The National Times - Präsidenten von Venezuela und Guyana beraten Donnerstag über Grenzstreit

Präsidenten von Venezuela und Guyana beraten Donnerstag über Grenzstreit


Präsidenten von Venezuela und Guyana beraten Donnerstag über Grenzstreit
Präsidenten von Venezuela und Guyana beraten Donnerstag über Grenzstreit / Foto: © AFP

Die Präsidenten von Venezuela und Guyana, Nicolás Maduro und Irfaan Ali, kommen am Donnerstag zu einem Gipfel über ihren Grenzstreit zusammen. Das Treffen werde im Inselstaat St. Vincent und die Grenadinen stattfinden, teilte der dortige Regierungschef Ralph Gonsalves am Samstag mit. Caracas beansprucht die ölreiche Region Essequibo, die seit mehr als einem Jahrhundert zu Guyana gehört, für sich.

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Auch Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva nehme an dem Treffen teil, erklärte Gonsalves in seiner Eigenschaft als amtierender Präsident der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (Celac). Mehrere südamerikanische Länder hatten Venezuela und Guyana zu einer friedlichen Beilegung des Streits aufgerufen. Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay, Chile, Kolumbien, Ecuador und Peru warnten in einer gemeinsamen Erklärung vor "einseitigen Aktionen", die zu "zusätzlichen Spannungen führen" könnten.

In der Region Essequibo, die etwa zwei Drittel des guyanischen Staatsgebiets ausmacht, leben rund 125.000 der insgesamt 800.000 Guyaner. Guyana verweist darauf, dass die jetzige Grenze 1899 von einem Schiedsgericht festgelegt wurde. Venezuela hingegen behauptet, der Fluss Essequibo im Osten der Region bilde eine natürliche Grenze, die bereits 1777 anerkannt worden sei.

Caracas' Begehrlichkeiten nahmen vor allem zu, nachdem der Ölkonzern ExxonMobil 2015 in dem Gebiet ein Ölvorkommen entdeckt hatte. Im Oktober wurde in der Region ein weiterer bedeutender Ölfund gemacht, der die Reserven Guyanas auf mindestens zehn Milliarden Barrel - und damit auf mehr als die des ölreichen Kuwait oder der Vereinigten Arabischen Emirate - vergrößert.

Mehr als 10,4 Millionen von 20,7 Millionen stimmberechtigten Venezolanern hatten sich vor einer Woche bei einem nicht bindenden Referendum für den Anspruch Venezuelas auf Essequibo ausgesprochen. Präsident Maduro rief kurz darauf dazu auf, das Gebiet per Gesetz zu einer venezolanischen Provinz zu erklären und Lizenzen für die Ölförderung auszugeben.

P.Barry--TNT

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