The National Times - Mehrere tausend Menschen bei Demonstration gegen Antisemitismus in Berlin

Mehrere tausend Menschen bei Demonstration gegen Antisemitismus in Berlin


Mehrere tausend Menschen bei Demonstration gegen Antisemitismus in Berlin
Mehrere tausend Menschen bei Demonstration gegen Antisemitismus in Berlin / Foto: © AFP

Mehrere tausend Menschen haben am Sonntag in Berlin gegen Antisemitismus und Rassismus demonstriert. In der Spitze nahmen einer Sprecherin der Polizei zufolge bis zu 3200 Menschen an der Demonstration unter dem Motto "Nie wieder ist jetzt" teil. Ungefähr so viele waren auch angemeldet gewesen. Zur Kundgebung aufgerufen hatten ein breites Bündnis unterschiedlicher Institutionen und Organisationen.

Textgröße ändern:

Die Demonstration begann am frühen Nachmittag an der Siegessäule, die Abschlusskundgebung fand am Brandenburger Tor statt. Den Auftakt machte dort ein gemeinsames Gebet von Protestanten, Katholiken, Muslimen und Juden. Schirmfrau der Veranstaltung war Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD), die auch eine Rede hielt.

An der Kundgebung sprachen zudem unter anderem der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, der Regierende Bürgermeister Kai Wegner, Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, sowie die Sänger Roland Kaiser und Herbert Grönemeyer. Schuster prangerte in seiner Rede erneut einen Antisemitismus hierzulande an, welcher "in der Mitte der Gesellschaft gang und gäbe" sei.

"Ich habe es vor einigen Wochen gesagt und es gilt noch immer: Ich erkenne zuweilen dieses Land nicht wieder." Es sei etwas aus den Fugen geraten, betonte Schuster. Es sei aber noch die Gelegenheit, dies zu reparieren.

Zeitgleich zog auch eine pro-palästinensische Demonstration unter dem Motto "Solidarität mit Palästina – Keine Waffen für Genozid" durch das Berliner Regierungsviertel. Ihr schlossen sich laut Polizei in der Spitze bis zu 2500 Menschen an. Beide Kundgebungen verliefen demnach ohne größere Vorkommnisse.

C.Stevenson--TNT

Empfohlen

Trump begrüßt "großen" Sieg von Bolsonaro-Sohn bei erster Wahlrunde in Brasilien

US-Präsident Donald Trump hat den "großen" Sieg des rechtsgerichteten Senators Flávio Bolsonaro in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Brasilien begrüßt. "Es ist ein großer Sieg. Knapp, aber ein sehr, sehr großer Sieg", sagte Trump am Montag vor Journalisten im Weißen Haus. "Unglaublich", fügte er hinzu.

Bericht: Zahl der Kriegsdienstverweigerer stark angestiegen

Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung ist in diesem Jahr stark angestiegen. Von Januar bis August seien insgesamt 12.102 entsprechende Gesuche eingegangen, sagte eine Sprecherin des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Dienstagsausgaben). Im gesamten Jahr 2025 gab es demnach lediglich 3879 Anträge, 2024 waren es 2249.

Krise in Rumänien: Präsident nominiert vierten Kandidaten für Amt des Regierungschefs

Inmitten der anhaltenden politischen Krise in Rumänien hat Präsident Nicusor Dan zum vierten Mal einen neuen Regierungschef nominiert. Der Pro-Europäer Dan schlug am Montag den parteilosen 55-jährigen Diplomaten und ehemaligen Journalisten Luca Niculescu als neuen Ministerpräsidenten vor. "Ich habe den Menschen ausgewählt, der die besten Chancen hat, eine Mehrheit zu bilden", sagte Dan vor Journalisten.

Trump: Haben Bomber nach "Drohungen" von britischem Militärstützpunkt abgezogen

Der Abzug von B-1-Bombern der US-Armee vom britischen Luftwaffenstützpunkt Fairford ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump wegen "Drohungen" erfolgt. "Es gab Drohungen, also haben wir sie, statt den Feind in Versuchung zu bringen, ein wenig verlegt, nicht sehr weit", sagte Trump am Montag mit Blick auf die US-Flugzeuge vor Journalisten im Weißen Haus. Die Menschen, von denen diese Drohungen ausgegangen seien, "sind mit dem Iran verbunden", fügte Trump hinzu.

Textgröße ändern: