The National Times - Thüringer Linke: Grosse-Röthig und Schaft als Landesvorsitzende bestätigt

Thüringer Linke: Grosse-Röthig und Schaft als Landesvorsitzende bestätigt


Thüringer Linke: Grosse-Röthig und Schaft als Landesvorsitzende bestätigt
Thüringer Linke: Grosse-Röthig und Schaft als Landesvorsitzende bestätigt / Foto: © AFP/Archiv

Ulrike Grosse-Röthig und Christian Schaft führen auch weiterhin den Thüringer Landesverband der Linken. Sie wurden am Samstag auf einem Landesparteitag in Erfurt für weitere zwei Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Grosse-Röthig erhielt 64 Prozent Zustimmung von den Delegierten, Schaft kam auf 81 Prozent der Stimmen.

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Beide führen den Landesverband seit November 2021 als Team. Sie traten damals die Nachfolge von Susanne Hennig-Wellsow an, die zuvor Bundesvorsitzende der Linken geworden war, im April 2022 von diesem Posten allerdings wieder zurücktrat.

Grosse-Röthig ist als Rechtsanwältin in Weimar tätig und dort auch in der Kommunalpolitik aktiv. Mehrere Jahre war sie Bundeselternsprecherin für Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege. Schaft ist seit 2014 Mitglied des Thüringer Landtags. Der 32-jährige Kommunikationswissenschaftler gehörte von 2016 bis 2021 dem Bundesvorstand der Partei an.

Beide sollen nun die Landespartei in das Wahljahr 2024 führen. In Thüringen wird am 1. September ein neuer Landtag gewählt. In den jüngsten Umfragen lag die AfD an erster Position, noch vor der Linken und der CDU. Die Linke lag derzeit deutlich unter ihrem Wahlergebnis von 2019, als sie mit 31 Prozent stärkste Partei geworden war.

Die politischen Verhältnisse im Freistaat sind derzeit schwierig. Thüringen wird vom Linken-Ministerpräsidenten Bodo Ramelow regiert, der an der Spitze einer rot-rot-grünen Minderheitsregierung steht. Da die Koalition keine eigene Parlamentsmehrheit hat, ist sie etwa bei der Verabschiedung des Landeshaushalts auf Stimmen der Opposition angewiesen.

Zuletzt sorgte die Verabschiedung eines von der CDU eingebrachten Gesetzesantrags im Thüringer Landtag mit den Stimmen von AfD und FDP für scharfe Kritik. Rot-Rot-Grün sprach von einem "Tabubruch" und warf der CDU vor, sie gebe der vom Landesverfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften AfD damit die Macht zur Einflussnahme auf den Landeshaushalt.

S.Clarke--TNT

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