The National Times - US-Republikaner Scalise kämpft um Unterstützung für Repräsentantenhaus-Spitze

US-Republikaner Scalise kämpft um Unterstützung für Repräsentantenhaus-Spitze


US-Republikaner Scalise kämpft um Unterstützung für Repräsentantenhaus-Spitze
US-Republikaner Scalise kämpft um Unterstützung für Repräsentantenhaus-Spitze / Foto: © AFP

Der für den Vorsitz des US-Repräsentantenhauses nominierte Republikaner Steve Scalise kämpft weiter um eine ausreichende Unterstützung seiner Partei. Der erzkonservative Mehrheitsführer der Republikaner-Fraktion versuchte am Donnerstag, Zweifler in den eigenen Reihen von sich zu überzeugen. Es zeichnete sich aber keine hinreichende Mehrheit für den 58-Jährigen ab.

Textgröße ändern:

"Es gibt keinen Konsenskandidaten für das Amt des Vorsitzenden", schrieb etwa die republikanische Abgeordnete Anna Paulina Luna im Onlinedienst X (früher Twitter) nach einem Parteitreffen. "Wir müssen in Washington bleiben, bis wir das gelöst haben. Ich werde nicht mehr für Scalise stimmen."

Scalise war am Mittwoch von der Republikaner-Fraktion für die Nachfolge des Anfang Oktober abgesetzten Repräsentantenhaus-Vorsitzenden Kevin McCarthy nominiert worden. Bei einer parteiinternen Abstimmung setzte sich der Abgeordnete aus dem Südstaat Louisiana aber nur mit einer knappen Mehrheit von 113 zu 99 Stimmen gegen den rechten Hardliner Jim Jordan durch. Mehrere Republikanerinnen und Republikaner kündigten in der Folge an, im Plenum nicht für Scalise stimmen zu wollen.

Weil die Konservativen im Repräsentantenhaus nur über eine knappe Mehrheit verfügen, kann sich Scalise nur wenige Abweichler in den eigenen Reihen leisten. Für eine Wahl zum Vorsitzenden der Kongresskammer braucht er 217 Stimmen, die Republikaner stellen 221 Abgeordnete. Schätzungen zufolge wollen rund 30 Republikaner Scalise nicht unterstützen.

Ohne Vorsitzenden ist das Repräsentantenhaus gelähmt - und das zu einer Zeit, zu der die US-Regierung weitere Militärhilfen für Israel und die Ukraine beschließen und eine Mitte November drohende Haushaltssperre verhindern will. McCarthy war am 3. Oktober im Zuge einer Revolte rechter Hardliner der eigenen Partei gestürzt worden. Hintergrund war der Streit über den US-Haushalt und neue Ukraine-Hilfen.

B.Cooper--TNT

Empfohlen

Jemens Regierungstruppen melden Angriffe auf Ziele der Huthis im gesamten Land

Regierungstruppen im Jemen haben eigenen Angaben zufolge Ziele der pro-iranischen Huthi-Miliz im gesamten Land angegriffen. Die Streitkräfte hätten Angriffe in der von den Huthis kontrollierten Hauptstadt Sanaa, in der nordwestlichen Provinz Saada – einer der Hochburgen der Gruppe – sowie in Tais im Südwesten des Jemen ausgeführt, erklärte Militärsprecher Madschid al-Nusaili am Sonntag. Nur wenige Stunden zuvor hatte die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz eine Anlage des saudiarabischen Ölriesen Aramco in Riad angegriffen.

Unterstützung für die Ukraine: Kanzler Merz und Wirtschaftsministerin Reiche in Kiew

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist am Sonntagmorgen überraschend zu einem Besuch in Kiew eingetroffen. Merz, der von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) begleitet wird, sagte nach der Ankunft in der ukrainischen Hauptstadt: "Ich bin heute nach Kiew gereist, weil die Ukraine für die kommenden Wochen all unsere Unterstützung braucht." Erst am Vortag hatte Russland Ausländer und Diplomaten davor gewarnt, die ukrainische Hauptstadt zu besuchen.

Kanzler Merz und Wirtschaftsministerin Reiche in Kiew eingetroffen

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist am Sonntagmorgen überraschend zu einem Besuch in Kiew eingetroffen. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Regierungskreisen in Berlin. Demnach wird Merz von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) begleitet. Erst am Vortag hatte Russland Ausländer und Diplomaten gewarnt, die ukrainische Hauptstadt zu besuchen.

Teilergebnisse: Pro-EU-Partei von Lettlands Regierungschef Kulbergs liegt vorn

Bei der Parlamentswahl in Lettland ist die Regierungspartei von Ministerpräsident Andris Kulbergs Teilergebnissen zufolge wie erwartet stärkste Kraft geworden - womit der Baltenstaat seinen proeuropäischen und proukrainischen Kurs fortsetzen dürfte. Kulbergs Mitte-rechts-Partei Vereinte Liste erzielte nach Auszählung der Hälfte aller Wahlzettel 35,8 Prozent der Stimmen, wie die Wahlkommission am Sonntag bekanntgab.

Textgröße ändern: