The National Times - Pentagon: China baut Atomwaffenarsenal schneller aus als erwartet

Pentagon: China baut Atomwaffenarsenal schneller aus als erwartet


Pentagon: China baut Atomwaffenarsenal schneller aus als erwartet
Pentagon: China baut Atomwaffenarsenal schneller aus als erwartet / Foto: © AFP/Archiv

China baut sein Atomwaffenarsenal nach Einschätzung der US-Regierung schneller aus als erwartet. China habe im Mai "mehr als 500 einsatzfähige Atomsprengköpfe" besessen und sei auf dem Weg, "bisherige Erwartungen zu übertreffen", schreibt das US-Verteidigungsministerium in einem am Donnerstag vorgelegten Bericht zu den chinesischen Streitkräften. 2030 dürfte China mehr als 1000 einsatzfähige Atomsprengköpfe besitzen.

Textgröße ändern:

Die Entwicklung stelle keine "sehr große Veränderung" zu bisherigen Prognosen dar, sagte ein Pentagon-Vertreter. China sei aber auf dem Weg, bisherige Vorhersagen zu übertreffen. Für die USA sei das "sehr besorgniserregend". Dem Bericht zufolge treibt China unter Präsident Xi Jinping zudem die Vergrößerung und Modernisierung seiner Streitkräfte voran.

Die USA verfügen nach Angaben des Internationalen Friedensforschungsinstituts in Stockholm (Sipri) vom Juni über rund 3700 einsatzfähige Atomsprengköpfe, Russland über rund 4500. Die Zahl für China gab Sipri mit 410 an.

Die Regierung von US-Präsident Joe Biden sieht das militärisch, wirtschaftlich und politisch aufstrebende China als die größte geopolitische Herausforderung der Welt an. Zuletzt prangerte das US-Verteidigungsministerium aggressive Flugmanöver chinesischer Kampfjets gegen US-Flugzeuge im Indopazifik an.

B.Scott--TNT

Empfohlen

Tigray-Konflikt: Regierungstruppen kontrollieren offenbar Rebellen-Hauptstadt Mekele

In Äthiopien haben Regierungstruppen im Tigray-Konflikt offenbar die volle Kontrolle über die Hauptstadt der Rebellen-Provinz übernommen. Soldaten der Armee und mit ihr verbündete Milizen patrouillierten am Sonntag in den Straßen von Mekele und besetzten Schlüsselinstitutionen, wie ein örtlicher Journalist am Sonntag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Zuvor waren erstmals seit über einer Woche die Kommunikationsverbindungen nach Mekele wiederhergestellt worden.

"Schluss mit Selbstbeschäftigung": Haßelmanns Mahnung vor Koalitionsausschuss

Grünen-Fraktionschefin Britta Haßelmann hat die Regierungspartner Union und SPD aufgerufen, den bevorstehenden Koalitionsausschuss für einen Neustart zu nutzen. "Der Koalitionsausschuss darf nicht nur der nächste Versuch sein, sich irgendwie wieder zusammenzuraufen - Schluss mit der Selbstbeschäftigung und dem Schleppen von Krise zu Krise", sagte Haßelmann am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. "Die erschütternden Ergebnisse der Rechtsextremen bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern müssen ein Weckruf sein."

AfD begrüßt Forderung von Rhein zu anderem Umgang im Bundestag

AfD-Parlamentsgeschäftsführer Bernd Baumann hat die Forderung von Hessens CDU-Ministerpräsident Boris Rhein zu einem anderen Umgang mit seiner Partei im Bundestag begrüßt. Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP wertete Baumann die Überlegungen Rheins am Sonntag als Anzeichen für ein generelles Umdenken in der CDU. Dass der CDU-Politiker sich nun dafür ausspreche, der AfD-Fraktion die ihr zustehenden Ausschussvorsitze im Bundestag zuzugestehen, sei "nur der erste Schritt - weitere werden folgen".

"Machtspielchen": Linke weist Dröges Vorstoß für Dreierkoalition im Bund zurück

Die Linken-Parteivorsitzende Ines Schwerdtner hat den Vorstoß von Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge für eine rot-rot-grüne Dreierkoalition auf Bundesebene kritisiert. "Die Linke steht nicht als Mehrheitsbeschafferin für Machtspielchen zur Verfügung", sagte Schwerdtner am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. Die Linken-Chefin äußerte Unverständnis darüber, dass sich Dröge die Option eines schwarz-grünen Bündnisses mit der Union auf Bundesebene offenhalten will.

Textgröße ändern: