The National Times - Polizei: Sechs Verletzte bei Angriff nahe Jerusalem - Drei Angreifer getötet

Polizei: Sechs Verletzte bei Angriff nahe Jerusalem - Drei Angreifer getötet


Polizei: Sechs Verletzte bei Angriff nahe Jerusalem - Drei Angreifer getötet
Polizei: Sechs Verletzte bei Angriff nahe Jerusalem - Drei Angreifer getötet / Foto: © AFP

Bei einem bewaffneten Angriff auf einen Kontrollposten nahe Jerusalem sind am Donnerstag israelischen Angaben zufolge sechs Sicherheitskräfte verletzt worden. Laut Polizei attackierten drei Männer den Kontrollpunkt zwischen Jerusalem und dem von Israel besetzten Westjordanland. Polizeichef Kobi Schabtai zufolge hatten die Angreifer Pistolen, Äxte und Munition für "einen größeren Angriff oder ein Massaker in Israel" bei sich.

Textgröße ändern:

"Die drei Angreifer von heute Früh sind tot", sagte ein Polizeisprecher. Zunächst hieß es, die Angreifer seien "neutralisiert" worden.

Dem israelischen Rettungsdienst Magen David Adom zufolge erlitten vier Sicherheitskräfte Schussverletzungen, einer von ihnen schwebe in Lebensgefahr. Zwei weitere Sicherheitskräfte wurden demnach leicht verletzt.

Die israelische Polizei erklärte, "drei mit dem Auto aus dem Westjordanland kommende Terroristen" hätten auf die Sicherheitskräfte geschossen. "Angesichts der im Auto gefundenen Menge an Munition, Pistolen und Äxten sieht es so aus, als ob die Angreifer einen größeren Angriff oder ein Massaker in Israel" geplant hätten, sagte Polizeichef Schabtai. Von dem Kontrollposten werden Straßentunnel überwacht, die das Westjordanland und Jerusalem verbinden.

Der Angriff erfolgte am 41. Tag des Krieges zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Palästinenserorganisation Hamas. Am 7. Oktober waren hunderte Hamas-Kämpfer nach Israel eingedrungen und hatten Gräueltaten überwiegend an Zivilisten verübt. Israelischen Angaben zufolge wurden etwa 1200 Menschen in Israel getötet und rund 240 Menschen als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.

Daraufhin begann Israel, Ziele im Gazastreifen massiv anzugreifen, und startete eine Bodenoffensive. Am Mittwoch begann ein israelischer Militäreinsatz im größten Krankenhaus des Palästinensergebiets. Nach Angaben der Hamas, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, wurden seit Kriegsbeginn rund 11.500 Menschen im Gazastreifen getötet.

Seit Beginn des Kriegs zwischen Israel und der Hamas wurden im Westjordanland nach palästinensischen Angaben mehr als 190 Palästinenser durch die israelische Armee oder radikale israelische Siedler getötet. Die Armee begründet ihre vermehrten Einsätze und Razzien im Westjordanland mit einem "deutlichen Anstieg terroristischer Angriffe". Demnach gab es seit Beginn des Krieges im Gazastreifen im Westjordanland "mehr als 550 Anschlagsversuche".

A.Little--TNT

Empfohlen

Hackerangriff auf dänisches Melderegister - Daten von 8,8 Millionen Menschen betroffen

Bei einem Hackerangriff auf das dänische Melderegister haben sich Unbekannte Zugriff auf Daten von 8,8 Millionen Menschen verschafft. Wie das für Digitales zuständige Ministerium am Montag mitteilte, gehörten dazu die Namen, die Adressen und die Sozialversicherungsnummern von registrierten lebenden und verstorbenen Menschen. Das Register enthält Daten von rund elf Millionen Menschen.

Spaniens Regierungschef Sánchez kündigt vorgezogene Neuwahlen im November an

Nach dem parlamentarischen Scheitern seiner Pläne zur Bekämpfung der Wohnungskrise hat Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez vorgezogene Neuwahlen für den 29. November angekündigt. Um die Reformen voranzubringen, "müssen wir aktiv werden und erreichen, dass das Parlament uns eine deutlich breitere, progressive Mehrheit gewährt", sagte Sánchez am Montag in Madrid. "Ich habe beschlossen, noch heute Morgen eine außerordentlichen Kabinettssitzung einzuberufen, um die Kammern aufzulösen und Parlamentswahlen auszurufen."

Ministerpräsident Schulze: Kein CDU-Abgeordneter wechselt in Sachsen-Anhalt zu AfD

Der noch amtierende Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Sven Schulze (CDU), hat Überläufer aus der CDU zur AfD im Landtag erneut ausgeschlossen. "Es wird keiner von der CDU zur AfD in irgendeiner Form wechseln", sagte Schulze am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Alle Abgeordneten seiner Fraktion hätten dies mehrfach sowohl mündlich als auch schriftlich bestätigt.

Pflegeversicherung: Krankenkassen erwarten trotz Reformen noch Defizit

Der GKV-Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen sieht trotz von der Regierung auf den Weg gebrachter Reformen noch eine Finanzlücke bei der Pflegeversicherung. "Das ist alles hochgradig auf Kante genäht", sagte der GKV-Vorstandsvorsitzende Oliver Blatt der "Rheinischen Post" vom Montag. "Im nächsten Jahr bleibt unseren Berechnungen nach immer noch eine Lücke von einer Milliarde Euro."

Textgröße ändern: