The National Times - Fahimi unterstützt SPD-Forderungen zu Schuldenbremse und Vermögensteuer

Fahimi unterstützt SPD-Forderungen zu Schuldenbremse und Vermögensteuer


Fahimi unterstützt SPD-Forderungen zu Schuldenbremse und Vermögensteuer
Fahimi unterstützt SPD-Forderungen zu Schuldenbremse und Vermögensteuer / Foto: © AFP/Archiv

Die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Yasmin Fahimi, hat auf dem SPD-Bundesparteitag in Berlin für einen Schulterschluss von Sozialdemokraten und Gewerkschaften geworben. "Es geht vielen Menschen in unserem Land schlechter als vor einem Jahr", sagte Fahimi am Samstag mit Blick auf Inflation und weitere Belastungen. "Damit dürfen wir uns nicht abfinden."

Textgröße ändern:

Nachdrücklich unterstützte Fahimi die am Freitag beschlossene Forderung des SPD-Parteitags nach einer Reform der Schuldenbremse im Grundgesetz. Die DGB-Chefin schlug vor, einen Sonderfonds im Grundgesetz zu verankern, der "Planungssicherheit für Investitionen schafft und damit auch Entlastung im Kernhaushalt". Ebenso stellte sie sich hinter die ebenfalls beschlossenen SPD-Forderungen nach "einer Vermögens- und Erbschaftsteuer, die endlich wirksam ist". Es müsse darum gehen, "eine gerechte Verteilung von Lebenschancen in diesem Land zu organisieren".

Scharf kritisierte die DGB-Chefin Äußerungen aus Union und FDP gegen staatliches Engagement zugunsten der deutschen Industrie, wie dies auch die USA, China, Frankreich und andere Wettbewerber praktizierten. "Wir wissen, dass der Markt es nicht alleine regelt", sagte sie. "Dem Ordoliberalismus ist es egal, wo die Gewinne gemacht werden", warnte Fahimi. "Wir aber wollen gute industrielle Arbeitsplätze." Dafür notwendig sei eine Politik, "die zuverlässige Rahmenbedingungen und Investitionsanreize schafft".

Fahimi warb auch um Zusammenhalt gegen diejenigen, "die immer lauter populistische Parolen nachquatschen". Auch hier attackierte sie Union und FDP: "Wer jetzt Bürgergeldempfänger gegen Mindestlohnbezieher aufhetzt, versprüht nur ein Gift, wovon sich die Faschisten in diesem Land ernähren."

R.T.Gilbert--TNT

Empfohlen

Bericht: Zahl der Kriegsdienstverweigerer stark angestiegen

Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung ist in diesem Jahr stark angestiegen. Von Januar bis August seien insgesamt 12.102 entsprechende Gesuche eingegangen, sagte eine Sprecherin des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Dienstagsausgaben). Im gesamten Jahr 2025 gab es demnach lediglich 3879 Anträge, 2024 waren es 2249.

Krise in Rumänien: Präsident nominiert vierten Kandidaten für Amt des Regierungschefs

Inmitten der anhaltenden politischen Krise in Rumänien hat Präsident Nicusor Dan zum vierten Mal einen neuen Regierungschef nominiert. Der Pro-Europäer Dan schlug am Montag den parteilosen 55-jährigen Diplomaten und ehemaligen Journalisten Luca Niculescu als neuen Ministerpräsidenten vor. "Ich habe den Menschen ausgewählt, der die besten Chancen hat, eine Mehrheit zu bilden", sagte Dan vor Journalisten.

Trump: Haben Bomber nach "Drohungen" von britischem Militärstützpunkt abgezogen

Der Abzug von B-1-Bombern der US-Armee vom britischen Luftwaffenstützpunkt Fairford ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump wegen "Drohungen" erfolgt. "Es gab Drohungen, also haben wir sie, statt den Feind in Versuchung zu bringen, ein wenig verlegt, nicht sehr weit", sagte Trump am Montag mit Blick auf die US-Flugzeuge vor Journalisten im Weißen Haus. Die Menschen, von denen diese Drohungen ausgegangen seien, "sind mit dem Iran verbunden", fügte Trump hinzu.

Iranischer Präsident nennt Verhandlungen mit den USA "sinnlos"

Die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington über ein Ende des Iran-Krieges sind nach iranischen Angaben "sinnlos". "Bislang haben sie uns nach Gesprächen dreimal angegriffen. Das zeigt, dass sie keinen Dialog anstreben, sondern die Islamische Republik zerstören wollen", erklärte der iranische Präsident Massud Peseschkian nach Angaben der Nachrichtenagentur Irna vom Montag.

Textgröße ändern: