The National Times - Westen bekräftigt Vorwurf von russischen Kriegsverbrechen in der Ukraine

Westen bekräftigt Vorwurf von russischen Kriegsverbrechen in der Ukraine


Westen bekräftigt Vorwurf von russischen Kriegsverbrechen in der Ukraine
Westen bekräftigt Vorwurf von russischen Kriegsverbrechen in der Ukraine

Die USA haben laut eigenen Angaben Beweise für den Vorwurf von Kriegsverbrechen russischer Soldaten im Ukraine-Krieg gesammelt. Die US-Regierung gehe "auf der Grundlage der derzeit verfügbaren Informationen davon aus, dass Angehörige der russischen Streitkräfte in der Ukraine Kriegsverbrechen begangen haben", erklärte Außenminister Antony Blinken am Mittwoch. Es gebe "zahlreiche glaubwürdige Berichte über wahllose Angriffe und Angriffe, die absichtlich auf Zivilisten abzielen, sowie über andere Gräueltaten".

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Die US-Einschätzung basiere sowohl auf öffentlich zugänglichen als auch auf Geheimdienstinformationen. Er verwies auf die Zerstörung von "Wohnhäusern, Schulen, Krankenhäusern, wichtigen Einrichtungen, zivilen Fahrzeugen, Einkaufszentren und Krankenwagen", die "Tausende von Toten und Verletzten" gefordert hätten. Viele dieser Orte waren "eindeutig als von Zivilisten genutzt gekennzeichnet", erklärte er.

Der Präsident des Europäischen Rates, Charles Michel, äußerte sich am Mittwochabend ähnlich: "Wir sehen, wie Russland zunehmend die Zivilbevölkerung angreift, Krankenhäuser, Schulen und Zufluchtsorte ins Visier nimmt." Er forderte: "Diese Kriegsverbrechen müssen sofort beendet werden".

Blinken kündigte an, dass die USA die Verbrechen gerichtlich aufarbeiten wollten. "Wir sind entschlossen, mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln, einschließlich der strafrechtlichen Verfolgung, Rechenschaft zu verlangen", sagte er.

Die US-Botschafterin für internationale Strafjustiz, Beth Van Schaack, sagte am Mittwoch, die USA seien entschlossen, die "direkten Verantwortlichen" "zur Rechenschaft zu ziehen". "Wir prüfen alle verfügbaren Optionen", um diese Verantwortlichen vor Gericht zu stellen, "einschließlich nationaler Gerichte" wie denen der Ukraine und Drittstaaten, in denen russische Verdächtige festgenommen werden könnten.

Der Westen und die ukrainische Regierung werfen Russland schon seit Wochen mutmaßliche Kriegsverbrechen vor. US-Präsident Joe Biden hatte zuletzt für Aufregung gesorgt, indem er seinen russischen Kollegen Wladimir Putin öffentlich als "Kriegsverbrecher" bezeichnete. Der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs, Karim Khan, hatte am Anfang März eine Untersuchung über mögliche Kriegsverbrechen in der Ukraine eingeleitet.

Moskau bestreitet die Vorwürfe entschieden. Nach eigenen Angaben greifen die russischen Streitkräfte nur militärische Ziele an und nicht die Zivilbevölkerung. Nichtregierungsorganisationen und internationale Organisationen haben jedoch zahlreiche Vorfälle dokumentiert, die Tatbestände für Kriegsverbrechen erfüllen könnten.

S.Mitchell--TNT

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