The National Times - USA verlangen im UN-Sicherheitsrat Verschärfung der Sanktionen gegen Nordkorea

USA verlangen im UN-Sicherheitsrat Verschärfung der Sanktionen gegen Nordkorea


USA verlangen im UN-Sicherheitsrat Verschärfung der Sanktionen gegen Nordkorea
USA verlangen im UN-Sicherheitsrat Verschärfung der Sanktionen gegen Nordkorea

Die USA haben nach dem jüngsten nordkoreanischen Raketentest eine Verschärfung der UN-Sanktionen gegen Pjöngjang gefordert. "Die Vereinigten Staaten fordern alle Mitgliedstaaten auf, die bestehenden Resolutionen des Sicherheitsrates vollständig umzusetzen", sagte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Linda Thomas-Greenfield, am Freitag während einer Sitzung des höchsten UN-Gremiums. Wegen der "zunehmend gefährlichen Provokationen" Nordkoreas würden die USA eine Resolution im Sicherheitsrat einbringen, um das 2017 beschlossene "Sanktionsregime zu aktualisieren und zu stärken".

Textgröße ändern:

Damals sei beschlossen worden, dass im Falle eines erneuten Tests einer Interkontinentalrakete weitere Maßnahmen ergriffen würden. "Genau das ist nun geschehen. Deshalb ist es jetzt an der Zeit, diese Maßnahmen zu ergreifen", betonte Thomas-Greenfield.

China mahnte jedoch zu "Besonnenheit und Vernunft". "Keine Partei sollte Maßnahmen ergreifen, die zu größeren Spannungen führen würden", sagte Chinas UN-Botschafter Zhang Jun.

Russland warnte davor, die Sanktionen zu verschärfen. Diese würden "über den Rahmen der Unterbindung der Finanzierung" des nordkoreanischen Raketen- und Atomprogramms hinausgehen und "die nordkoreanische Bevölkerung vor unannehmbare sozioökonomische und humanitäre Probleme stellen".

Ohne die beiden Ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates veröffentlichte eine Gruppe von 15 Staaten - darunter die permanten Gremium-Mitgliedsländer USA, Großbritannien und Frankreich - eine gemeinsame Erklärung, in der sie die UN-Mitgliedstaaten aufforderten, mehr im Falle von Nordkorea zu tun. Pjöngjang zeige "seine Entschlossenheit, sein Waffenprogramm weiter voranzutreiben, während es sein provokatives Verhalten eskaliert - und der Rat schweigt", hieß es in dem Text, an dem auch Deutschland beteiligt war.

Nordkorea hatte am Donnerstag nach eigenen Angaben eine neuartige ballistische Interkontinentalrakete des Typs Hwasongpho-17 abgefeuert. Ende 2017 hatte Pjöngjang mehrere Tests mit einer Interkontinentalrakete des Typs Hwasong-15 vorgenommen. Danach verzichtete Nordkorea, das wegen seines Atomwaffen-Programms international isoliert ist, auf weitere Tests von Interkontinentalraketen. Seit Januar hatte die Führung in Pjöngjang angedeutet, sie könnte ihr selbst auferlegtes Moratorium für derartige Tests aufheben.

F.Morgan--TNT

Empfohlen

Trump droht Iran mit neuen heftigen Angriffen - Teheran warnt US-Verbündete

Im Iran-Krieg stehen die Zeichen auf eine nochmalige Eskalation: US-Präsident Donald Trump hat Teheran mit neuen heftigen Angriffen gedroht. "Wir werden ihn ganz hart angehen", sagte Trump bei einer Kabinettssitzung in Camp David über den Iran. Das iranische Militär warnte am Samstag die Verbündeten Washingtons vor den "Flammen des Krieges". US-Vertretungen in mehreren Hauptstädten riefen US-Bürger auf, eine Ausreise aus der Region zu erwägen.

Ceuta-Krise lässt Gräben in der EU bei Migrationspolitik deutlich werden

Während sich die Lage in Ceuta nach der Ankunft zehntausender Migranten normalisiert, lassen die dramatischen Geschehnisse in der spanischen Exklave zunehmend Gräben in der EU bei der Migrationspolititik zutage treten. Die große Mehrheit der Mitgliedstaaten forderte am Samstag eine Dringlichkeitssitzung der Innenminister per Video, um "massenhafte und unkontrollierte Grenzübertritte" künftig zu verhindern. Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez warf seinerseits einigen EU-Ländern eine "egoistische" und "rechtswidrige" Reaktion vor.

Infantino kippt Investoren-Plan nach Protest - Uefa entzieht Fifa-Chef dennoch Vertrauen

Fifa-Chef Gianni Infantino hat nach den heftigen Protesten seinen Plan für den Verkauf von WM-Anteilen an Investoren zurückgezogen - dennoch bleibt die Uefa auf Konfrontationskurs zu Infantino. Der europäische Fußballverband entzog dem 56-jährigen Schweizer am Samstag in einer Mitteilung das Vertrauen, kündigte eine umfassende Untersuchung an und erklärte: "Keine Option sollte ausgeschlossen werden." Infantino muss offenbar zunehmend um seine Wiederwahl an die Spitze des Weltfußballverbands fürchten.

Mindestens zehn Tote bei neuen russischen Raketenangriffen auf Kiew

Die russische Armee hat Kiew erneut massiv aus der Luft angegriffen - dabei wurden nach ukrainischen Angaben in der Nacht zum Samstag mindestens zehn Menschen in der Hauptstadtregion getötet und mehr als 30 weitere verletzt. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Luftabwehr habe nur eine der 27 auf Kiew abgefeuerten ballistischen Raketen abfangen können. US-Präsident Donald Trump hatte sich zuvor zurückhaltend zur möglichen Herstellung von Patriot-Abfangraketen in der Ukraine geäußert.

Textgröße ändern: