The National Times - Brennende Straßenbarrikade in Bremen: Polizei prüft linkes Bekennerschreiben

Brennende Straßenbarrikade in Bremen: Polizei prüft linkes Bekennerschreiben


Brennende Straßenbarrikade in Bremen: Polizei prüft linkes Bekennerschreiben
Brennende Straßenbarrikade in Bremen: Polizei prüft linkes Bekennerschreiben / Foto: © AFP/Archiv

In Bremen haben möglicherweise aus der linksextremen Szene stammende Täter an einem Messegelände eines brennende Straßenbarrikade errichtet und Molotowcocktails auf die Fahrbahn geworfen. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, prüfte eine Sonderkommission die Echtheit eines auf einer Internetplattform veröffentlichten Bekennerschreibens. Der Vorfall ereignete sich demnach bereits am Dienstag im Stadtteil Findorff, verletzt wurde den Einsatzkräften zufolge dabei niemand.

Textgröße ändern:

Nach Angaben der Polizei lief am späten Dienstagnachmittag eine Gruppe von Maskierten auf eine Straße und zündete dort mehrere Autoreifen an, die als Straßenbarrikade dienten. Zudem warfen sie Molotowcocktails, also Brandsätze in Flaschen, sowie Pyrotechnik. Anschließend flüchteten sie unerkannt. Die Polizei ermittelt nun wegen schweren Landfriedensbruchs, wie die Beamten mitteilten.

Laut Polizei fanden Einsatzkräfte bereits am Dienstag nahe der Barrikade ein Bekennerschreiben mit dem Titel "Space Tech Expo verhindern, gegen Krieg, für autonome Klimabewegung". Die Space Tech Expo ist eine internationale Fachmesse für Raumfahrt und Raumfahrttechnik, die am Dienstag auf dem in der Nähe des Tatorts gelegenen Messe- und Kongressgelände eröffnet wurde. Bremen ist ein bedeutender Standort für Firmen aus der Luft- und Raumfahrtindustrie.

Zusätzlich wurde nach Angaben der Beamten ein Bekennerschreiben auf einer Internetplattform veröffentlicht. Das Dokument sollte nun von Ermittlern einer auf Straftaten aus dem linksextremistischen Bereich spezialisierten Sonderkommission näher untersucht werden. Die Polizei bat darüber hinaus Augenzeugen um Hinweise, etwa auf verdächtige Lieferwagen nahe dem Tatort.

Die Sonderkommission war im vergangenen Jahr nach einem Brandanschlag auf ein Firmengebäude des Bremer Raumfahrt- und Luftfahrtkonzerns OHB gegründet worden. Bereits zuvor hatte es in der Stadt wiederholt Sachbeschädigungen und Brandstiftungen mit linksextremistischem Hintergrund gegeben. Betroffen waren neben Polizeistationen auch Büros und Fahrzeuge von Immobilienfirmen.

F.Jackson--TNT

Empfohlen

Pflegeversicherung: Krankenkassen erwarten trotz Reformen noch Defizit

Der GKV-Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen sieht trotz von der Regierung auf den Weg gebrachter Reformen noch eine Finanzlücke bei der Pflegeversicherung. "Das ist alles hochgradig auf Kante genäht", sagte der GKV-Vorstandsvorsitzende Oliver Blatt der "Rheinischen Post" vom Montag. "Im nächsten Jahr bleibt unseren Berechnungen nach immer noch eine Lücke von einer Milliarde Euro."

Japans Regierungschefin wirbt für stabile Beziehungen mit China

Vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen mit China hat Japans Regierungschefin Sanae Takaichi für stabile Beziehungen zum Nachbarland geworben. China sei ein "wichtiger Nachbar", zu dem ihr Land "trotz aller Schwierigkeiten" im Laufe der Jahre langfristige Beziehungen aufgebaut habe, sagte Takaichi am Montag in einer Grundsatzrede vor dem Parlament.

Berliner CDU-Chef Evers sieht "fehlende Empathie und Nahbarkeit" bei Merz

Der Berliner CDU-Chef Stefan Evers hat Zweifel, ob Friedrich Merz (CDU) noch der Richtige für das Amt des Bundeskanzlers ist. Dem "Tagesspiegel" vom Montag sagte Evers: "Jeder Spitzenpolitiker muss im Sinne der Sache immer wieder bewerten, ob irgendwann ein Punkt erreicht ist, an dem man den eigenen Überzeugungen womöglich mehr im Wege steht, als dass man ihnen nutzt."

Präsidentenstichwahl in Brasilien zwischen rechtem Bolsonaro und linkem Lula

Bei der Präsidentschaftswahl in Kolumbien haben es der rechtsgerichtete Senator Flávio Bolsonaro und der linksgerichtete Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva in die Stichwahl geschafft. In der ersten Runde kam Bolsonaro am Sonntag laut Wahlgericht auf überraschend starke 47 Prozent der Stimmen, der als Favorit geltende Lula landete mit 45 Prozent auf Platz zwei. Die Wahl gilt als richtungsweisend für einen möglichen Rechtsruck in der größten Volkswirtschaft Lateinamerikas.

Textgröße ändern: