The National Times - Extremisten agieren in Nordrhein-Westfalen 2021 mit verschleierten Absichten

Extremisten agieren in Nordrhein-Westfalen 2021 mit verschleierten Absichten


Extremisten agieren in Nordrhein-Westfalen 2021 mit verschleierten Absichten
Extremisten agieren in Nordrhein-Westfalen 2021 mit verschleierten Absichten

In Nordrhein-Westfalen haben Extremisten im vergangenen Jahr vermehrt mit verschleierten Absichten agiert. "Rechtsextremisten tarnten sich als Hochwasserhelfer, Salafisten sammelten Spenden im Namen einer Hilfsorganisation, Linksextremisten versuchten, die Klimaschutzbewegung zu unterwandern", erklärte Innenminister Herbert Reul (CDU) am Freitag zur Vorstellung des Verfassungsberichts für das Jahr 2021.

Textgröße ändern:

Das Ziel sei dabei immer die Infiltrierung bislang nicht extremistischer Teile der Bevölkerung gewesen. "Dieser Deckmantel-Extremismus von allen Seiten bedroht die gesellschaftliche Mitte und ist eine Herausforderung für den Verfassungsschutz", erklärte Reul.

Vor allem die Proteste gegen die Coronamaßnahmen hätten das vergangene Jahr dominiert. So gab es laut Bericht rund 2000 Versammlungen mit Coronabezug, an denen etwa 150.000 Menschen teilnahmen. Je mehr Demonstrationen es gegeben habe, desto öfter hätten sogenannte Querdenker versucht, "die gesellschaftliche Mitte für ihre extremistischen Weltbilder zu gewinnen".

Schon im vergangenen Jahr hatte der Verfassungsschutz Verschwörungsmythen und Coronaproteste in einem Sonderbericht analysiert. Eine diesjährige 91-seitige Fortschreibung untersuchte die Weiterentwicklung der Szene.

Vor allem in der Querdenker-Szene versuchten laut Verfassungsschutz Rechtsextremisten, bei der gesellschaftlichen Mitte anzudocken. Insgesamt ging die Zahl der Rechtsextremisten in Nordrhein-Westfalen 2021 dem Bericht zufolge leicht zurück. Die Zahl gewaltorientierter Rechtsextremisten lag jedoch unverändert bei 2000 Menschen.

Auch Linksextremisten versuchten dem Bericht zufolge, weiter an Einfluss zu gewinnen. So beteiligten sich unter anderem Teile der autonomen Szene an Aktionen der Klimabewegung und an Demonstrationen gegen das Versammlungsgesetz.

Im Islamismus sieht der Verfassungsschutz nach wie vor "eine große Gefahr". Derzeit zählen die Sicherheitsbehörden 190 Gefährder, "denen wir jederzeit eine schwere Straftat zutrauen müssen", erklärte Reul.

Auswirkungen auf das Bundesland hat laut Verfassungsschutz auch der Krieg in der Ukraine. So stieg demnach seit Kriegsbeginn die Gefahr von Cyberattacken, zudem nahmen Desinformationsattacken zu - Fakevideos und -fotos häuften sich.

I.Paterson--TNT

Empfohlen

Trump setzt neue US-Sanktionen gegen Russland in Kraft

US-Präsident Donald Trump hat das neue Sanktionspaket der USA gegen Russland in Kraft gesetzt. Er unterzeichnete am Freitag das nach langen Verhandlungen vom US-Kongress beschlossene Gesetz.

Angriff auf Polizeiwache in Pakistan: Zahl der Todesopfer auf 31 gestiegen

Die Zahl der Todesopfer bei einer Explosion und einem Angriff mit Schusswaffen auf eine Polizeiwache im Norden Pakistans ist nach Angaben eines ranghohen Polizeibeamten auf mindestens 31 gestiegen. "Mindestens 31 Menschen, darunter 16 Polizeikräfte, sind bei dem Angriff und Selbstmordanschlag getötet worden", sagte der Beamte am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Die pakistanischen Gesundheitsbehörden meldeten zudem mehr als hundert Verletzte, von denen mehrere sich in kritischem Zustand befänden.

Bund der Steuerzahler fordert neuen Straftatbestand "Haushaltsuntreue"

Vor dem Beginn der Hauptverhandlung gegen Ex-Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) wegen des Verdachts der uneidlichen Falschaussage hat der Bund der Steuerzahler einen neuen Straftatbestand gefordert. "Bei der Haftung von Bundesministern bestehen Regelungslücken, sowohl im Strafrecht als auch im Zivilrecht", sagte der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Samstagsausgaben).

Trump: Sohn hat russischem Geschäftsmann Geld für Hochzeitsfeier zurückgezahlt

US-Präsident Donald Trumps ältester Sohn hat einem russischen Geschäftsmann mit Verbindungen zum Kreml das Geld zurückgezahlt, das dieser für die Feierlichkeiten nach der Hochzeit des Präsidentensohnes ausgegeben hatte. Die Vorgänge seien zwar "völlig erlaubt" gewesen, "aber soweit ich weiß, hat er es ihm zurückgezahlt", sagte Trump mit Blick auf seinen Sohn am Freitag vor Journalisten im Oval Office.

Textgröße ändern: