

Schäden an einem Kindergarten, in Sicherheit gebrachte Schüler und Diplomaten sowie anhaltende Attacken auf Flughäfen: Die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen hat ihre Angriffe auf Saudi-Arabien ausgeweitet. Eine von Riad angeführte Militärkoalition gab am Donnerstag bekannt, zwei auf Riad zusteuernde Raketen abgefangen zu haben. Kurze Zeit später trafen Trümmer einen Kindergarten und eine Gesundheitseinrichtung. Es handelte sich um die bisher größte Angriffswelle auf Saudi-Arabien seit dem Beginn des Iran-Kriegs, in den das Königreich immer weiter hineingezogen wird.

Textgröße ändern: