The National Times - Kipping wirft Wissing Untätigkeit bei Verteilung der Ukraine-Flüchtlinge vor

Kipping wirft Wissing Untätigkeit bei Verteilung der Ukraine-Flüchtlinge vor


Kipping wirft Wissing Untätigkeit bei Verteilung der Ukraine-Flüchtlinge vor
Kipping wirft Wissing Untätigkeit bei Verteilung der Ukraine-Flüchtlinge vor

Die Berliner Sozialsenatorin Katja Kipping (Linke) hat im Umgang mit Geflüchteten aus der Ukraine mehr Unterstützung durch den Bund gefordert und insbesondere Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) kritisiert. Noch immer würden Sonderzüge den bereits überlasteten Berliner Hauptbahnhof anfahren, obwohl diese Züge auch andere Städte ansteuern könnten, sagte Kipping dem "Spiegel". Das Bundesverkehrsministerium wies die Vorwürfe zurück.

Textgröße ändern:

Kipping kritisierte, bei der Verteilung der Geflüchteten gebe es große Probleme: Wissing könnte diese Verkehrsströme umlenken. "Dass er in dieser Notlage nichts Besseres zu tun hat, als mir zu erklären, dass er dafür nicht zuständig sei, hat mich irritiert", sagte Kipping dem "Spiegel". Die Sozialsenatorin verwies darauf, dass Berlin für die ganze Bundesrepublik "in Vorleistung" gehe.

Wissing hatte am Dienstag auf Twitter geschrieben, die Verteilung der Geflüchteten nicht beeinflussen zu können. Sein Ministerium kümmere sich um den Transport der Ukraine-Flüchtlinge von der polnisch-ukrainischen Grenze nach Deutschland, "ist aber nicht für die Verteilung auf die Länder zuständig", so der Verkehrsminister. Der Berliner Sozialsenat und Kipping "müssten das eigentlich wissen", schrieb der FDP-Politiker weiter.

Ergänzend dazu verwies am Freitag das Verkehrsministeriums darauf, dass für den Transport der Geflüchteten einerseits die regulären Eurocity-Züge aus Polen genutzt würden, zum anderen zusätzliche Entlastungszüge im Einsatz seien, da die regulären Züge überfüllt seien. Beide würden aber sowohl von Geflüchteten aus der Ukraine als auch von anderen Reisenden genutzt und könnten daher nicht einfach umgeleitet werden.

Zudem wies das Verkehrsministerium darauf hin, dass die Menschen aus der Ukraine grundsätzlich ihr Reiseziel frei im gesamten Schengen-Raum wählen können. "Eine gezielte Steuerung der Ströme der Flüchtenden ist daher nur auf freiwilliger Basis möglich", wurde in einer Stellungnahme zu den Vorwürfen Kippings betont.

Außerdem gebe es neben den Verbindungen nach Berlin ohnehin auch bisher schon ebenso Züge zu anderen Zielen, etwa nach Dresden, Nürnberg und München, die von den Geflüchteten alle ebenso wie die Berlin-Züge kostenlos genutzt werden können. Zusätzlich seien inzwischen weitere Züge im Einsatz, die direkt von der deutsch-polnischen Grenze in Frankfurt/Oder aus Hannover ansteuerten, wo eine weitere Informations- und Vermittlungsstelle für die Kriegsflüchtlinge eingerichtet wurde.

T.F.Russell--TNT

Empfohlen

SPD-Generalsekretär fordert höhere Erbschaftsteuer und Vermögensteuer

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat Forderungen nach einer höheren Besteuerung großer Erbschaften sowie einer Wiedererhebung der Vermögensteuer für Superreiche bekräftigt. Man könne nicht sagen: "Wir sparen jetzt bei Gesundheit, wir haben eine Pflegereform vor uns, wir müssen bei der Rente etwas tun" und gleichzeitig denjenigen mit den allerhöchsten Vermögen und Erbschaften nicht zusätzlich etwas abverlangen, sagte Klüssendorf der "Bild am Sonntag".

Trump: USA und Israel setzen neue Angriffe auf den Iran aus

Die USA und Israel verzichten nach Angaben von US-Präsident Donald Trump vorübergehend auf weitere Angriffe auf den Iran. Die USA seien vom Iran und von weiteren Ländern in der Region darum gebeten worden, weil sich eine neue Vereinbarung abzeichne, schrieb Trump am Samstagabend (Ortszeit) auf seiner Onlineplattform Truth Social. Ein solcher Deal müsse aber "schnell" erzielt werden.

Streit um Migrationskrise in Ceuta: Sondersitzung der EU-Innenminister am Dienstag

Die Migrationskrise in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika hat zu schwerem Streit in der EU geführt. Die EU-Innenminister werden sich am Dienstag in einer Dringlichkeitssitzung mit den "Entwicklungen in Ceuta" befassen, wie die irische EU-Ratspräsidentschaft im Onlinedienst X ankündigte. Während mehrere EU-Mitgliedstaaten die spanische Regierung kritisierten, warf Spaniens sozialistischer Regierungschef Pedro Sánchez einigen EU-Ländern eine "egoistische" und "rechtswidrige" Reaktion vor.

Wadephul: EU-Kommission muss Schutz der Außengrenzen "absolute Priorität" einräumen

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat die EU-Kommission nach der Ankunft zehntausender Migranten in der spanischen Exklave Ceuta dazu aufgerufen, dem Schutz der Außengrenzen absolute Priorität einzuräumen. "Die Lage in Ceuta in den vergangenen Tagen war ein absoluter Stresstest, den wir bestanden haben", sagte Wadephul der "Bild am Sonntag". "Die Situation hat gerade auch die Anfälligkeit Europas gezeigt."

Textgröße ändern: