The National Times - Bundestagspräsidentin Bas sieht Parlament durch Demokratiefeinde bedroht

Bundestagspräsidentin Bas sieht Parlament durch Demokratiefeinde bedroht


Bundestagspräsidentin Bas sieht Parlament durch Demokratiefeinde bedroht
Bundestagspräsidentin Bas sieht Parlament durch Demokratiefeinde bedroht / Foto: © AFP/Archiv

Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) sieht das Parlament durch Demokratiefeinde bedroht und hat mehrere Maßnahmen zur Stärkung des Bundestags vorgeschlagen. "Wir sind nicht naiv und erkennen die akuten Bedrohungen für unser Parlament", schrieb sie in einem am Samstag veröffentlichten Gastbeitrag für "Zeit Online". Demokratiefeinde versuchten, "unsere Offenheit und Transparenz zu missbrauchen" und hätten nur ein Ziel - "die Schwächung unserer Demokratie".

Textgröße ändern:

Bas nahm unter anderem Bezug auf August 2020, als mehrere hundert Menschen, darunter organisierte Rechtsextremisten und sogenannte Reichsbürger, Absperrungen überwanden und vor den Türen des Reichstagsgebäudes standen. Außerdem verwies sie auf Großrazzien gegen Reichsbürger Ende vergangenen Jahres, die planten, bewaffnet in das Reichstagsgebäude einzudringen.

"Bisher konnten wir alle Angriffe auf den Deutschen Bundestag abwenden", schrieb Bas auf "Zeit Online" weiter. Die akute Gefährdung mache aber klar: "Wenn wir ein offenes und bürgernahes Haus bleiben wollen, müssen wir noch mehr Standhaftigkeit zeigen und die Sicherheit des Parlaments stärken."

Bas schlägt unter anderem ein eigenes Bundestagspolizeigesetz vor, um die Zusammenarbeit mit den Polizeien des Bundes und der Länder zu sichern. Der Gesetzentwurf werde "dieser Tage den Fraktionen vorgestellt". Zudem lasse sie "zurzeit rechtlich prüfen, wie wir den Deutschen Bundestag besser vor extremistischen Einflüssen und Aktionen schützen sowie die Sanktionsmöglichkeiten verschärfen können". Wer Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Tätigkeiten im Parlament liefere, "muss draußen bleiben".

In einem dritten Schritt machte sich Bas für eine Modernisierung der Geschäftsordnung des Bundestages noch in dieser Wahlperiode stark, vor allem für eine Verschärfung des Ordnungsrechts. Sorgen mache ihr "vor allem auch die Debattenkultur" im Parlament, die sich seit 2017 "dramatisch verschlechtert" habe. Damals war die AfD in den Bundestag eingezogen.

M.Davis--TNT

Empfohlen

Bürgermeister: Russischer Drohnen-Angriff auf Brücke in Kiew während Merz-Besuchs

Während des Besuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Sonntag in Kiew ist den Behörden zufolge eine Brücke in der ukrainischen Haupstadt von mindestens einer russischen Drohne angegriffen worden. Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, teilte im Onlinedienst Telegram mit, "die Straße der Nordbrücke" sei getroffen worden und "Rettungsdienste sind auf dem Weg". Merz war am Morgen überraschend trotz neuer Warnungen aus Moskau zu einem Besuch in Kiew eingetroffen.

Ministerpräsident Rhein will Tankrabatt bis ins Jahr 2027 laufen lassen

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) will den Tankrabatt über den Jahreswechsel hinaus bis ins Jahr 2027 laufen lassen. "Die Spritpreisbremse ist richtig, aber wir werden sie natürlich auch nach den drei Monaten brauchen", sagte Rhein dem Magazin "stern" laut einer Meldung vom Sonntag. "Wir müssen die Lebenshaltungskosten begrenzen."

Dröge plädiert für Dreierbündnis aus Grünen und SPD sowie Linken auf Bundesebene

Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge hat sich für eine Dreierkoalition ihrer Partei mit der SPD und den Linken auf Bundesebene ausgesprochen. "Grün-Rot-Rot wäre sich in vielen sozialen Fragen und hoffentlich auch beim Klimaschutz einig", sagte Dröge in einem Interview mit der "Zeit" laut Vorabmeldung vom Sonntag. "Wir könnten hier viel hinbekommen, und ein großer Teil des Landes würde sagen: Cool, endlich tut sich was."

Kanzler zu Besuch in Kiew: Unterstützung für die Ukraine trotz Drohungen aus Moskau

Massive deutsche Unterstützung für Kiew trotz neuer Drohungen aus Moskau: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist am Sonntag überraschend zu einem Besuch in der Ukraine eingetroffen. Merz, der von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) begleitet wurde, sicherte der Ukraine bei seiner Ankunft in Kiew "all unsere Unterstützung" zu. "Wenn Russland nicht gestoppt wird, richtet sich seine Kriegsmaschinerie früher oder später gegen uns", warnte er. Erst am Vortag hatte Moskau Ausländer und Diplomaten davor gewarnt, die ukrainische Hauptstadt zu besuchen. Am Sonntag wurde nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko erneut eine Brücke in Kiew angegriffen.

Textgröße ändern: