The National Times - Bauernproteste: Ampel-Fraktionen suchen Gespräch - Scholz trifft Bauern in Cottbus

Bauernproteste: Ampel-Fraktionen suchen Gespräch - Scholz trifft Bauern in Cottbus


Bauernproteste: Ampel-Fraktionen suchen Gespräch - Scholz trifft Bauern in Cottbus
Bauernproteste: Ampel-Fraktionen suchen Gespräch - Scholz trifft Bauern in Cottbus / Foto: © AFP

Vor dem Hintergrund der massiven bundesweiten Proteste von Landwirten suchen die Fraktionschef der Ampel-Parteien das Gespräch mit den Bauern. Rolf Mützenich (SPD), Britta Haßelmann (Grüne) und Christian Dürr (FDP) luden die Vorstände landwirtschaftlicher Verbände für Montag zu einem Treffen im Bundestag ein, wie aus einem Schreiben vom Mittwoch hervorgeht. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) wollte am Donnerstag in Cottbus Bauernvertreter treffen.

Textgröße ändern:

Die drei Fraktionsvorsitzenden verteidigen in ihrem Schreiben ihre Haushaltseinigung, die auch Subventionskürzungen für die Landwirtschaft vorsieht. Die ursprünglichen Vorschläge hätten die Landwirtinnen und Landwirte "erheblich" belastet, aber dies sei geändert worden. Bei den derzeiten Protesten werde nun deutlich, dass es den Landwirten "nicht nur um finanzielle Belastungen geht, sondern auch um fehlende Planungssicherheit und wirtschaftliche Perspektiven", heißt es in dem Schreiben.

Die Bundesregierung hatte Mitte Dezember im Zuge ihrer Haushaltseinigung unter anderem einen Wegfall der Kfz-Steuerbefreiung für landwirtschaftliche Maschinen und der Subventionierung von Agrardiesel angekündigt. Die Steuerbefreiung soll nun aber bleiben. Beim Agrardiesel soll die Kürzung nicht sofort, sondern schrittweise bis 2026 erfolgen. Dennoch protestieren seit Montag jeden Tag tausende Bauern in allen Bundesländern, unter anderem indem sie Autobahnauffahrten mit Traktoren blockieren.

Bundeskanzler Scholz wollte am Rande einer Kundgebung in Cottbus, zu der der brandenburgische Bauernverband aufgerufen hatte, mit Vertretern des Verbandes reden. Eine ursprünglich vom Verband angefragte öffentliche Ansprache des Kanzler werde es aber nicht geben, sagte eine Verbandssprecherin. Stattdessen werde Scholz Verbandspräsident Henrik Wendorff zu einem Hintergrundgespräch treffen.

K.M.Thompson--TNT

Empfohlen

AfD-Landtagspräsident in Sachsen-Anhalt: Klingbeil sieht Klärungsbedarf bei CDU

Vizekanzler und SPD-Chef Lars Klingbeil sieht nach der Wahl des AfD-Politikers Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten in Sachsen-Anhalt auch Klärungsbedarf bei der CDU. Dass Rausch mit deutlich mehr als den AfD-Stimmen gewählt wurde, "wirft sehr drängende Fragen auf", erklärte Klingbeil am Dienstag. "Nicht nur das BSW, sondern auch die CDU muss dringend erklären, wie es dazu kommen konnte."

Regierungskreise: Macron berät mit wichtigen Ministern über Schülerproteste

Angesichts der seit Wochen andauernden Schülerproteste in Frankreich trifft der französische Präsident Emmanuel Macron am Dienstagabend mit wichtigen Ministern zusammen. An dem Treffen sollen unter anderem Premierminister Sébastien Lecornu, Innenminister Laurent Nuñez und Bildungsminister Édouard Geffray teilnehmen, wie am Dienstag aus Regierungskreisen verlautete.

Jemen: Militärkoalition meldet abgefangene Huthi-Rakete im Südwesten Saudi-Arabiens

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition im Jemen hat eigenen Angaben zufolge eine ballistische Rakete der pro-iranischen Huthi-Miliz abgefangen. Die Rakete, die auf Chamis Muschait im Südwesten Saudi-Arabiens abgefeuert worden sei, sei "abgefangen und zerstört" worden, erklärte der Sprecher der Koalition, Turki al-Maliki, am Dienstag im Onlinedienst X. In der Stadt befindet sich ein Luftwaffenstützpunkt.

Grüne: Regierung gelingt Berufung von Antisemitismusbeauftragtem nicht

Die Grünen kritisieren, dass das Amt des Antisemitismusbeauftragten weiter unbesetzt ist. "Zu jeder passenden wie unpassenden Gelegenheit inszeniert sich die Bundesregierung als Vorkämpferin gegen Antisemitismus", sagte die Grünen-Innenpolitikerin Marlene Schönberger am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. "Doch die Worte passen nicht zu ihren Taten. Politische Bildungsarbeit gegen Antisemitismus wird geschwächt und es gelingt der Bundesregierung noch nicht einmal, einen Antisemitismusbeauftragten zu berufen.

Textgröße ändern: