The National Times - Brics-Gruppe nimmt Anfang 2024 sechs weitere Mitgliedsstaaten auf

Brics-Gruppe nimmt Anfang 2024 sechs weitere Mitgliedsstaaten auf


Brics-Gruppe nimmt Anfang 2024 sechs weitere Mitgliedsstaaten auf
Brics-Gruppe nimmt Anfang 2024 sechs weitere Mitgliedsstaaten auf / Foto: © RUSSIAN FOREIGN MINISTRY/AFP

Die Brics-Gruppe will zum 1. Januar 2024 sechs weitere Mitglieder aufnehmen. Die Gruppe habe beschlossen, Argentinien, Ägypten, Äthiopien, den Iran, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate als "vollwertige Mitglieder" der Brics einzuladen, sagte der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa am Donnerstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz der derzeitigen fünf Mitgliedstaaten beim Brics-Gipfel in Johannesburg.

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Die Brics-Gruppe besteht bislang aus Brasilien, China, Indien, Russland und Südafrika. In diesen Staaten wird ein Viertel der globalen Wirtschaftsleistung erarbeitet, in ihnen leben 42 Prozent der Weltbevölkerung.

"Diese Mitgliedererweiterung ist historisch", erklärte der chinesische Präsident Xi Jinping. China ist die mächtigste Volkswirtschaft des Brics-Blocks und möchte seine globale Macht im Vergleich zu den USA weiter ausbauen. Die Ausweitung der Gruppe sei "ein neuer Startpunkt für die Brics-Zusammenarbeit", führte Xi aus. Sie werde der Gruppe "neue Kraft" bringen.

Aus den für die Erweiterung von Brics benannten Staaten kamen erfreute Reaktionen. Der iranische Präsidentenberater Mohammad Dschamschidi nannte den Schritt im Onlinedienst X (ehemals Twitter) eine "historische Entwicklung" und einen "strategischen Erfolg" für die Außenpolitik Teherans.

Der äthiopische Ministerpräsident Abiy Ahmed nannte die Einladung einen "großen Moment" für sein Land. "Äthiopien ist bereit, mit allen für eine inklusive und florierende globale Ordnung zusammenzuarbeiten", erklärte er in den Onlinenetzwerken.

Auch die Vereinigten Arabischen Emirate begrüßten ihre geplante Aufnahme. Präsident Mohammed bin Sajed al-Nahjan teilte mit, er respektiere "die Vision" der Staats- und Regierungschefs der Brics-Länder.

Rund 40 Staaten hatten im Vorfeld des Brics-Gipfels ihr Interesse an einer Mitgliedschaft bekundet, darunter neben den neu aufgenommenen Ländern etwa auch Kuba und Nigeria. Die Brics-Staaten verstehen sich als Gegengewicht zu westlichen Bündnissen und versuchen, ihren internationalen Einfluss zu stärken.

Am Vortag der nun verkündeten Einladung an sechs weitere Staaten hatte Ramaphosa gesagt, angesichts einer sich verändernden Welt sei eine "grundlegende Reform" der Weltordnungspolitik nötig. "Neue Realitäten erfordern eine grundlegende Reform der Institutionen der Weltordnungspolitik, damit sie repräsentativer werden und besser auf die Herausforderungen reagieren können, vor denen die Menschheit steht", sagte er.

Die Brics-Gruppe ist allerdings heterogen. Schon die bisherigen fünf Mitglieder sind in vielen Fragen unterschiedlicher Auffassung. Trotz der Differenzen äußerten die Staats- und Regierungschefs der Brics-Länder in Johannesburg jedoch die gemeinsame Überzeugung, dass das internationale System von westlichen Staaten und Institutionen dominiert werde und nicht den Interessen von Entwicklungsländern diene.

Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva erklärte, mit der Aufnahme von sechs neuen Mitgliedern umfasse der Block nun 46 Prozent der Weltbevölkerung und einen noch größeren Anteil der globalen Wirtschaftsleistung.

I.Paterson--TNT

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