The National Times - Erneut russischer Drohnenangriff im Süden der Ukraine

Erneut russischer Drohnenangriff im Süden der Ukraine


Erneut russischer Drohnenangriff im Süden der Ukraine
Erneut russischer Drohnenangriff im Süden der Ukraine / Foto: © Russian Defence Ministry/AFP

Russland hat den Süden der Ukraine nach ukrainischen Angaben erneut mit zahlreichen Drohnen angegriffen. Laut der ukrainischen Luftwaffe wurde bei dem Angriff in der Nacht zum Dienstag zum wiederholten Mal der für den Getreideexport wichtige Donauhafen Ismajil getroffen. In der russischen Grenzregion Kursk waren derweil nach Behördenangaben nach einem ukrainischen Drohnenangriff mehrere Dörfer von der Stromversorgung abgeschnitten.

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Die ukrainische Luftwaffe erklärte, von insgesamt 38 von Russland gestarteten Drohnen des Typs Schahed aus iranischer Produktion seien 26 zerstört worden. Laut dem Gouverneur der Region Odessa, Oleh Kiper, wurde bei dem zweistündigen Angriff die "Hafeninfrastruktur im Bezirk Ismajil getroffen". Zwei Lkw-Fahrer wurden demnach verletzt, zudem seien ein Kontrollposten, Lagerhäuser und rund 30 Lastwagen beschädigt worden.

Bereits am Montag hatte Russland die südukrainische Region Odessa massiv angegriffen. Seit Russlands Aufkündigung des Getreideabkommens für den Export ukrainischen Getreides über das Schwarze Meer Ende Juli haben die russischen Angriffe auf die ukrainische Getreideinfrastruktur und insbesondere auf den Donauhafen Ismajil zugenommen.

Auf russischer Seite meldete der Gouverneur der grenznahen Region Kursk, Roman Starowojt, einen ukrainischen Angriff auf ein Umspannwerk. In sieben Ortschaften sei der Strom ausgefallen.

Russland hatte im vergangenen Winter mit zahlreichen Angriffen die zivile Infrastruktur der Ukraine unter Beschuss genommen und so Ausfälle von Heizung, Strom- und Wasserversorgung verursacht. In der vergangenen Woche hatten erstmals seit sechs Monaten russische Marschflugkörper die Energieinfrastruktur in der Ukraine getroffen und zu Stromausfällen in mehreren Regionen geführt.

Dem Verteidigungsministerium in Moskau zufolge zerstörte die russische Luftabwehr am Montagabend in der Grenzregion Belgorod mehrere ukrainische Drohnen. Darüber hinaus wehrte Russland nach eigenen Angaben nahe dem Flugplatz Belbek einen ukrainischen Raketenangriff auf die annektierte Halbinsel Krim ab.

Der Kreml relativierte derweil die Bedeutung der von den USA an die Ukraine gelieferten Abrams-Kampfpanzer für den Kriegsverlauf. Diese seien zwar "ernstzunehmende Geschütze", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Sie würden aber "ebenfalls brennen". Mit einer ähnlichen Wortwahl hatte der russische Präsident Wladimir Putin vor Monaten bereits die Lieferung von Leopard-Kampfpanzern aus deutscher Produktion an die Ukraine kommentiert.

Die Lieferung westlicher Kampfpanzer an die Ukraine werde den "eigentlichen Verlauf" des "militärischen Spezialeinsatzes" nicht beeinflussen, sagte Peskow. Kein Waffensystem könne das "Kräfteverhältnis auf dem Schlachtfeld" verändern.

Einen Tag, nachdem die Ukraine die angebliche Tötung des Befehlshabers der russischen Schwarzmeerflotte gemeldet hatte, verbreitete Moskau am Dienstag Bilder von Admiral Viktor Sokolow bei einer von Verteidigungsminister Sergej Schoigu geleiteten Videokonferenz. Dem Ministerium zufolge fand die Konferenz am Dienstag statt.

Die Ukraine hatte am Montag erklärt, Sokolow sei am Freitag gemeinsam mit 33 weiteren russischen Offizieren bei einem Raketenangriff auf das Hauptquartier der russischen Schwarzmeerflotte in Sewastopol auf der Krim-Halbinsel getötet worden.

F.Hammond--TNT

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