The National Times - Feuer auf Militärgelände auf der Krim - Kiew spricht von "erfolgreichem Einsatz"

Feuer auf Militärgelände auf der Krim - Kiew spricht von "erfolgreichem Einsatz"


Feuer auf Militärgelände auf der Krim - Kiew spricht von "erfolgreichem Einsatz"
Feuer auf Militärgelände auf der Krim - Kiew spricht von "erfolgreichem Einsatz" / Foto: © AFP

Auf einem Militärgelände auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim ist nach Behördenangaben ein Feuer ausgebrochen - die Ukraine sprach von einem "erfolgreichen Einsatz". Die von Moskau eingesetzten Behörden der Krim ordneten am Mittwoch die Evakuierung von mehr 2000 Menschen an. Die Ukraine vermeldete derweil erneute russische Angriffe auf die Region Odessa.

Textgröße ändern:

"Die vorübergehende Evakuierung der Bewohner von vier an das Militärgelände im Bezirk Kirow grenzende Ortschaften ist geplant", erklärte der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Krim, Sergej Aksjonow,im Onlinedienst Telegram. "Das sind mehr als 2000 Menschen."

Die Ukraine sprach im Zusammenhang mit dem Vorfall von einem Erfolg. "Auf der besetzten Krim wurde ein erfolgreicher Einsatz ausgeführt. Der Feind verheimlicht das Ausmaß des Schadens und die Zahl der Verluste (...)", erklärte Militärgeheimdienst-Chef Kyrylo Budanow im Onlinedienst Telegram. Er veröffentlichte Amateuraufnahmen, die offenbar nachts aufgenommen wurden und eine große Explosion zeigen.

Die den Sicherheitsdiensten nahestehenden russischen Onlinemedien "Mash" und "Basa" berichteten von hörbaren Detonationen. Den Angaben von "Mash" zufolge stand ein Munitionslager in Flammen. Die Zeitung "Iswestija" veröffentlichte Aufnahmen von schwarzen Rauchsäulen in ihrem Telegram-Account. Die russischen Behörden machten zunächst keine Angaben zur Ursache des Brands und bestätigten auch keine Explosionen.

Aksjonow erklärte, wegen des Feuers werde die Autobahn zwischen dem Hafen von Kertsch im Osten der Krim und der Stadt Sewastopol im Südwesten der Halbinsel gesperrt. Der Busverkehr auf überregionalen Strecken werde "vorübergehend umgeleitet", erklärte Nikolai Lukaschenko vom Verkehrsministerium der Krim im Onlinedienst Telegram.

Seit Beginn des Krieges in der Ukraine im Februar 2022 ist die Krim-Halbinsel regelmäßig das Ziel von Angriffen. Am Montag hatte es einen ukrainischen Angriff auf die symbolisch und strategisch wichtige Brücke zwischen Russland und der Krim-Halbinsel gegeben. Damit wurde die Brücke zum zweiten Mal in zehn Monaten beschädigt.

Die ukrainische Luftwaffe teilte unterdessen mit, sie habe in der Nacht auf Mittwoch 13 Marschflugkörper und 23 russische Angriffsdrohnen aus iranischer Produktion abgeschossen. Über der südlichen Stadt Odessa sei zudem eine Lenkrakete abgeschossen worden. Durch die abgestürzten Trümmerteile wurden nach Angaben der örtlichen Behörden drei Menschen verletzt. Der örtliche Gouverneur Oleg Kiper meldete einen "massiven Angriff" auf die südukrainische Region Odessa.

Ukrainischen Angaben zufolge war es der zweite nächtliche Angriff in Folge auf die Region seit dem Auslaufen des Getreideabkommens zwischen der Ukraine und Russland am Montag. In Odessa und der Region liegen drei Häfen, die Teil der Vereinbarung zum Export von ukrainischem Getreide über das Schwarze Meer waren.

Q.Marshall--TNT

Empfohlen

Berlin: Dröge sieht Voraussetzung für Rot-Grün-Rot-Sondierungen noch nicht erfüllt

Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge hat von der Berliner Linken ein härteres Vorgehen gegen Antisemitismus in den eigenen Reihen gefordert. "Das sind keine Einzelfälle, das ist ein strukturelles Problem", sagte Dröge am Donnerstag den Sendern RTL und ntv. Die Bedingungen für Gespräche über eine gemeinsame Landesregierung in Berlin seien noch nicht erfüllt. "Wenn die Linke nicht deutlich macht, dass sie da wirklich mit aller Entschlossenheit und aller Härte gegen vorgeht, dann kann es diese Gespräche aus unserer Sicht so nicht geben."

Sicherheitspraktiken bei KI: US-Behörde knöpft sich Anthropic und OpenAI vor

Die Sicherheitsvorfälle rund um ausgebüxte Systeme für Künstliche Intelligenz (KI) rufen US-Medienberichten zufolge die Verbraucherschutzbehörde des Landes auf den Plan. Die Federal Trade Commission (FTC) habe eine umfassende Untersuchung zu den KI-Risiken bei den Unternehmen Anthropic und OpenAI eingeleitet, schrieb am Mittwoch die "Washington Post"; auch weitere US-Medien berichteten darüber. Es gibt wachsende Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von KI.

Netanjahu: Israel hat Großbritannien vor iranischem Angriff auf Luftwaffenstützpunkt gewarnt

Israel hat Großbritannien nach Angaben von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu schon vor Wochen gewarnt, dass der Iran einen Anschlag auf einen Luftwaffenstützpunkt plane. Netanjahu sagte dem US-Sender Fox News am Mittwochabend, die Warnung sei kurz vor den von London am 8. September verhängten Sanktionen gegen Produkte aus israelischen Siedlungen im besetzten Westjordanland erfolgt. Er nannte dies "absurd". An einem auch von den USA genutzten Militärstützpunkt im Südwesten Englands waren am vergangenen Wochenende verdächtige Aktivitäten beobachtet worden.

Nach Angriff in Flydubai-Maschine: "Heldenmut" der Passagiere und des Piloten gewürdigt

"Außerordentliche Tapferkeit" und "Helden": Der Pilot und die Passagiere, die auf dem Flug von Dubai nach Tel Aviv einen möglichen Anschlag abwenden konnten, sind für ihr mutiges Handeln gewürdigt worden. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte dem US-Sender Fox News am Mittwoch, indem sie den Versuch des Copiloten abgewehrt hätten, die Maschine zum Absturz zu bringen, hätten sie "eine Katastrophe gestoppt, die globale Ausmaße hätte annehmen können". Israels Präsident Isaac Herzog kündigte an, vier Passagiere mit einem der höchsten Orden des Landes auszuzeichnen.

Textgröße ändern: