The National Times - Präsident von Niger weist Putschversuch zurück

Präsident von Niger weist Putschversuch zurück


Präsident von Niger weist Putschversuch zurück

Der bei einem Putschversuch von Militärs festgesetzte Präsident von Niger, Mohamed Bazoum, hat seinen Landsleuten das Festhalten an "Demokratie und Freiheit" zugesagt. "Alle hart erkämpften Errungenschaften werden gewahrt", schrieb er am Donnerstag im sozialen Netzwerk Twitter, das in "X" umbenannt wurde. Der bisherige nigrische Außenminister Hassoumi Massoudou rief dazu auf, den "versuchten Staatsstreich" nicht zu unterstützen.

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"Wir sind die rechtmäßige Regierung", sagte Massoudou dem Sender France 24. Massoudou ist derzeit Interimsregierungschef, weil der nigrische Ministerpräsident sich zum Zeitpunkt des Putschversuchs auf einer offiziellen Reise in Rom befand.

"Es ist nicht die gesamte Armee, die sich an dem versuchten Staatsstreich beteiligt", sagte er. Er appelliere an alle Demokraten im Land, sich gegen die "schändliche Aktion zu wehren, die unser Land um eine Jahrzehnt zurückwerfen und den Fortschritt blockieren würde".

Das Auswärtige Amt in Berlin verurteilte unterdessen den "Versuch von Teilen des Militärs, die verfassungsmäßige demokratische Ordnung Nigers umzustoßen". Deutschland fordere diese auf, den demokratisch gewählten Präsidenten unverzüglich freizulassen, betonte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Donnerstag. "Wir verfolgen die Ereignisse in Niger mit sehr großer Sorge", fügte er hinzu.

In der Hauptstadt Niamey war die Lage am Donnerstag unklar. Eine Gruppe von Militärs hatte in einer Fernseh-Ansprache die Absetzung des Präsidenten und die Schließung der Grenzen verkündet. Alle Institutionen seien vorläufig außer Kraft gesetzt.

Nach Mali und Burkina Faso ist Niger der dritte Staat, der seit 2020 einen Putschversuch erlebt. Niger galt zuletzt als wichtigster Verbündeter der westlichen Staaten im Kampf gegen den Dschidahismus, seitdem die Militärjunta in Mali den Abzug der internationalen Soldaten gefordert hatte. Im Niger sind derzeit etwa gut 100 Bundeswehrsoldaten stationiert.

L.Graham--TNT

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