The National Times - SPD-Außenpolitiker Schmid warnt vor Einstellung von Hilfe für Palästinenser

SPD-Außenpolitiker Schmid warnt vor Einstellung von Hilfe für Palästinenser


SPD-Außenpolitiker Schmid warnt vor Einstellung von Hilfe für Palästinenser
SPD-Außenpolitiker Schmid warnt vor Einstellung von Hilfe für Palästinenser / Foto: © AFP

Der SPD-Außenpolitiker Nils Schmid hat davor gewarnt, die humanitäre Hilfe für die Palästinensergebiete einzustellen. Im Westjordanland und Gazastreifen lebten "ganz viele Menschen in sehr prekären Verhältnissen", sagte er am Dienstag dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR). "Wir wollen ja nicht, dass die weiter in die Arme von Terrororganisationen getrieben werden." Deshalb wäre es ein Fehler, jetzt diese humanitäre Hilfe einfach so einzustellen.

Textgröße ändern:

Die Abwicklung der Hilfe erfolge über internationale Organisationen, in der Regel UN-Organisationen, ergänzte der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Damit werde sichergestellt, dass die Hilfe nicht bei der Hamas oder anderen Terrororganisationen lande. Zu Befürchtungen, dass die Organisationen vor Ort auch mit der Hamas zusammenarbeiten würden, sagte Schmid: "Humanitäre Hilfe in schwierigen Gebieten ist immer eine Abwägungsfrage." Aber die Menschen im Stich zu lassen, die nicht alle Terroristen oder Hamas-Unterstützer sind, sei auch keine gute Lösung.

"Wenn es Hinweise gibt, dass Mittel veruntreut werden, dass sie bei Hamas landen, dann gehen wir dem nach", versicherte der SPD-Politiker. Es gebe immer Hinweise von israelischen Sicherheitsdiensten, die genau dieses darlegten. Dann werde auch entsprechend gehandelt. "Das ist nichts Neues und das gilt jetzt erst recht, dass wir da ganz genau hinschauen", sagte Schmid. Wenn es einen solchen Verdacht gebe, würden bestimmte Organisationen eben nicht mehr zur Abwicklung der Hilfe eingesetzt.

L.A.Adams--TNT

Empfohlen

Teilergebnisse: Pro-EU-Partei von Lettlands Regierungschef Kulbergs liegt vorn

Bei der Parlamentswahl in Lettland ist die Regierungspartei von Ministerpräsident Andris Kulbergs Teilergebnissen zufolge wie erwartet stärkste Kraft geworden - womit der Baltenstaat seinen proeuropäischen und proukrainischen Kurs fortsetzen dürfte. Kulbergs Mitte-rechts-Partei Vereinte Liste erzielte nach Auszählung der Hälfte aller Wahlzettel 35,8 Prozent der Stimmen, wie die Wahlkommission am Sonntag bekanntgab.

Wahlen in in Bosnien und Herzegowina zu zentralem Staatspräsidium und Parlamenten

In Bosnien und Herzegowina wird am Sonntag gewählt. Die Bürgerinnen und Bürger des in einen serbischen und einen kroatisch-muslimischen Teilstaat geteilten Landes bestimmen das zentrale Parlament und die beiden regionalen Parlamente neu. Auch wählen sie die Präsidenten der Teilrepubliken und das dreiköpfige Staatspräsidium des Zentralstaats. Die Präsidentschaft ist mit einem Kroaten, einem bosnischen Muslim und einem Serben besetzt.

Lula gegen Bolsonaro-Sohn: Brasilien wählt Präsidenten und Parlament

Brasilien wählt am Sonntag seinen Präsidenten sowie große Teile seines Parlaments. Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva und sein wichtigster Herausforderer Flávio Bolsonaro liegen in den Umfragen eng beieinander. Erreicht keiner der Kandidaten mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen, findet am 25. Oktober eine Stichwahl statt.

Rechtsextreme Gruppen wollen in Madrid zu Protestcamp gegen Wohnungsnot vordringen

Inmitten der seit Tagen anhaltenden Proteste gegen die Wohnungsnot in Spanien haben sich am Samstagabend Dutzende Mitglieder rechtsextremer Gruppe im Zentrum von Madrid versammelt. Einige versuchten, das auf der Plaza del Sol von Aktivisten errichtete Protestcamp zu erreichen, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Einige aus der Gruppe zeigten den Hitlergruß. Die Polizei verstellte den Rechtsextremen den Weg in das Protestcamp.

Textgröße ändern: