The National Times - Streit mit China: Philippinen entfernen schwimmende Barriere vor Fischgründen

Streit mit China: Philippinen entfernen schwimmende Barriere vor Fischgründen


Streit mit China: Philippinen entfernen schwimmende Barriere vor Fischgründen
Streit mit China: Philippinen entfernen schwimmende Barriere vor Fischgründen / Foto: © Philippine Coast Guard (PCG)/AFP

Im Streit um die Vorherrschaft im Südchinesischen Meer haben die Philippinen in umstrittenem Seegebiet eine schwimmende Barriere entfernt. Die in der vergangenen Woche am Eingang zu einem ertragreichen Fischgrund gefundene 300 Meter lange Sperre sei auf Anweisung von Präsident Ferdinand Marcos Jr. entfernt worden, erklärte die philippinische Küstenwache. Das chinesische Außenministerium warnte daraufhin am Dienstag die Philippinen davor, "zu provozieren oder Unruhe zu stiften".

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Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums erklärte, China halte "nachdrücklich an der Souveränität sowie den Seerechten und Interessen der Insel Huangyan fest". Huangyan ist der chinesische Name für das umstrittene Gebiet, in dem die Barriere angebracht worden war. Die Philippinen nennen es Bajo de Masinloc, ein anderer Name ist Scarborough-Riff.

Die Philippinen hätten "durchaus das Recht", Blockaden in dem Bereich zu entfernen, erklärte seinerseits der nationale Sicherheitsberater des Philippinen, Eduardo Ano, am Dienstag. Denn diese würden die Seerechte der Philippinen verletzten.

China beansprucht praktisch das gesamte Südchinesische Meer für sich. Auch Brunei, Indonesien, Malaysia, die Philippinen und Vietnam erheben Anspruch auf Teile des Seegebiets, das für die Anrainerstaaten strategisch und wirtschaftlich enorm wichtig ist.

Vertreter der Philippinen hatten zuvor der chinesischen Küstenwache vorgeworfen, die Barriere installiert zu haben. Das Außenministerium in Manila erklärte am Montag, es werde "alle angemessenen Maßnahmen ergreifen, um die Souveränität unseres Landes und die Lebensgrundlage unserer Fischer zu schützen".

Seit China im Jahr 2012 die Kontrolle über das umkämpfte Gebiet übernommen hat, patrouillieren die chinesische Küstenwache und andere Schiffe die Fischgründe und hindern Fischer aus den Philippinen an deren Nutzung. Die schwimmende Barriere hielt Fischerboote davon ab, in flachere, fischreichere Gewässer zu fahren.

Das umkämpfte Gebiet liegt etwa 240 Kilometer westlich von der philippinischen Hauptinsel Luzon und fast 900 Kilometer von Chinas nächstgelegener Landmasse, den Hainan-Inseln, entfernt. Das 1982 beschlossene und von China mit ausgehandelte UN-Seerechtsübereinkommen gibt Ländern die Hoheitsgewalt über die natürlichen Ressourcen im Umkreis von etwa 200 Seemeilen (370 Kilometer) von ihrer Küste.

V.Bennett--TNT

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