The National Times - Mützenich: Statt immer über "Krieg" mehr über Friedenschancen sprechen

Mützenich: Statt immer über "Krieg" mehr über Friedenschancen sprechen


Mützenich: Statt immer über "Krieg" mehr über Friedenschancen sprechen
Mützenich: Statt immer über "Krieg" mehr über Friedenschancen sprechen / Foto: © AFP/Archiv

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hat sich kritisch dazu geäußert, dass derzeit viel über "Krieg" geredet werde. Natürlich gebe es "Kriege, die auf dieser Welt geführt werden und natürlich muss man auch über Kriege sprechen", sagte Mützenich am Dienstag in Berlin vor einer Sitzung der SPD-Fraktion. "Aber manchmal wird mir zu viel über diesen Begriff in die innenpolitische Debatte hineingetragen, fügte er hinzu.

Textgröße ändern:

"Ich würde mich immer wieder auch dafür hergeben, über Friedenschancen zu sprechen", sagte Mützenich weiter. Auch würde er gern "über Möglichkeiten der internationalen Diplomatie" sprechen. Als "einen Lichtblick" bezeichnete er hier das bevorstehende Treffen von US-Präsident Joe Biden am Mittwoch mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte mit seinem Appell für Diskussionen gesorgt, Deutschland müsse wieder "kriegstüchtig" werden. Er wisse, dass dies hart klinge und einige erschreckt habe und er sage dies "nicht mit Leichtfertigkeit", erläuterte Pistorius dies später. Der Krieg sei aber "zurück in Europa" und darauf müsse sich Deutschland einstellen, begründete er seine Wortwahl.

Mützenich vermied es in seinem Statement, sich zu dem Regierungsbeschluss für eine deutliche Aufstockung der deutschen Militärhilfen an die Ukraine zu äußern. "Ich kommentiere nicht einzelne Entscheidungen", sagte er auf eine diesbezügliche Frage. Stattdessen werde er nächste Woche seine Meinung "zum Gesamthaushalt" äußern.

Über die Vorlage dafür wird am Donnerstag oder in der Nacht zum Freitag im Haushaltsausschuss des Bundestags in der sogenannten Bereinigungssitzung entschieden. Mützenich sprach mit Blick darauf von "herausfordernden Beratungen". Er äußerte sich aber "zuversichtlich, dass wir am Ende dann auch einen guten Abschluss werden finden können".

J.Sharp--TNT

Empfohlen

Berliner CDU-Chef Evers sieht "fehlende Empathie und Nahbarkeit" bei Merz

Der Berliner CDU-Chef Stefan Evers hat Zweifel, ob Friedrich Merz (CDU) noch der Richtige für das Amt des Bundeskanzlers ist. Dem "Tagesspiegel" vom Montag sagte Evers: "Jeder Spitzenpolitiker muss im Sinne der Sache immer wieder bewerten, ob irgendwann ein Punkt erreicht ist, an dem man den eigenen Überzeugungen womöglich mehr im Wege steht, als dass man ihnen nutzt."

Präsidentenstichwahl in Brasilien zwischen rechtem Bolsonaro und linkem Lula

Bei der Präsidentschaftswahl in Kolumbien haben es der rechtsgerichtete Senator Flávio Bolsonaro und der linksgerichtete Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva in die Stichwahl geschafft. In der ersten Runde kam Bolsonaro am Sonntag laut Wahlgericht auf überraschend starke 47 Prozent der Stimmen, der als Favorit geltende Lula landete mit 45 Prozent auf Platz zwei. Die Wahl gilt als richtungsweisend für einen möglichen Rechtsruck in der größten Volkswirtschaft Lateinamerikas.

Merz empfängt litauischen Ministerpräsidenten Sinkevicius im Kanzleramt

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) empfängt am Montag (16.00 Uhr) den litauischen Ministerpräsidenten Mindaugas Sinkevicius mit militärischen Ehren im Bundeskanzleramt. Das Treffen findet im Rahmen eines zweitägigen Arbeitsbesuchs des litauischen Regierungschefs in Berlin statt. Im Zentrum der Gespräche stehen Fragen der Sicherheit, insbesondere mit Blick auf hybride Bedrohungen, die Stärkung der Nato-Ostflanke sowie der Aufbau der deutschen Brigade in Litauen.

Bundespräsident Steinmeier verleiht Schlagerlegende Nana Mouskouri Verdienstorden

Die aus Griechenland stammende Schlagerlegende Nana Mouskouri wird am Montag (11.00 Uhr) zum Tag der deutschen Einheit mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verleiht der 91-Jährigen den Preis zur Anerkennung ihres Einsatzes für Frieden und Freiheit. Dass sie als Sängerin nach Kriegsende einen Prozess der Aussöhnung eingeleitet habe, präge bis heute das Griechenlandbild der Deutschen.

Textgröße ändern: