The National Times - Entwurf zum Sportfördergesetz: DOSB übt scharfe Kritik

Entwurf zum Sportfördergesetz: DOSB übt scharfe Kritik


Entwurf zum Sportfördergesetz: DOSB übt scharfe Kritik
Entwurf zum Sportfördergesetz: DOSB übt scharfe Kritik / Foto: © IMAGO/Malte Ossowski/SVEN SIMON/SID

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat den Referentenentwurf des Bundesinnenministeriums (BMI) für ein Sportfördergesetz und die daraus resultierenden Gründung einer unabhängigen Sportagentur scharf kritisiert. Für den Dachverband enthält der Entwurf, der am Freitag in die Ressort-Abstimmung gegeben wurde, "deutliche Umsetzungsschwächen bei den Themen 'Unabhängigkeit der Agentur', 'Kooperation zwischen Politik und Sport auf Augenhöhe' sowie Bürokratieabbau". Das teilte der DOSB in einer Stellungnahme mit.

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"Das ist wenige Monate vor den Olympischen und Paralympischen Spielen in Paris eine herbe Enttäuschung für die Athlet*innen und für den gesamten organisierten Sport in Deutschland nicht akzeptabel", erklärte DOSB-Präsident Thomas Weikert: "Statt wie vereinbart mit einer flexibleren und weniger bürokratischen Förderung und Steuerung des Spitzensports die existierenden Verkrustungen und Hemmnisse für den Erfolg von Athlet*innen zu beseitigen, wird der Status quo durch die neue Agentur institutionalisiert."

Mit dem geplanten Sportfördergesetz soll dem Medaillenschwund in den olympischen (Sommer-)Sportarten auf Sicht entgegengewirkt werden. Zentraler Bestandteil des geplanten Gesetzes ist die Gründung einer unabhängigen Sportagentur, die über die Verteilung der Fördergelder entscheiden soll.

Laut DOSB kann jedoch "von einer Unabhängigkeit der Agentur angesichts der ihr in diesem Entwurf durch den Bund angelegten Fesseln" nicht mehr gesprochen werden. Der Verband werde sich deshalb im "Interesse der Athlet*innen und des Spitzensports in Deutschland im weiteren Verfahren deutlich entgegenstellen."

Das vereinbarte Ziel, die Spitzensportförderung einfacher und effizienter zu gestalten, sei massiv gefährdet, so der DOSB: "Da die Prozesse jedoch nicht verbessert und mit einer handlungsschwach angelegten Agentur nur ein weiterer Akteur zum bestehenden System hinzugefügt wird, ist der Entwurf aus Sicht des DOSB sogar eine Verschlechterung zum Status quo."

S.Mitchell--TNT

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