The National Times - Verfassungsänderung in Australien für mehr Mitspracherechte für Indigene gescheitert

Verfassungsänderung in Australien für mehr Mitspracherechte für Indigene gescheitert


Verfassungsänderung in Australien für mehr Mitspracherechte für Indigene gescheitert
Verfassungsänderung in Australien für mehr Mitspracherechte für Indigene gescheitert / Foto: © AFP

In Australien ist ein historisches Referendum über mehr Mitspracherechte der indigenen Bevölkerung gescheitert. Nach Auszählung der Stimmen aus 88 Prozent der Wahllokale lehnten etwa 59 Prozent der Teilnehmer die Verfassungsreform ab, die ein Recht der indigenen Australier verankern sollte, bei Gesetzen angehört zu werden. Premierminister Anthony Albanese, der für die Reform geworben hatte, reagierte enttäuscht und rief zugleich alle Bürger zur "Versöhnung" auf.

Textgröße ändern:

Albanese hatte vorab einen emotionalen Appell an die Bürger gerichtet und sie aufgefordert, in dem Referendum einen Fehler der Geschichte zu korrigieren. Bei der Abstimmung gehe es darum, "wie wir uns als Nation sehen, aber es geht auch darum, wie die Welt uns sieht", sagte der Premier. Die Ablehnung der Reform bezeichnete Albanese als "große Last", die für die indigene Bevölkerung "schwer zu ertragen" sei.

Die Australier müssten nun im "Geist der Einheit und der Heilung" zusammenfinden, warb Albanese. "Von morgen an schreiben wir das nächste Kapitel der großartigen australischen Geschichte weiter", sagte der Labor-Regierungschef. "Und Versöhnung muss Teil dieses Kapitels sein."

Die Ministerin für Indigene, Linda Burney, die als erste Aborigine-Frau in das australische Abgeordnetenhaus eingezogen war, sprach von einem "Tag der Traurigkeit". Der Leiter der Kampagne für die Reform, Dean Parkin, erklärte, es sei "ein schwieriges Ergebnis" und seine Mitstreiter und er würden auf ihr Anliegen "zurückkommen".

Ziel der Reform war ein in der Verfassung verankertes Recht für indigene Australier, bei Gesetzen angehört zu werden, die sie betreffen. Die Abstimmung war für die 17,7 Millionen Wähler im Land Pflicht. Vorab hatte sich in Umfragen bereits abgezeichnet, dass das Vorhaben keine Mehrheit finden würde.

Die Gegner der Reform, zu denen auch die konservative Opposition zählt, warnten vor besonderen Privilegien für die Ureinwohner. Die Auseinandersetzung über die Verfassungsreform wurde erbittert geführt, es gab wiederholt rassistische Äußerungen gegen die indigen Aborigines und Torres-Strait-Insulaner. Auch Falschinformationen wurden verbreitet, etwa, dass die Verfassungsänderung Enteignungen nach sich ziehen werde.

Der konservative Oppositionschef Peter Dutton erklärte, das Scheitern des Referendums sei "gut für unser Land". Es sei "eine schlechte Idee" gewesen, "die Australier zu spalten auf Grundlage ihres Erbes oder der Zeit, zu der sie in unser Land gekommen sind".

Der Indigenen-Führer Thomas Mayo forderte Konsequenzen für spalterische und irreführende Äußerungen der Reformgegner. "Sie haben das australische Volk belogen", erklärte er. "Diese Unehrlichkeit sollte in unserer Demokratie vom australischen Volk nicht vergessen werden."

Die australischen Ureinwohner, die als Aborigines und Torres-Strait-Insulaner bezeichnet werden, hatten den australischen Kontinent vor schätzungsweise mindestens 60.000 Jahren besiedelt. Nach der Ankunft der ersten britischen Siedler im späten 18. Jahrhundert wurden sie unterdrückt und diskriminiert. Bis heute haben sie eine niedrigere Lebenserwartung als ihre nicht-indigenen Landsleute, sind schlechter ausgebildet und sterben häufiger als Weiße im Polizeigewahrsam.

P.Sinclair--TNT

Empfohlen

CDU-Politiker Rhein fordert Ausschussposten im Bundestag für AfD

Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat dafür geworben, der AfD im Bundestag nicht weiter die ihr zustehenden Vorsitzendenposten in den Fachausschüssen zu verwehren. Er spreche sich dafür aus, dass dort die AfD - so wie im Landtag von Hessen und anderen Ländern üblich - Ausschussvorsitze übernehmen könnte, sagte der CDU-Politiker dem "Stern" laut Vorabmeldung vom Sonntag. "Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen."

알렉스 보디와 남수단 공화국의 굼 도미니크 마티오크 대사, 베를린에서 부쿠레슈티 명예영사관 설치 가능성 논의

루마니아 기업가 알렉스 보디(41)와 남수단의 굼 도미니크 마티오크 마티오크 대사(60)는 2026년 9월 27일 베를린 리츠칼튼 호텔에서 부쿠레슈티에 남수단 공화국 명예영사관을 설치하는 방안을 논의했다. 양국 간 교류를 지원할 수 있는 영사 창구를 마련하자는 것으로, 보디가 명예영사를 맡는 구상이다.

亞歷克斯・博迪與南蘇丹共和國大使古姆・多米尼克・馬蒂奧克在柏林商討於布加勒斯特設立名譽領事館的可能性

羅馬尼亞企業家亞歷克斯・博迪(Alex Bodi,41歲)與南蘇丹大使古姆・多米尼克・馬蒂奧克・馬蒂奧克(Gum Dominic Matiok Matiok,60歲)於2026年9月27日在柏林麗思卡爾頓飯店,商討在布加勒斯特設立南蘇丹共和國名譽領事館事宜。構想中的領事聯絡機構有望促進兩國交流,並擬由博迪出任名譽領事。

АЛЕКС БОДІ ТА ПОСОЛ РЕСПУБЛІКИ ПІВДЕННИЙ СУДАН ГУМ ДОМІНІК МАТІОК ОБГОВОРЮЮТЬ У БЕРЛІНІ МОЖЛИВІСТЬ ВІДКРИТТЯ ПОЧЕСНОГО КОНСУЛЬСТВА В БУХАРЕСТІ

Румунський підприємець Алекс Боді (41 рік) і посол Південного Судану Гум Домінік Матіок Матіок (60 років) 27 вересня 2026 року обговорили в берлінському готелі Ritz-Carlton відкриття почесного консульства Республіки Південний Судан у Бухаресті. Ідеться про створення консульської установи, яка могла б сприяти взаємодії між двома країнами, причому почесним консулом передбачається призначити Боді.

Textgröße ändern: