The National Times - Landwirte besetzten Autobahn in Niedersachsen - Blockade mit Holzteilen und Mist

Landwirte besetzten Autobahn in Niedersachsen - Blockade mit Holzteilen und Mist


Landwirte besetzten Autobahn in Niedersachsen - Blockade mit Holzteilen und Mist
Landwirte besetzten Autobahn in Niedersachsen - Blockade mit Holzteilen und Mist / Foto: © AFP/Archiv

Protestierende Bauern haben am Freitag bei Braunschweig in Niedersachsen die Autobahn 2 besetzt. Wie die Polizei mitteilte, war die Fahrbahn in Richtung Hannover am Morgen zeitweise blockiert und musste für den Verkehr gesperrt werden. Am Vormittag verließen die Landwirte die Autobahn wieder, die Strecke war laut Beamten aber wegen "notwendigen Reinigungsarbeiten" weiterhin unpassierbar.

Textgröße ändern:

Nach Angaben der niedersächsischen Verkehrsmanagementzentrale wurden in dem Bereich "diverse Treckerladungen" auf die Autobahn gekippt, die Rede war unter anderem Reifen- und Holzteilen auf der Fahrbahn. Es entstand nach ihren Angaben ein Rückstau von zeitweise bis zu sieben Kilometern Länge.

Einem Bericht des Nordeutschen Rundfunks (NDR) setzten Bauern auch größere Mengen Mist ein, um die Autobahn zu blockieren. Demnach türmte sich dieser bis zu zwei Meter hoch. Wie der Sender unter Verweis auf die Polizei weiter berichtete, nahmen etwa 30 Landwirte mit 15 Traktoren an den Protest teil.

In Deutschland und anderen europäischen Staaten protestieren Landwirtinnen und Landwirte derzeit gegen die Politik von Regierungen und EU. Hierzulande entzündeten sich der Unmut an geplanten Subventionskürzungen angesichts der Haushaltskrise. Bäuerinnen und Bauern in Deutschland setzen dabei bereits seit Wochen immer wieder auf die Blockade wichtiger Verkehrsverbindungen wie Autobahnauffahrten und Hafenzufahrten, zudem veranstalteten sie große Traktorendemonstrationen in Städten oder Schleichfahrten über Autobahnen.

In Bremerhaven blockierten Bauern mit Traktoren am Freitag erneut Zufahrten zum Gelände der dortigen Seehäfen. Nach Polizeiangaben befolgten sie aber Auflagen und öffneten die Sperren regelmäßig für den Verkehr, so dass sich die Behinderungen zunächst in Grenzen hielten. Der Hafen von Bremerhaven ist nach Hamburg der zweitwichtigste deutsche Umschlagplatz im Seehandel.

S.Collins--TNT

Empfohlen

Studie: Mehr als ein Drittel der Studierenden in Deutschland von Armut betroffen

Mehr als ein Drittel der Studierenden in Deutschland sind einer Studie zufolge von Armut betroffen. Die Armutsquote liege bei 37,8 Prozent und sei damit mehr als doppelt so hoch wie in der Gesamtbevölkerung, heißt es in einer Untersuchung, die am Mittwoch vom Paritätischen Gesamtverband und dem Deutschen Studierendenwerk vorgestellt wurde. Darin wird vor allem auf die hohen Wohnkosten für Studentinnen und Studenten verwiesen. Die geplante Bafög-Reform kritisierten beide Organisationen als unzureichend.

"Einer der abscheulichsten Angriffe": 15 Tote bei russischen Attacken auf die Ukraine

Bei massiven russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach ukrainischen Angaben am Mittwoch mindestens 15 Menschen getötet worden. Alleine neun seien bei einem Raketenangriff auf ein Wohngebäude im Norden des Landes getötet worden, erklärte die ukrainische Polizei. Unter den Opfern seien auch drei Kinder. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die jüngsten Attacken mit Dutzenden Raketen und mehr als hundert Drohnen als "einen der abscheulichsten Angriffe" seit Kriegsbeginn.

Verbände: Angekündigte Maßnahmen zur Staatsmodernisierung müssen zügig ankommen

Mehrere Wirtschaftsverbände haben gefordert, dass die in Angriff genommenen Maßnahmen zur Staatsmodernisierung und zum Bürokratieabbau rasch in den Unternehmen ankommen. "Aus Ankündigungen müssen jetzt endlich Taten werden", forderte BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner. "Die Wirtschaft erwartet, dass die Bundesregierung bei Staatsmodernisierung, Bürokratieabbau und Verwaltungsdigitalisierung sichtbar mehr Tempo macht." Die Ungeduld wachse.

Prien: CDU-Stimmen für AfD-Politiker Rausch wären "vollkommen inakzeptabel"

Führende CDU-Politikerinnen haben sich besorgt gezeigt über die Wahl des AfD-Politikers Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt. Es sei noch nicht geklärt, wer in der geheimen Wahl für Rausch gestimmt habe, sagte CDU-Vize und Bundesfamilienministerin Karin Prien am Mittwoch dem Sender RBB. "Aber ich will deutlich sagen: Sollten es Kolleginnen und Kollegen der CDU-Landtagsfraktion gewesen sein, dann ist das natürlich vollkommen inakzeptabel."

Textgröße ändern: