The National Times - Regierungskreise: Scholz will Orban im Ukraine-Streit überzeugen

Regierungskreise: Scholz will Orban im Ukraine-Streit überzeugen


Regierungskreise: Scholz will Orban im Ukraine-Streit überzeugen
Regierungskreise: Scholz will Orban im Ukraine-Streit überzeugen / Foto: © AFP

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will sich beim EU-Gipfel diese Woche laut Regierungskreisen für einstimmige Beschlüsse zugunsten der Ukraine stark machen. Zur Veto-Drohung des ungarischen Regierungschefs Viktor Orban hieß es am Dienstag in Berlin, es sei klares Ziel, diesen "noch zu überzeugen". Dies gelte insbesondere für die geplanten Wirtschaftshilfen von 50 Milliarden Euro für die Ukraine.

Textgröße ändern:

Deutschland verwende zudem seine ganze Kraft darauf, dass Orban dem geplanten Beginn der Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine zustimme. Es sei aber "schwer zu sagen", ob dies möglich sei. Plan A sei in beiden Fällen ein Konsens der 27 Mitgliedsländer. "Wir setzen ganz klar auf den Plan A, und alles andere zeigen dann die Verhandlungen", hieß es aus den Regierungskreisen.

Für gerechtfertigt hält die Bundesregierung demnach den Plan der EU-Kommission, vor dem Gipfel bis zu zehn Milliarden Euro für Ungarn freizugeben, die wegen Rechtsstaats-Defiziten eingefroren sind. Wenn die Behörde von Präsidentin Ursula von der Leyen feststelle, dass Ungarn die Missstände im Justizbereich behoben habe, sei es "plausibel" die Mittel freizugeben.

"Wenn Fortschritte erreicht wurden, muss man diese auch würdigen", hieß es weiter. Die Kommission könne als "Schiedsrichterin" alleine über die Mittel für Ungarn entscheiden und sie genieße das "vollste Vertrauen" der Bundesregierung.

Am Mittwoch will Scholz im Bundestag eine Regierungserklärung abgeben, bevor er zu einem EU-Westbalkan-Gipfel nach Brüssel reist. Am Donnerstag und Freitag kommen die europäischen Staats- und Regierungschefs in Belgiens Hauptstadt dann zu ihrem regulären Dezember-Gipfel zusammen.

J.Sharp--TNT

Empfohlen

Trump begrüßt "großen" Sieg von Bolsonaro-Sohn bei erster Wahlrunde in Brasilien

US-Präsident Donald Trump hat den "großen" Sieg des rechtsgerichteten Senators Flávio Bolsonaro in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Brasilien begrüßt. "Es ist ein großer Sieg. Knapp, aber ein sehr, sehr großer Sieg", sagte Trump am Montag vor Journalisten im Weißen Haus. "Unglaublich", fügte er hinzu.

Bericht: Zahl der Kriegsdienstverweigerer stark angestiegen

Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung ist in diesem Jahr stark angestiegen. Von Januar bis August seien insgesamt 12.102 entsprechende Gesuche eingegangen, sagte eine Sprecherin des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Dienstagsausgaben). Im gesamten Jahr 2025 gab es demnach lediglich 3879 Anträge, 2024 waren es 2249.

Krise in Rumänien: Präsident nominiert vierten Kandidaten für Amt des Regierungschefs

Inmitten der anhaltenden politischen Krise in Rumänien hat Präsident Nicusor Dan zum vierten Mal einen neuen Regierungschef nominiert. Der Pro-Europäer Dan schlug am Montag den parteilosen 55-jährigen Diplomaten und ehemaligen Journalisten Luca Niculescu als neuen Ministerpräsidenten vor. "Ich habe den Menschen ausgewählt, der die besten Chancen hat, eine Mehrheit zu bilden", sagte Dan vor Journalisten.

Trump: Haben Bomber nach "Drohungen" von britischem Militärstützpunkt abgezogen

Der Abzug von B-1-Bombern der US-Armee vom britischen Luftwaffenstützpunkt Fairford ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump wegen "Drohungen" erfolgt. "Es gab Drohungen, also haben wir sie, statt den Feind in Versuchung zu bringen, ein wenig verlegt, nicht sehr weit", sagte Trump am Montag mit Blick auf die US-Flugzeuge vor Journalisten im Weißen Haus. Die Menschen, von denen diese Drohungen ausgegangen seien, "sind mit dem Iran verbunden", fügte Trump hinzu.

Textgröße ändern: