The National Times - Kriegsdenkmal in St. Petersburg: Putin vergleicht Ukraine erneut mit Nazi-Deutschland

Kriegsdenkmal in St. Petersburg: Putin vergleicht Ukraine erneut mit Nazi-Deutschland


Kriegsdenkmal in St. Petersburg: Putin vergleicht Ukraine erneut mit Nazi-Deutschland
Kriegsdenkmal in St. Petersburg: Putin vergleicht Ukraine erneut mit Nazi-Deutschland / Foto: © POOL/AFP

Anlässlich des Gedenkens an die Belagerung von Leningrad vor 80 Jahren hat Russlands Präsident Wladimir Putin die heutige Ukraine erneut mit Nazi-Deutschland verglichen. "Das Kiewer Regime glorifiziert weiterhin Hitlers Komplizen" und wende weiterhin "Terror gegen all diejenigen an, die ihm nicht gefallen", sagte Putin am Samstag bei der Einweihung eines Denkmals im heutigen St. Petersburg, das an die opferreiche Belagerung der Stadt, die damals Leningrad hieß, durch Nazi-Deutschland erinnert.

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Russland werde alles in seiner Macht Stehende tun, "um den Nazismus endgültig endgültig auszurotten", sagte Putin bei der Zeremonie, an der auch der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko teilnahm. Das Denkmal wurde knapp einen Monat vor dem zweiten Jahrestag des russischen Einmarschs in die Ukraine eingeweiht. Der Kreml hat seine Offensive wiederholt damit gerechtfertigt, dass die Ukraine "entmilitarisiert" und "entnazifiziert" werden müsse.

Putin erinnert auch regelmäßig daran, dass seine Familie persönlich unter der Belagerung von Leningrad gelitten habe. Der 71-jährige Präsident war damals noch nicht geboren, aber sein älterer Bruder starb während der Belagerung. Nach Putins Angaben verhungerte auch seine Mutter damals beinahe, sein Vater sei als Soldat in der sowjetischen Armee in der Nähe von Leningrad verletzt worden.

Die Belagerung von Leningrad während des Zweiten Weltkriegs hatte 1941 begonnen und 827 Tage bis zum 27. Januar 1944 gedauert. Mehr als 800.000 Menschen starben damals in der Stadt durch Hunger, Krankheiten oder Beschuss. Putin sagte am Samstag, die Belagerung sei "beispiellos in ihrem Ausmaß an Grausamkeit und Zynismus" und die Erinnerung daran bis heute schmerzhaft.

Die russische Regierung räumt der Erinnerung an den Großen Patriotischen Krieg, wie der Kampf der Sowjetunion gegen Nazi-Deutschland in Russland genannt wird, viel Raum ein. Paraden, Denkmäler, Kulturveranstaltungen und Schul-Lehrpläne rund um die Heldentaten sowjetischer Soldaten während des Zeiten Weltkriegs sollen den Patriotismus und die Achtung für die heutige russische Armee fördern.

R.Campbell--TNT

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