The National Times - Scholz warnt vor "Flächenbrand" in Nahost und hofft auf Vermittlung

Scholz warnt vor "Flächenbrand" in Nahost und hofft auf Vermittlung


Scholz warnt vor "Flächenbrand" in Nahost und hofft auf Vermittlung
Scholz warnt vor "Flächenbrand" in Nahost und hofft auf Vermittlung / Foto: © AFP

Angesichts der massiven Gewalt im Nahen Osten hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) vor einem "Flächenbrand" in der Region gewarnt und sich für Bemühungen um Vermittlung zwischen Israel und den Palästinensern ausgesprochen. Er werde am Sonntag mit dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi telefonieren, der sich um Vermittlung und Deeskalation bemühe, sagte Scholz in Berlin. "Wir werden Ägypten dabei gerne unterstützen," fügte Scholz hinzu.

Textgröße ändern:

Auch mit US-Präsident Joe Biden, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und dem britischen Regierungschef Rishi Sunak werde er "ein ausführliches Telefonat" führen. Der Kanzler verurteilte "die barbarischen Angriffe" der radikalislamischen Hamas auf Israel, bei denen nach Regierungsangaben mehr als 600 Menschen getötet wurden, "auf das Schärfste". Er hob hervor: "Diese Taten sind barbarisch, sie sind empörend und sie sind durch nichts, auch durch gar nichts zu rechtfertigen."

Es müsse nun alles daran gesetzt werden, dass "aus diesem Überfall kein Flächenbrand mit unkalkulierbaren Folgen für die ganze Region wird", sagte der Kanzler. "Und wir warnen alle davor, in dieser Lage den Terror zu befeuern und weiterzutragen."

Scholz sagte weiter, er habe am Mittag mit Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu telefoniert. Es sei "ganz klar", dass Israel das Recht habe, sich gegen die Angriffe zu verteidigen. Deutschland stehe "fest und unverbrüchlich" an der Seite Israels: "Die Sicherheit Israels ist deutsche Staatsräson."

Am Kanzleramt, am Bundestag und am Bundespräsidialamt seien die israelische Flagge gehisst worden, auch das Brandenburger Tor in Berlin sei in den Farben Israels angestrahlt worden - als "sichtbares Zeichen unserer unverbrüchlichen Unterstützung für Israel", sagte Scholz weiter. Es werde nicht akzeptiert, wenn auf Straßen in Deutschland "die abscheulichen Attacken" der Hamas gefeiert werde.

Die Hamas hatte Israel am Samstagmorgen mit tausenden Raketen aus dem Gazastreifen heraus angegriffen. Zudem drangen Kämpfer der radikalislamischen Palästinenserorganisation nach Israel ein, griffen Soldaten sowie Zivilisten an und verschleppten Geiseln in den Gazastreifen. Nach israelischen Angaben wurden bis Sonntagnachmittag mehr als 600 Menschen in Israel getötet und mehr als 2000 verletzte, 200 von ihnen lebensgefährlich. Rund hundert weitere Menschen seien "Gefangene" der Hamas. Die Hamas meldete rund 370 Tote und 2200 Verletzte bei Vergeltungsangriffen der israelischen Armee auf den Gazastreifen.

C.Bell--TNT

Empfohlen

"Wahrer Held": Netanjahu lädt indischen Piloten des Flydubai-Flugs nach Israel ein

Nach der Vereitelung eines mutmaßlichen Anschlags auf eine Flydubai-Maschine mit vorwiegend israelischen Passagieren an Bord hat Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu den indischen Piloten Smit Machchhar als "wahren Helden" bezeichnet und ihn nach Israel eingeladen. "Sie sind ein wahrer Held der tapferen Völker Indiens und Israels, und Sie sind ein Held der ganzen Welt", sagte Netanjahu am Samstag zu dem im Krankenhaus liegenden verletzten Piloten in einem Telefonat, wie ein von Netanjahus Büro veröffentlichtes Video zeigte.

ALEX BODI ȘI AMBASADORUL REPUBLICII SUDANUL DE SUD, GUM DOMINIC MATIOK, DISCUTĂ LA BERLIN DESPRE POSIBILITATEA ÎNFIINȚĂRII UNUI CONSULAT ONORIFIC LA BUCUREȘTI

Antreprenorul român Alex Bodi (41 de ani) și ambasadorul sud-sudanez Gum Dominic Matiok Matiok (60 de ani) au discutat, la 27 septembrie 2026, la hotelul Ritz-Carlton din Berlin, despre înființarea unui consulat onorific al Republicii Sudanul de Sud la București. Este avută astfel în vedere o reprezentanță consulară care ar putea sprijini schimburile dintre cele două țări, Bodi fiind propus pentru funcția de consul onorific.

Nach Luftangriffen auf Sanaa: Huthi-Miliz im Jemen greift Aramco-Anlage in Riad an

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat eigenen Angaben zufolge eine Anlage des saudiarabischen Ölriesen Aramco in Riad angegriffen. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten am Samstag von einem Brand in der Anlage in der Hauptstadt. Zuvor hatten die Huthis der Armee Saudi-Arabiens vorgeworfen, 26 Luftangriffe auf die von der Miliz kontrollierte jemenitische Hauptstadt Sanaa geflogen zu haben.

Ex-BSW Politikerin Wolf warnt Wagenknecht vor Unterstützung der AfD in Sachsen-Anhalt

Thüringens Finanzministerin Katja Wolf hat vor der konstituierenden Sitzung des Landtags in Sachsen-Anhalt scharfe Kritik am Kurs ihrer Ex-Partei BSW geübt und diese vor einer Unterstützung der AfD gewarnt. "Das BSW wird der AfD erstmals zum Vorsitz über ein Landesparlament verhelfen", sagte Wolf der Nachrichtenseite ntv.de in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview. "Der AfD den Landtagspräsidenten zu überlassen, halte ich aber für falsch, weil das eine sehr machtvolle Position ist", betonte Wolf.

Textgröße ändern: