The National Times - BSW-Chefin Wagenknecht schließt Kanzlerkandidatur nicht aus

BSW-Chefin Wagenknecht schließt Kanzlerkandidatur nicht aus


BSW-Chefin Wagenknecht schließt Kanzlerkandidatur nicht aus
BSW-Chefin Wagenknecht schließt Kanzlerkandidatur nicht aus / Foto: © AFP/Archiv

Die Vorsitzende des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) schließt eine Kanzlerkandidatur bei der Bundestagswahl 2025 nicht aus. "Darüber reden wir, wenn wir wissen, wo wir am Ende des Jahres stehen", sagte Sahra Wagenknecht der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vom Samstag. Das BSW habe "gute Umfragen und ein hohes Potenzial, aber wir sollten auch auf dem Teppich bleiben", fügte sie hinzu.

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Mit Blick auf die Landtagswahlen im Osten im September sagte die Parteichefin, sie könne sich unter Umständen eine Zusammenarbeit mit der CDU in Sachsen vorstellen. Der dortige Ministerpräsident Michael Kretschmer gehöre "zu den wenigen, die unsere Position unterstützen, dass die Energiepreise sinken müssen und wir eine Außenwirtschaftspolitik benötigen, die unseren Interessen dient", sagte sie der Zeitung. Kretschmer will ebenso wie Wagenknecht eine Kehrtwende in der deutschen Russland-Politik.

Wenn das BSW stark genug werde, "um mit anderen gemeinsam eine neue Politik zu gestalten, werden wir in eine Koalition eintreten", sagte Wagenknecht. Als "Mehrheitsbeschaffer für ein Weiter-so" stehe ihre Partei allerdings nicht zu Verfügung.

Eine Zusammenarbeit mit Thüringens AfD-Landeschef Björn Höcke erteilte sie eine Absage: "Mit Herrn Höcke werden wir nicht zusammenarbeiten. Er ist ein Rechtsradikaler und Rassist, Nationen sind für ihn eine Frage des Blutes und nicht der gemeinsamen Kultur." Nach dieser Lehre sei auch sie "keine Deutsche und die Mehrheit der deutschen Bevölkerung übrigens auch nicht, weil sie keine deutschen Urahnen hat". Wagenknecht ist Tochter eines iranischen Vaters und einer deutschen Mutter.

Auf die Frage, ob sie sich wie der thüringische CDU-Vorsitzende und Spitzenkandidat Mario Voigt zu einem TV-Duell mit Höcke bereit erklären würde, sagte Wagenknecht: "Ja, selbstverständlich. Man muss die AfD inhaltlich stellen, statt ihr die Opferrolle des ewig Ausgegrenzten zu ermöglichen."

In Sachsen, Thüringen und Brandenburg finden im September Landtagswahlen statt. In den drei Ländern lag die AfD in Umfragen zuletzt in Führung.

C.Blake--TNT

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