The National Times - Union unterstützt Vorhaben zu Ausbau des Zivilschutzes

Union unterstützt Vorhaben zu Ausbau des Zivilschutzes


Union unterstützt Vorhaben zu Ausbau des Zivilschutzes
Union unterstützt Vorhaben zu Ausbau des Zivilschutzes

Die CDU/CSU unterstützt die Pläne der Regierung, wegen der deutlich verschlechterten Sicherheitslage in Europa den Zivilschutz in Deutschland auszubauen. Fraktionsvize Andrea Lindholz forderte am Sonntag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP allerdings zudem einen nationalen Sicherheitsrat und mehr Schutz vor Cyberattacken. "Wir müssen endlich Innenpolitik, Außenpolitik und Verteidigungspolitik zusammen denken", verlangte die CSU-Politikerin.

Textgröße ändern:

Zivile Schutzräume seien dabei wichtig, "aber nicht erste Priorität", sagte Lindholz. "Aus dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine müssen außenpolitisch, aber auch innenpolitisch Lehren gezogen werden." Notwendig sei dafür ein "nationaler Sicherheitsrat im Kanzleramt, der kontinuierlich und vernetzt an Deutschlands nationaler Sicherheit arbeitet." So könnten auch Cyberattacken auf kritische Infrastrukturen oder hybride Bedrohungen mittels Desinformationskampagnen in den Medien und sozialen Netzwerken "bei uns schwere Krisen auslösen".

Beim Zivil- und Katastrophenschutz gehe es auch um die Gefahren etwa durch Krankheiten oder Extremwetterereignisse. "Die Hochwasserkatastrophe und Corona haben gezeigt, dass der föderal ausgerichtete Bevölkerungsschutz in Großschadenslagen angepasst und optimiert werden muss", sagte Lindholz. "Die strikte Trennung der Zuständigkeit im Zivilschutz für den Verteidigungsfall, für den der Bund zuständig ist und Katastrophenschutz in Friedenszeiten, als Aufgabe der Länder ist nicht mehr zeitgemäß."

Vielmehr müssten Bund und Länder beim Zivil- und Katastrophenschutz gemeinsam Verantwortung übernehmen, verlangte die CSU-Politikerin. Daher müssten die finanziellen Mittel in diesem Bereich "stark ausgebaut und aufgestockt werden", auch beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Diese Behörde solle künftig neben der Zuständigkeit im Zivilschutzfall auch als Zentralstelle für Krisenmanagement handeln können und dafür ausgestattet werden. Zudem solle die Leistungsfähigkeit des Technischen Hilfswerks und aller Katastrophenschutzorganisationen weiter gestärkt werden.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte zuvor angekündigt, sie wolle vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges den Abbau von Bunkern in Deutschland stoppen und Schutzräume wieder einrichten. Zudem kündigte sie generell eine weitere Stärkung des Zivil- und Katastrophenschutzes und auch den Ausbau der Warnsysteme für die Bevölkerung an.

N.Taylor--TNT

Empfohlen

Vorgezogene Parlamentswahl in Dänemark: Frederiksen strebt dritte Amtszeit an

In Dänemark wird am Dienstag ein neues Parlament gewählt. Die Sozialdemokraten der seit 2019 regierenden Ministerpräsidentin Mette Frederiksen werden zwar favorisiert, dürften Umfragen zufolge aber im Vergleich zur Wahl 2022 Stimmen verlieren.

SPD-Vorsitzende Bas: Debatte über neue Köpfe an der Parteispitze hat keinen Sinn

Nach der Niederlage der SPD bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz hat die SPD-Vorsitzende Bärbel Bas erneut einen Rücktritt des Parteivorstands abgelehnt. Die Frage nach neuen Köpfen an der Parteispitze sei in einer Vorstandssitzung am Tag nach der Wahl "offensiv angesprochen" worden, sagte Bas am Montagabend den ARD-"Tagesthemen". Die Parteiführung sei jedoch "einhellig der Meinung" gewesen, dass es "keinen Sinn macht", diese lange Debatte jetzt zu führen.

Israelische Armee greift Ziele im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut an

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele in südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen. Die Angriffe visierten Infrastruktur der pro-iranischen Hisbollah-Miliz an, erklärte die israelische Armee in der Nacht zum Dienstag. Zuvor hatte die Armee die Bewohner südlicher Vororte von Beirut zur Evakuierung aufgerufen.

Netanjahu kündigt nach Telefonat mit Trump Fortsetzung der Angriffe im Iran an

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat eine Fortsetzung der Angriffe auf Ziele im Iran und im Libanon angekündigt. Er habe am Montag mit US-Präsident Donald Trump telefoniert, sagte Netanjahu in einer Videobotschaft. Trump sei der Ansicht, dass es eine Chance gebe, die "enormen Erfolge" der israelischen und US-Armee zu nutzen, "um die Kriegsziele in einem Abkommen zu verwirklichen". Ein solches Abkommen werde "unsere vitalen Interessen sichern".

Textgröße ändern: