The National Times - Vier Polizisten bei Ausschreitungen bei Eritreer-Treffen in Den Haag verletzt

Vier Polizisten bei Ausschreitungen bei Eritreer-Treffen in Den Haag verletzt


Vier Polizisten bei Ausschreitungen bei Eritreer-Treffen in Den Haag verletzt
Vier Polizisten bei Ausschreitungen bei Eritreer-Treffen in Den Haag verletzt / Foto: © ANP/AFP

Bei Ausschreitungen bei einem Treffen von Eritreern in den Niederlanden sind in der Nacht zum Sonntag mindestens vier Polizisten verletzt worden. Während der Krawalle in der Hauptstadt Den Haag "wurden Steine, Feuerwerk und andere Gegenstände auf Polizisten und die Feuerwehr geworfen", erklärte die Polizei. "Mehrere Randalierer hatten Waffen, um damit Leute zu schlagen."

Textgröße ändern:

Spezialeinheiten der Polizei setzten Tränengas ein. Den Polizeiangaben zufolge handelte es sich um rivalisierende Gruppen von Kritikern und Unterstützern der Regierung des ostafrikanischen Landes, die in Den Haag an einem Treffen teilnahmen.

Die Randalierer setzten demnach zwei Polizeiautos sowie einen Reisebus in Brand. "Aus dem Nichts waren unsere Kollegen mit sehr intensiver und schwerer Gewalt konfrontiert", sagte Polizeikommandeurin Marielle van Vulpen. Die Polizei nahm mehrere Menschen fest.

"Die Gewalt gegen Polizeibeamte und -ausrüstung ist entsetzlich und inakzeptabel", sagte Bürgermeister Jan van Zanen. Rechtspopulist Geert Wilders veröffentlichte in den Onlinenetzwerken Bilder von den Ausschreitungen, die mit der Aufschrift "Verhaften und Abschieben" versehen waren. "Die Niederlande haben wirklich die Nase voll von dem hier", schrieb Wilders im Onlinedienst X (vormals Twitter). Er wolle "der Ministerpräsident werden, der endlich für Ordnung sorgt".

Wilders rechtspopulistische PVV hatte im November die vorgezogene Parlamentswahl in den Niederlanden gewonnen. Er scheiterte aber bislang daran, eine Regierungskoalition zu bilden.

Auch in Deutschland gab es in der Vergangenheit Krawalle rund um Treffen eritreischer Gruppen: Im September kam es am Rande einer von eritreischen Vereinen aus der Region Stuttgart organisierten Veranstaltung zu teils massiver Gewalt, die nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Gegnern der eritreischen Staatsführung ausging. Dabei wurden 39 Polizisten und mehrere Teilnehmer der Veranstaltung verletzt. Es gab darüber hinaus insgesamt 228 Festnahmen.

Das ostafrikanische Eritrea spaltete sich 1993 nach einem drei Jahrzehnte währenden Krieg von Äthiopien ab und wurde unabhängig. Das am Horn von Afrika gelegene Land wird seit 1993 von Präsident Isaias Afwerki mit harter Hand regiert und gilt als eines der am stärksten abgeschotteten Staaten der Welt. Bei Pressefreiheit, Menschenrechten und wirtschaftlicher Entwicklung rangiert das Land weltweit auf einem der hintersten Plätze.

V.Allen--TNT

Empfohlen

US-Regierung nennt Negativschlagzeilen über "USS Lincoln" Stimmungsmache

Der in die Negativschlagzeilen geratene US-Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" kommt nach rund elf Monaten zurück nach Kalifornien. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth nutzte einen Besuch auf dem Kriegsschiff am Mittwoch, um gegen Medien auszuteilen. Einige Journalisten hätten versucht, die "Lincoln" zu einem Symbol für "Pannen", "schlechte Stimmung" oder sogar "einen gescheiterten Einsatz" zu machen, kritisierte er.

Proteste in Izmir nach Wechsel des Bürgermeisters zur Regierungspartei AKP

Nach dem Parteiwechsel des Bürgermeisters von Izmir zur islamisch-konservativen AKP haben in der westtürkischen Metropole mehr als tausend Menschen gegen diesen Schritt protestiert. Wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch berichteten, sperrte die Polizei die zentralen Plätze der Stadt im Vorfeld der Proteste ab. Am Abend versammelte sich eine Menschenmenge rund um den abgesperrten Cumhuriyet Platz, die türkische Flaggen schwenkte und an den Bürgermeister Cemil Tugay gerichtet skandierte: "Tugay, der Verräter" und "Tugay, tritt zurück".

Von Zwangsräumung betroffene Spanierin Maricarmen gestorben

Die Zwangsräumung ihrer Wohnung in der spanischen Hauptstadt Madrid hatte landesweite Massenproteste und schließlich Neuwahlen ausgelöst: Nun ist die 87-jährige Maricarmen Abascal gestorben. "Wir bedauern mitteilen zu müssen, dass Maricarmen heute gestorben ist", teilte der Mieterverband am Mittwoch mit. Nach der Zwangsräumung war Maricarmen wegen Erschöpfung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die größten Gewerkschaften Spaniens riefen derweil zu einem Generalstreik am 11. November auf, um vor den vorgezogenen Parlamentswahlen die Aufmerksamkeit auf der Wohnungskrise zu halten.

Mieterverband: Zwangsgeräumte Spanierin Maricarmen gestorben

Die Zwangsräumung ihrer Wohnung in Madrid hat Massenproteste ausgelöst - nun ist die 87-jährige Maricarmen Abascal gestorben. "Wir bedauern mitteilen zu müssen, dass Maricarmen heute gestorben ist", teilte der Mieterverband am Mittwoch mit. Der Fall der 87-Jährigen hatte eine heftige politische Kontroverse, landesweite Proteste und schließlich Neuwahlen ausgelöst.

Textgröße ändern: