The National Times - "Endlich beschlossen": Wirtschaftsverbände loben Votum zu Wachstumschancengesetz

"Endlich beschlossen": Wirtschaftsverbände loben Votum zu Wachstumschancengesetz


"Endlich beschlossen": Wirtschaftsverbände loben Votum zu Wachstumschancengesetz
"Endlich beschlossen": Wirtschaftsverbände loben Votum zu Wachstumschancengesetz / Foto: © AFP

Zahlreiche Wirtschaftsverbände haben die Zustimmung des Bundesrats zum Wachstumschancengesetz begrüßt - aber auch auf die begrenzte Wirkung der Entlastungen verwiesen. "Endlich" sei das Gesetz nach monatelangen Verhandlungen beschlossen, das werde dem Wohnungsbau den "dringend benötigten Wachstumsimpuls geben", erklärte der Zentralverband Deutsches Baugewerbe am Freitag. Investoren und Bauherren hätten wieder mehr Sicherheit und könnten wieder mehr Projekte anschieben, erklärte Verbandsgeschäftsführer Felix Pakleppa.

Textgröße ändern:

Er bezog sich damit vor allem auf die in dem Gesetz vorgesehenen steuerlichen Anreize über die sogenannte degressive AfA (Absetzung für Abnutzung). Auch Bauministerin Klara Geywitz (SPD) lobte die verbesserten Abschreibungsmöglichkeiten für den Wohnungsbau. Das sei ein "richtig großer Impuls für den Wohnungsbau in Deutschland". Der Bau- und Immobilienbranche werde es so ermöglicht, Investitionen schneller abzuschreiben.

Die deutsche Industrie zeigte sich ebenfalls "erleichtert". Das Gesetz sei ein erster Schritt zur Verbesserung der steuerlichen Rahmenbedingungen - "mehr aber auch nicht". Es sei stark zusammengeschrumpft und das Entlastungsvolumen für die deutsche Wirtschaft damit im Ergebnis nur noch rund halb so hoch wie ursprünglich geplant. "Eine entschlossene Wachstumsagenda der Politik sieht anders aus", urteilte die Hauptgeschäftsführerin des Industrieverband BDI, Tanja Gönner.

Ähnlich äußerte sich der Chemieverband VCI. Das Wachstumschancengesetz sei zwar "endlich durch", aber "massiv abgespeckt" worden. Es sei insgesamt nur ein "Trippelschritt zu mehr Wirtschaftswachstum", da das finanzielle Volumen durch den Vermittlungsausschuss um über die Hälfte reduziert worden sei. Der Abstand zu Wettbewerbern wie den USA und China werde immer größer, warnte der Verband.

Die deutsche Automobilindustrie forderte die Politik auf, nachzubessern. Der Außenhandelsverband BGA sprach sich für eine Unternehmensteuerreform aus, die "Strukturen modernisiert und die Steuerbelastung auf ein international konkurrenzfähiges Niveau von 25 Prozent senkt".

B.Scott--TNT

Empfohlen

Klitschko: Russland zwingt Kiew vor Winter in Überlebenskampf

Die jüngste Welle russischer Angriffe auf Kiew hat die ukrainische Hauptstadt nach den Worten von Bürgermeister Vitali Klitschko schon vor dem Winter in einen Überlebenskampf gezwungen. "Jeden Tag gibt es neue Berichte über zerstörte Gebäude, über Verletzte oder tragischerweise Getötete, während sich der Beschuss unserer Stadt verschärft", sagte Klitschko am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. "Heute geht es ums Überleben."

Trump: Wer nicht von "Superintelligenz" spricht, ist ein "Feind"

US-Präsident Donald Trump hat allen gedroht, die weiterhin von "Künstlicher Intelligenz" (KI) sprechen. Wer nicht seinen neuen Begriff "Superintelligenz" nutze, sei nach Ansicht des Weißen Hauses "ein Feind", schrieb Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Der Präsident hatte die Umbenennung Ende September verkündet. Zahlreiche Experten und Medien in den USA sprechen aber weiterhin von KI.

Huthis weiten Angriffe auf saudiarabische Hauptstadt Riad aus

Schäden an einem Kindergarten, in Sicherheit gebrachte Schüler und Diplomaten sowie anhaltende Attacken auf Flughäfen: Die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen hat ihre Angriffe auf Saudi-Arabien ausgeweitet. Eine von Riad angeführte Militärkoalition gab am Donnerstag bekannt, zwei auf Riad zusteuernde Raketen abgefangen zu haben. Kurze Zeit später trafen Trümmer einen Kindergarten und eine Gesundheitseinrichtung. Es handelte sich um die bisher größte Angriffswelle auf Saudi-Arabien seit dem Beginn des Iran-Kriegs, in den das Königreich immer weiter hineingezogen wird.

Britischer Regierungschef bei Merz: Burnham will engere Zusammenarbeit mit Berlin und der EU

Bei seinem Antrittsbesuch in Berlin bei Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Großbritanniens Premierminister Andy Burnham für eine Wiederannäherung seines Landes an die Europäische Union plädiert. Er setze sich sehr dafür ein, im Zuge eines für November geplanten EU-Großbritannien-Gipfels eine engere Zusammenarbeit zu erreichen und zu prüfen, ob Großbritannien näher an Europa herangeführt werden könne, sagte Burnham am Donnerstag.

Textgröße ändern: