The National Times - Nicaraguas Parlament entzieht 25 NGOs ihren Rechtsstatus

Nicaraguas Parlament entzieht 25 NGOs ihren Rechtsstatus


Nicaraguas Parlament entzieht 25 NGOs ihren Rechtsstatus
Nicaraguas Parlament entzieht 25 NGOs ihren Rechtsstatus

Das Parlament in Nicaragua hat 25 Nichtregierungsorganisationen ihren Rechtsstatus entzogen. Für die Maßnahme stimmten am Donnerstag 74 der 91 Abgeordneten, wie Parlamentspräsident Gustavo Porras mitteilte. Unter den abgestraften Organisationen waren einige NGOs, die der linksgerichteten Regierung von Staatschef Daniel Ortega kritisch gegenüber stehen.

Textgröße ändern:

Ins Visier gerieten etwa Menschenrechts- und Frauenrechtsorganisationen sowie NGOs zur Verteidigung der Pressefreiheit. Auch eine Umweltschutzorganisation und eine Hilfsorganisation, die Kindern mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten eine Operation ermöglicht, verloren ihren Status.

In einem Bericht des Innenministeriums wird den 25 Organisationen vorgeworfen, dass sie nicht ihre Finanzen offen gelegt hätten, wie es die Gesetze gegen Geldwäsche und gegen Terrorismus vorsähen. Außerdem hätten sie die Herkunft ihrer Finanzierung nicht transparent dargelegt. Die Regierung ist der Ansicht, dass viele der Organisationen für Versuche aus dem Ausland genutzt werden, die Herrschaft von Präsident Ortega zu destabilisieren.

Der seit 2007 regierende Ortega war im Januar für eine vierte Amtszeit vereidigt worden. In den Monaten vor der Präsidentschaftswahl am 7. November hatten die nicaraguanischen Behörden fast 40 Oppositionelle festgenommen, darunter sieben potenzielle Präsidentschaftskandidaten. Die Wahl fand ohne unabhängige internationale Beobachter statt, und den meisten ausländischen Medien wurde der Zugang zum Land verweigert.

Ortega, in seiner Jugend ein glühender Marxist, hatte Nicaragua von 1979 bis 1990 regiert, nachdem er eine Guerilla-Bewegung angeführt hatte, die den von den USA unterstützten Diktator Anastasio Somoza stürzte. Seit seiner Rückkehr an die Macht im Jahr 2007 wurde er dreimal wiedergewählt, wobei er zunehmend diktatorische Züge annahm und schließlich die Beschränkung der Wiederwahl des Präsidenten aufhob.

V.Bennett--TNT

Empfohlen

Hamas stimmt Entwaffnung zu - Trump: Israel "sehr glücklich" über Vereinbarung

Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas hat nach monatelangen Verhandlungen offenbar ihrer Entwaffnung im Gazastreifen zugestimmt - die israelische Regierung äußerte sich zunächst nicht offiziell dazu. Hamas-Vertreter teilten der Nachrichtenagentur AFP am Freitag mit, dass eine Einigung "in der Frage der Waffen" erzielt worden sei. US-Präsident Donald Trump sprach von einer "historischen Vereinbarung über die vollständige Entwaffnung der Hamas", über die auch Israel "sehr glücklich" sei.

Debatte um Migration und Grenzsicherung nach Ankunft zehntausender Menschen in Ceuta

Die Ankunft von zehntausenden Migranten in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika hat in der EU eine Debatte über Migration und Grenzkontrollen ausgelöst. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) etwa forderte Spanien am Freitag auf, dafür zu sorgen, "dass der europäische Außengrenzschutz gewährleistet ist". Italien setzte das Schengen-Abkommen mit Spanien vorerst aus. US-Präsident Donald Trump sagte, die "schrecklichen" Bilder seien eine Warnung für die Vereinigten Staaten vor den Kongresswahlen.

US-Präsident Trump äußert sich zurückhaltend zu möglicher Patriot-Lizenz für die Ukraine

US-Präsident Donald Trump hat sich erneut zurückhaltend zu einer möglichen Lizenz für die Herstellung von Patriot-Abfangraketen in der Ukraine geäußert. Die USA müssten dabei "sehr vorsichtig" sein, sagte Trump am Freitag bei einer Kabinettssitzung in der Präsidentenresidenz Camp David.

Trump spricht von "Invasion" in Ceuta und ruft zur Wahl der Republikaner auf

US-Präsident Donald Trump hat die Ankunft zehntausender marokkanischer Migranten in der spanischen Exklave Ceuta mit einer "Invasion" verglichen. "Es sieht aus wie eine Invasion eines Landes durch Hunderttausende von Menschen", sagte Trump am Freitag bei einer Kabinettssitzung in Camp David. Nach Angaben der Behörden von Ceuta erreichten bisher rund 60.000 Menschen das spanische Gebiet in Nordafrika, mehr als 48.000 kehrten aber nach Angaben des spanischen Innenministeriums bereits wieder nach Marokko zurück.

Textgröße ändern: