The National Times - DGB attackiert "Ampel" wegen Griffs in die Rentenkasse

DGB attackiert "Ampel" wegen Griffs in die Rentenkasse


DGB attackiert "Ampel" wegen Griffs in die Rentenkasse
DGB attackiert "Ampel" wegen Griffs in die Rentenkasse / Foto: © AFP/Archiv

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die zur Haushaltssanierung geplanten Eingriffe der Ampel-Koalition in die Rücklagen der Sozialversicherungen scharf kritisiert. "Unsozialer kann man ein Finanzierungsloch im Bundeshaushalt nicht stopfen", sagte DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel der "Augsburger Allgemeinen" vom Mittwoch. "Die Rücklagen der Rentenversicherung sind keine Sparkasse der Bundesregierung für schlechte Zeiten", warnte Piel. "Wer sie angreift, nimmt bewusst zukünftige Rentenkürzungen in Kauf."

Textgröße ändern:

Sobald die Rücklage aufgebraucht sei, "stehen Beitragserhöhungen für die Versicherten an", mahnte die Gewerkschafterin. Die Pläne der Bundesregierung, zur Haushaltssanierung die Bundeszuschüsse zur Rentenversicherung für die Jahre 2024 bis 2027 um jeweils 600 Millionen Euro zu kürzen, gingen einseitig auf Kosten der Beschäftigten.

"So eine Entlastung der Steuerzahler ist eine massive Umverteilung von unten nach oben – und vor allem von Einzahlenden der gesetzlichen Rentenversicherung zu denen, die nicht dorthin einzahlen", sagte Piel der Zeitung. Dies gelte beispielsweise für Beamte, Kapitaleigner oder Abgeordnete.

Ähnlich kritisierte auch der CSU-Sozialexperte Stephan Stracke die Koalitionspläne. "Die Ampel missbraucht die Rentenversicherung als Selbstbedienungsladen, um ihren verfassungswidrigen Haushalt zu sanieren", sagte er der Zeitung. "Damit sind die arbeitenden Beitragszahler die Dummen", kritisierte der Bundestagsabgeordnete. "Denn sie sind es, die durch höhere Beiträge diesen Griff in die Kassen ausgleichen müssen." Die gesetzliche Rente brauche jedoch Solidität und Verlässlichkeit, und diese sicherten nicht zuletzt die Bundeszuschüsse.

Neben den geringeren Zuschüssen an die Rentenversicherung plant die Ampel-Regierung zudem, in den nächsten Jahren insgesamt 5,2 Milliarden Euro aus Rücklagen der Arbeitslosenversicherung zurückzufordern.

F.Jackson--TNT

Empfohlen

Russischer Geschäftsmann: Trumps Sohn hat Kosten für Hochzeitsfeier beglichen

Der russische Geschäftsmann Umar Kremlew hat bestätigt, dass der älteste Sohn von US-Präsident Donald Trump ihm die Kosten seiner Hochzeitsfeierlichkeiten zurückerstattet hat. "Er hat das Geld zurückgezahlt, das ich für das Geschenk ausgegeben habe", sagte Kremlew am Dienstag mit Blick auf Donald Trump Jr. bei einer Pressekonferenz im türkischen Istanbul. Er betonte zugleich, er sehe keinen Grund, warum das Geld überhaupt habe zurückgezahlt werden müssen.

Dritter Jahrestag des 7. Oktobers: Wadephul warnt vor Anstieg von Antisemitismus

Anlässlich des dritten Jahrestages des Hamas-Großangriffs auf Israel am 7. Oktober 2023 hat Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) vor einem Anstieg von Antisemitismus in Deutschland gewarnt. "An diesem Tag bin ich mir auch schmerzhaft bewusst, dass wir seitdem einen entsetzlichen Anstieg von Antisemitismus erleben. Auch in unserem Land", sagte Wadephul in einem am Dienstag im Onlinedienst Instagram veröffentlichten Video.

AfD-Landtagspräsident in Sachsen-Anhalt: Klingbeil sieht Klärungsbedarf bei CDU

Vizekanzler und SPD-Chef Lars Klingbeil sieht nach der Wahl des AfD-Politikers Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt auch Klärungsbedarf bei der CDU. Dass Rausch mit deutlich mehr als den AfD-Stimmen gewählt wurde, "wirft sehr drängende Fragen auf", erklärte Klingbeil am Dienstag. "Nicht nur das BSW, sondern auch die CDU muss dringend erklären, wie es dazu kommen konnte."

Regierungskreise: Macron berät mit wichtigen Ministern über Schülerproteste

Angesichts der seit Wochen andauernden Schülerproteste in Frankreich trifft der französische Präsident Emmanuel Macron am Dienstagabend mit wichtigen Ministern zusammen. An dem Treffen sollen unter anderem Premierminister Sébastien Lecornu, Innenminister Laurent Nuñez und Bildungsminister Édouard Geffray teilnehmen, wie am Dienstag aus Regierungskreisen verlautete.

Textgröße ändern: