The National Times - Hacker-Angriff auf Deutschland-Tochter von russischem Rosneft-Konzern

Hacker-Angriff auf Deutschland-Tochter von russischem Rosneft-Konzern


Hacker-Angriff auf Deutschland-Tochter von russischem Rosneft-Konzern
Hacker-Angriff auf Deutschland-Tochter von russischem Rosneft-Konzern

Die Deutschland-Tochter des russischen Energiekonzerns Rosneft ist Ziel eines Hackerangriffs geworden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bestätigte am Montag, dass die Rosneft Deutschland GmbH in der Nacht zum Samstag einen IT-Sicherheitsvorfall meldete. Der "Spiegel" berichtete, Aktivisten der Hacker-Gruppierung Anonymous hätten Rosneft in Deutschland angegriffen.

Textgröße ändern:

Laut "Spiegel" leitete die Staatsanwaltschaft Berlin wegen des Hackerangriffs ein Verfahren ein und beauftragte das Bundeskriminalamt (BKA) mit den weiteren Ermittlungen. Die Hacker hätten nach eigenen Angaben 20 Terabyte Daten erbeutet, berichtete das Nachrichtenmagazin.

Das BSI erklärte, Rosneft Deutschland habe den IT-Sicherheitsvorfall dem Bundesamt im Rahmen seiner KRITIS-Meldepflichten mitgeteilt. Hintergrund ist, dass Unternehmen der sogenannten kritischen Infrastruktur, zu denen auch der Energiesektor gehört, verpflichtet sind, Störungen zu melden.

Das BSI erklärte, es habe eine entsprechende Cyber-Sicherheitswarnung an andere Unternehmen und Organisationen der Mineralölwirtschaft herausgegeben. Zu weiteren Details des Vorfalls könne das BSI zum jetzigen Zeitpunkt keine Stellung nehmen. Bisher seien keine Auswirkungen auf die Versorgungslage bekannt. Die Untersuchungen und Analysen dauerten noch an.

Der Vorfall bestätige die Einschätzung des Bundesamtes zur verschärften Sicherheitslage im Cyber-Raum kurz nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine, teilte das BSI mit. Anfang März hatte die Behörde von einer "abstrakt erhöhten Bedrohungslage für Deutschland" gesprochen. Unternehmen, Organisationen und Behörden sollten ihre IT-Sicherheitsmaßnahmen erhöhen, riet die Behörde.

Zu dem Hackerangriff auf die deutsche Rosneft-Tochter berichtete der "Spiegel" weiter, dass das Unternehmen seine Systeme vorerst vom Netz genommen habe - der Betrieb von Pipelines und Raffinerien sei dadurch aber nicht eingeschränkt worden.

Rosneft Deutschland war nach eigenen Angaben in den vergangenen Jahren für rund ein Viertel aller Rohölimporte nach Deutschland verantwortlich und ist hierzulande an drei Raffinerien beteiligt. Geschäftsführer des russischen Mutterkonzerns ist Igor Setschin, enger Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Aufsichtsratsvorsitzender ist Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD).

Lewis--TNT

Empfohlen

Bundesregierung sagt syrischem Übergangspräsidenten Hilfe bei Wiederaufbau zu

Die Bundesregierung und deutsche Unternehmen haben dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa Unterstützung beim Wiederaufbau des Landes nach 14 Jahren Bürgerkrieg zugesichert. "Wir stehen an der Seite Syriens", sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) am Montag bei einem deutsch-syrischen Wirtschaftstreffen im Auswärtigen Amt anlässlich von al-Scharaas Antrittsbesuch in Berlin. "Die Syrer verdienen eine Chance, und wir möchten helfen, dass diese Chance gut genutzt wird."

Trump: Womöglich bald "Deal" mit Teheran - US-Präsident will aber "Öl im Iran nehmen"

US-Präsident Donald Trump hat einen "Deal" mit Teheran zur Beendigung des Krieges in Aussicht gestellt. "Das könnte bald sein", sagte Trump am Sonntag. Zugleich drohte er aber, dass er "das Öl im Iran nehmen" wolle und sprach von einer möglichen US-Einnahme der für die iranischen Ölexporte wichtigen Insel Charg.

Wadephul sagt syrischem Übergangspräsidenten deutsche Hilfe bei Wiederaufbau zu

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa die Unterstützung Deutschlands beim Wiederaufbau des Landes nach 14 Jahren Bürgerkrieg zugesichert. "Wir stehen an der Seite Syriens", sagte Wadephul am Montag bei einem deutsch-syrischen Wirtschaftstreffen in Berlin an die Adresse al-Scharaas gerichtet. "Die Syrer verdienen eine Chance, und wir möchten helfen, dass diese Chance gut genutzt wird."

Syriens Übergangspräsident al-Scharaa von Steinmeier in Berlin empfangen

Zum Auftakt seines Berlin-Besuchs ist der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa am Montagmorgen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfangen worden. Al-Scharaa traf am Schloss Bellevue ein, wo ihn Steinmeier begrüßte. Im weiteren Verlauf des Besuchs sind zunächst die Teilnahme al-Scharaas an einem deutsch-syrischen Wirtschaftsforum im Auswärtigen Amt sowie am Mittag ein Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) geplant.

Textgröße ändern: