The National Times - Gabuns Präsidentengattin reicht in Paris Klage wegen willkürlicher Inhaftierung ein

Gabuns Präsidentengattin reicht in Paris Klage wegen willkürlicher Inhaftierung ein


Gabuns Präsidentengattin reicht in Paris Klage wegen willkürlicher Inhaftierung ein
Gabuns Präsidentengattin reicht in Paris Klage wegen willkürlicher Inhaftierung ein / Foto: © AFP/Archiv

Die Ehefrau des von Putschisten festgesetzten Präsidenten von Gabun, Ali Bongo Ondimba, hat über ihre Anwälte in Paris Klage wegen willkürlicher Inhaftierung eingereicht. Die gebürtige Französin Sylvia Bongo, die auch die gabunische Staatsangehörigkeit hat, werde an einem unbekannten Ort in Gabun festgehalten, teilten die Anwälte François Zimeray und Jessica Finelle am Freitag der Nachrichtenagentur AFP mit. Möglicherweise handle es sich um ihre Residenz.

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Sie sei "seit dem Putsch vom 30. August 2023 ihrer Freiheit beraubt, ebenso wie ihr jüngster Sohn Jalil", betonen die beiden Anwälte. Sie fordern die Erlaubnis konsularischer Besuche, insbesondere für einen weiteren Sohn, Nourredin Bongo Valentin, der "möglicherweise Opfer eines gewaltsamen Verschwindenlassens" sei.

Aufgrund der französischen Staatsangehörigkeit von Sylvia Bongo kann die französische Justiz sich mit diesem Fall befassen. "Dieses Verfahren könnte zur Ausstellung eines internationalen Haftbefehls gegen die Täter führen, denen eine lebenslange Haftstrafe droht", erklären die Anwälte.

Ali Bongo, der seit 14 Jahren im ölreichen Gabun an der Macht ist und dessen Familie das Land seit mehr als 55 Jahren regiert, war nach Angaben der Putschisten unter Hausarrest gestellt worden. Sein Sohn Noureddin, der auch einer seiner Berater ist, wurde demnach zusammen mit anderen aus dem engen Umfeld Bongos festgenommen. Die Militärs werfen ihnen "Hochverrat", "massive Veruntreuung öffentlicher Gelder" und "Fälschung der Unterschrift" des Staatschefs vor.

In dem zentralafrikanischen Land war es am Mittwochmorgen zu einem Militärputsch gekommen. Die Soldaten begründeten den Staatsstreich mit der "ernstzunehmenden institutionellen, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Krise" im Land.

Kurz zuvor hatte die nationale Wahlbehörde Bongo zum Sieger der von Betrugsvorwürfen und Unregelmäßigkeiten überschatteten Präsidentschaftswahl erklärt. Der 64-Jährige erhielt demnach 64,27 Prozent der Wählerstimmen und konnte sich damit eine dritte Amtszeit sichern.

Am kommenden Montag soll General Brice Oligui Nguema vor dem Verfassungsgericht des Landes auf unbestimmte Zeit als "Übergangspräsident" vereidigt werden. Die Afrikanische Union (AU) hatte Gabun vorläufig ausgeschlossen.

E.Reid--TNT

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