The National Times - Selenskyj beklagt UN-Versagen bei Verhinderung des Ukraine-Kriegs

Selenskyj beklagt UN-Versagen bei Verhinderung des Ukraine-Kriegs


Selenskyj beklagt UN-Versagen bei Verhinderung des Ukraine-Kriegs
Selenskyj beklagt UN-Versagen bei Verhinderung des Ukraine-Kriegs

Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj hat in einer Rede vor dem japanischen Parlament das Versagen der Vereinten Nationen bei der Verhinderung des Ukraine-Krieges beklagt. "Weder die Vereinten Nationen noch der UN-Sicherheitsrat haben funktioniert. Reformen sind erforderlich", sagte Selenskyj am Mittwoch in einer Videoansprache an die Abgeordneten in Tokio.

Textgröße ändern:

"Wir brauchen ein Instrument, um vorbeugend die globale Sicherheit zu gewährleisten", sagte der ukrainische Präsident. "Die bestehenden internationalen Organisationen funktionieren in dieser Hinsicht nicht." Es brauche ein neues Instrument, "das Invasionen tatsächlich stoppen kann".

Russland hat als ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat mit seinem Veto eine Verurteilung seines Angriffskrieges in der Ukraine sowie jedwede andere Aktion des höchsten UN-Gremiums unmöglich gemacht.

Die Regierung in Tokio hat sich bislang den von westlichen Staaten gegen Russland und dessen Verbündeten Belarus verhängten Sanktionen angeschlossen, die russische Invasion wiederholt scharf verurteilt und die Ukraine mit humanitärer Hilfe in Millionenhöhe unterstützt. Selenskyj lobte Japan als "die erste Nation in Asien, die begonnen hat, Druck auf Russland auszuüben" und bat um weitere Sanktionen wie Handelsembargos.

Der ukrainische Präsident hatte in den vergangenen Wochen zahlreiche Reden in den Parlamenten von Staaten wie den USA, Deutschland und Großbritannien gehalten, um für Unterstützung gegen den russischen Angriffskrieg zu werben. Jede einzelne dieser Ansprachen war sorgfältig auf die jeweilige Hörerschaft ausgerichtet. Für den Nachmittag ist eine Rede vor der Nationalversammlung in Paris geplant.

In Japan, wo die Erinnerung an die Atomkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011 noch frisch ist, warnte er vor möglicherweise katastrophalen Folgen russischer Angriffe auf ukrainische Atomkraftwerke: Russland habe die zerstörten Reaktoren von Tschernobyl und weiterhin aktive Aufbereitungsanlagen für Kernmaterial "in ein Kriegsgebiet verwandelt", sagte Selenskyj.

I.Paterson--TNT

Empfohlen

Mindestens neun Tote bei neuen russischen Raketenangriffen auf Kiew

Die russischen Streitkräfte haben die ukrainische Hauptstadt Kiew ukrainischen Angaben zufolge erneut massiv angegriffen. Bei den Angriffen auf fünf Regionen in Kiew in der Nacht zum Samstag seien mindestens neun Menschen getötet und 28 weitere verletzt worden, teilte der staatliche ukrainische Rettungsdienst mit. Die Angriffe seien "mit ballistischen Raketen" erfolgt, teilte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko im Onlinedienst Telegram mit. US-Präsident Donald Trump äußerte sich derweil zurückhaltend zu einer möglichen Lizenz für die Herstellung von Patriot-Abfangraketen in der Ukraine.

Trump droht Iran mit heftigen Angriffen - US-Medien: Attacken am Wochenende möglich

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran erneut mit heftigen Angriffen gegen Infrastruktur-Ziele gedroht. "Wir werden ihn ganz hart angehen", sagte Trump am Freitag bei einer Kabinettssitzung in der Präsidentenresidenz Camp David über den Iran. Irgendwann werde die Führung in Teheran sagen: "Das halten wir einfach nicht mehr aus."

Mindestens vier Tote bei neuen russischen Raketenangriffen auf Kiew

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist in der Nacht zu Samstag erneut Ziel massiver russischer Luftangriffe geworden. Die Angriffe seien "mit ballistischen Raketen" erfolgt, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko am Morgen im Onlinedienst Telegram mit. Kiews Militärverwaltung meldete mindestens vier Tote. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor vor einem drohenden "massiven" russischen Angriff gewarnt. US-Präsident Donald Trump äußerte sich derweil zurückhaltend zu einer möglichen Lizenz für die Herstellung von Patriot-Abfangraketen in der Ukraine.

Hunderttausende bei Demonstration zu Christopher Street Day in Hamburg erwartet

Hunderttausende Menschen werden am Samstag (12.00 Uhr) in Hamburg zur Demonstration zum Christopher Street Day (CSD) erwartet. Die Kundgebung unter dem Motto "Solidarisch queer. Haltung zeigen - für eine Zukunft ohne Angst" findet eine Woche nach dem islamistischen Anschlag beim Berliner CSD unter stark erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt. Die Polizei setzt rund doppelt so viele Einsatzkräfte wie im Vorjahr ein.

Textgröße ändern: