The National Times - Ukraine meldet Tötung von Kommandeur der russischen Schwarzmeerflotte bei Krim-Angriff

Ukraine meldet Tötung von Kommandeur der russischen Schwarzmeerflotte bei Krim-Angriff


Ukraine meldet Tötung von Kommandeur der russischen Schwarzmeerflotte bei Krim-Angriff
Ukraine meldet Tötung von Kommandeur der russischen Schwarzmeerflotte bei Krim-Angriff / Foto: © Planet Labs PBC/AFP

Die Ukraine hat eigenen Angaben zufolge bei ihrem Angriff auf die Halbinsel Krim vor drei Tagen den Befehlshaber der russischen Schwarzmeerflotte getötet. "34 Offiziere sind tot, darunter der Kommandeur der russischen Schwarzmeerflotte", erklärten die ukrainischen Spezialeinheiten am Montag. Präsident Wolodymyr Selenskyj meldete unterdessen die Ankunft erster US-Kampfpanzer vom Typ Abrams in der Ukraine. Diese sollten "unsere Brigaden verstärken", erklärte er.

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Kiew hatte am Freitag das Hauptquartier der russischen Schwarzmeerflotte in Sewastopol auf der annektierten Halbinsel Krim angegriffen. Die ukrainischen Spezialeinheiten erklärten im Onlinedienst Telegram, neben 34 getöteten Offizieren seien 105 Menschen verletzt worden. Das Hauptquartier der russischen Schwarzmeerflotte sei "nicht mehr zu reparieren", hieß es weiter.

Laut den Behörden der seit 2014 von Russland annektierten Halbinsel war durch den Raketenangriff ein Feuer ausgebrochen. Ein Soldat wurde russischen Angaben zufolge zunächst vermisst. Über eigene Verluste macht Moskau in der Regel keine Angaben.

Im Hafen von Sewastopol ist die russische Schwarzmeerflotte stationiert, zudem befindet sich in der Stadt eines der russischen Kommandozentren für Moskaus Krieg gegen die Ukraine. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar vergangenen Jahres war die Krim immer wieder Ziel von Angriffen, die sich zuletzt verstärkten.

Derweil meldete der ukrainische Präsident Selenskyj die Ankunft erster Panzer vom Typ Abrams in der Ukraine. Im Onlinedienst Telegram beglückwünschte er sich zu dieser "guten Nachricht", ohne jedoch Angaben über die genaue Anzahl der gelieferten Panzer zu machen. Er äußerte sich auch nicht dazu, wann diese an der Front eingesetzt werden könnten. US-Präsident Joe Biden hatte vor wenigen Tagen die Lieferung der ersten Abrams-Panzer für diese Woche angekündigt.

Laut einem Bericht der "New York Times" vom Montag erfolgte die Lieferung der Abrams-Panzer "Monate" vor dem ursprünglichen Zeitplan. Washington hatte Kiew Ende Januar 31 Abrams-Panzer versprochen, Anfang September sagten die USA der Ukraine dann Uranmunition für die Abrams-Panzer zu. Ihr Einsatz ist umstritten, weil Uranmunition giftig ist - sowohl für die Soldaten als auch für Menschen, die im Kriegsgebiet leben.

Die Ukraine hatte den Westen wiederholt um Waffen mit größerer Reichweite gebeten. Damit ausgestattet verspricht sich Kiew Fortschritte bei der im Juni gestarteten Gegenoffensive im Osten und Süden des Landes. Während diese lange Zeit nur langsam voranzukommen schien, vermeldeten ukrainische Streitkräfte in den vergangenen Wochen immer wieder Erfolge. Erst am Wochenende wurde ukrainischen Angaben zufolge die russische Verteidigungslinie im Süden des Landes durchbrochen.

Russland setzte in der Nacht zu Montag seine Angriffe in der Ukraine fort. Beim massiven Beschuss der Region Cherson und der Hafenstadt Odessa kamen ukrainischen Behördenangaben zufolge mindestens vier Menschen ums Leben. Laut dem Gouverneur der Region Odessa, Oleg Kiper, schlug eine Rakete in ein Lagerhaus ein, "in dem Getreide gelagert wurde". Unter den Trümmern seien später zwei Leichen gefunden worden. Fotos zeigten zudem ein in Flammen stehendes Hotel in der Nähe des Hafens. In der Stadt Beryslaw starben laut dem dortigen Regionalgouverneur ein 73-jähriger Mann und eine 70-jährige Frau.

In seinem täglichen Lagebericht erklärte das russische Militär, ukrainische Einrichtungen angegriffen zu haben, welche der Ausbildung von "Sabotagegruppen" und "ausländischen Söldnern" dienten. Weitere Angaben machte es nicht.

Nach Angaben der ukrainischen Armee setzten die russischen Streitkräfte 19 Schahed-Drohnen aus iranischer Produktion, zwölf Kalibr-Raketen sowie zwei Überschallraketen vom Typ Onyx ein. Auch ein U-Boot sei mobilisiert worden. Alle Drohnen und elf Kalibr-Raketen seien von der Luftabwehr abgeschossen worden.

V.Allen--TNT

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