The National Times - Deutschland erwägt Verlängerung der Grenzkontrollen zu Polen und Tschechien

Deutschland erwägt Verlängerung der Grenzkontrollen zu Polen und Tschechien


Deutschland erwägt Verlängerung der Grenzkontrollen zu Polen und Tschechien
Deutschland erwägt Verlängerung der Grenzkontrollen zu Polen und Tschechien / Foto: © AFP/Archiv

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) erwägt eine Verlängerung der stationären Kontrollen an den Grenzen zu Polen und Tschechien. Die Zahl irregulärer Migranten sei zwar zurückgegangen, dennoch würden nach wie vor viele Asylanträge registriert, sagte Faeser am Mittwoch bei einem Besuch ihres tschechischen Amtskollegen Vit Rakusan in Prag. Daher werde über eine erneute Verlängerung der Kontrollen nachgedacht.

Textgröße ändern:

Weiter kündigte die Ministerin eine mögliche Ausweitung der Kontrollen auf alle deutschen Außengrenzen anlässlich der Fußball-Europameisterschaft 2024 im Juni und Juli an. Faeser verwies darauf, dass dies übliche Praxis von Austragungsländern solcher Ereignisse sei.

Im Kampf gegen Schleuser und zur Eindämmung der illegalen Migration waren die stationären Kontrollen zu Polen und Tschechien im vergangenen September eingeführt worden. Als Reaktion darauf führten die östlichen Nachbarländer ihrerseits Kontrollen zur Slowakei ein, um die Zahl der von dort kommenden Flüchtlinge zu reduzieren. Bereits seit 2015 gibt es feste Grenzkontrollen zwischen Deutschland und Österreich.

Die Wiedereinführung von Grenzkontrollen im Schengen-Raum ist nur in Ausnahmefällen zulässig und muss von Brüssel genehmigt werden. Faeser zufolge werden sie alle sechs Monate auf den Prüfstand gestellt. Für die derzeit geltenden Kontrollen läuft die Frist Mitte März ab.

W.Phillips--TNT

Empfohlen

Möglicher Pestfall in Russland: WHO kann keine umfassende Risikobewertung vornehmen

Nach dem mutmaßlichen Lungenpestfall in Russland kann die Weltgesundheitsorganisation nach eigenen Angaben mangels russischer Angaben noch keine komplette Risikobewertung erstellen. "Wir haben noch nicht das vollständige Bild dieses Vorfalls und sind nicht in der Lage, eine umfassende Risikobewertung vorzunehmen", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch vor Journalisten. Es sei "essenziell", dass die russischen Behörden rasch die ihnen vorliegenden Informationen teilten.

Sachsen-Anhalt: SPD beendet Initiative für Regierungsbildung an AfD vorbei

Die SPD in Sachsen-Anhalt hat ihre Initiative für die Bildung einer sogenannten überparteilichen Regierung an der AfD vorbei beendet. "Wir haben nach der Wahl jede demokratische Möglichkeit geprüft und CDU, Grüne, Linke und BSW an einen Tisch eingeladen", erklärte SPD-Landeschefin Juliane Kleemann am Mittwoch in Magdeburg. Inzwischen sei jedoch "die Grundlage für weitere Gespräche weg". Sie fügte hinzu: "Wir werden niemandem hinterherlaufen."

Lange Themenliste: Koalitionsausschuss in Berlin zusammengekommen

Im Berliner Kanzleramt sind am Mittwochabend die Spitzen der Koalition zu ihrem ersten Koalitionsausschuss nach der Sommerpause zusammengekommen. Themen und Streitpunkte gibt es genug - von der Rentenreform über die Flexibilisierung des Arbeitsmarkts bis zur Zuckersteuer. Hier wollen Union und SPD ihre Arbeit für die kommenden Wochen und Monate abstecken.

Jahrestag des Hamas-Angriffs: Appelle für entschlossenen Einsatz gegen Antisemitismus

Solidaritätsbekundungen zum dritten Jahrestag des Hamas-Großangriffs auf Israel am 7. Oktober 2023: Die Bundesregierung hat am Mittwoch vor einem zunehmenden Antisemitismus in Deutschland gewarnt und einen entschlossenen Einsatz gegen Judenfeindlichkeit zugesichert. "Die Bundesregierung wird alles in ihrer Macht Stehende tun, um Antisemitismus in all seinen neuen und alten Formen konsequent zu bekämpfen", erklärte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) warnte bei einer Gedenkveranstaltung in Berlin vor einer Regierungsbeteiligung von Antisemiten.

Textgröße ändern: