The National Times - Parteivertreter: Entmachtetem Präsidenten Burkina Fasos geht es "gut"

Parteivertreter: Entmachtetem Präsidenten Burkina Fasos geht es "gut"


Parteivertreter: Entmachtetem Präsidenten Burkina Fasos geht es "gut"
Parteivertreter: Entmachtetem Präsidenten Burkina Fasos geht es "gut"

Dem durch einen Militärputsch entmachteten Präsidenten von Burkina Faso, Roch Marc Christian Kaboré, geht es nach Angaben aus seiner Partei "körperlich gut". Kaboré stehe "ein Arzt zur Verfügung", sagte ein ranghoher Vertreter der Partei MPP am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Unklar sei, wie sich Kaboré "geistig" fühle, sagte der Parteivertreter weiter.

Textgröße ändern:

Den Angaben zufolge befindet sich Kaboré nach wie vor in der Gewalt des Militärs. Er sei aber "nicht in einem Militärlager, sondern in einer Präsidentenvilla unter Hausarrest". Dort habe der entmachtete Staatschef Zugang zu seinem Handy, wobei seine Aktivitäten "von Aufsehern überwacht" würden.

Die Militärgruppierung Patriotische Bewegung für den Schutz und die Wiederherstellung (MPSR) hatte am Montag die Machtübernahme in Burkina Faso verkündet. Unterzeichnet war die Erklärung von Oberstleutnant Paul-Henri Sandaogo Damiba, der als neuer starker Mann in dem westafrikanischen Land gilt.

Die Militärs verhängten eine nächtliche Ausgangssperre und versprachen eine "Rückkehr zur verfassungsmäßigen Ordnung" innerhalb einer "angemessenen Zeit". Der Putsch wurde international scharf verurteilt.

Kaboré war 2015 an die Staatsspitze gewählt worden. Fünf Jahre später wurde er auch aufgrund seines Versprechens wiedergewählt, dem Kampf gegen islamistische Milizen Vorrang einzuräumen. Den schlecht ausgerüsteten burkinischen Streitkräften gelang es jedoch nicht, das Blutvergießen zu stoppen. Seit 2015 wurden etwa 2000 Menschen in der Region von Dschihadisten getötet, rund 1,5 Millionen weitere wurden aus ihren Häusern vertrieben.

Lewis--TNT

Empfohlen

Iran-Krieg: Teheran greift US-Botschaften und weitere Ziele in Golfregion an

Nach einer Serie von Angriffen auf Botschaften, Industrieanlagen und Flughäfen in der Golfregion haben die iranischen Revolutionsgarden am Dienstag weitere massive Angriffe gegen Israel und die USA angedroht. "Das Tor zur Hölle wird sich für die USA und Israel weiter und weiter öffnen", sagte der Sprecher der Revolutionsgarden, Ali Mohammad Naini, im staatlichen Fernsehen. Die iranischen Streitkräfte hatten zuvor mehrere US-Botschaften in der Golfregion sowie weitere Ziele im Nahen Osten angegriffen.

Trump: "Zu spät" für Gespräche mit dem Iran

US-Präsident Donald Trump hat Gespräche mit der iranischen Führung vorerst ausgeschlossen. "Ihre Luftabwehr, Luftwaffe, Marine und Führung sind weg", schrieb Trump am Dienstag auf seiner Onlineplattform Truth Social. "Sie wollen reden. Ich habe gesagt: 'Zu spät!'"

Vor Treffen mit Trump: Merz berät in Washington mit Wirtschaftsvertretern

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist nach Angaben aus Regierungskreisen zum Auftakt seines Besuch in Washington mit Wirtschaftsvertretern zusammengekommen. An dem Arbeitsfrühstück nahmen am Dienstag Manager aus den USA und Deutschland teil. Danach wollte Merz US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus treffen (11.00 Uhr Ortszeit, 17.00 Uhr MEZ).

Wehrbeauftragter: Bundeswehr mit mehr Personal gegen unsichere Weltlage wappnen

Mehr Personal, ein attraktiver neuer Wehrdienst und Vollausstattung: Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Henning Otte (CDU), fordert insgesamt bessere Rahmenbedingungen, um die Bundeswehr für die Herausforderungen angesichts einer unsicheren Weltlage zu rüsten. "Unsere Truppe muss in Schutz und Sicherung so ausgestattet werden, dass sie zu jeder Zeit die Einsatzfähigkeit gewährleisten kann", sagte Otte bei der Vorstellung seines Jahresberichts am Dienstag in Berlin.

Textgröße ändern: