The National Times - Südkoreanischer Präsident Yoon trifft zu Überraschungsbesuch in Ukraine ein

Südkoreanischer Präsident Yoon trifft zu Überraschungsbesuch in Ukraine ein


Südkoreanischer Präsident Yoon trifft zu Überraschungsbesuch in Ukraine ein
Südkoreanischer Präsident Yoon trifft zu Überraschungsbesuch in Ukraine ein / Foto: © South Korean Presidential Office/AFP

Der südkoreanische Präsident Yoon Suk Yeol ist überraschend zu einem Besuch in der Ukraine eingetroffen. Yoon werde am Samstag den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu Gesprächen treffen, erklärte das Präsidialbüro in Seoul. Am Samstagvormittag habe er bereits die Schauplätze des "Massakers" im nahe Kiew gelegenen Butscha und die von Raketenangriffen auf Wohngebiete schwer getroffene Stadt Irpin besucht. Das eng mit den USA verbündete Südkorea ist der neuntgrößte Waffenexporteur der Welt, hat die Ukraine bisher allerdings lediglich mit humanitären Hilfsgütern unterstützt.

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Bei Yoons Treffen mit Selenskyj dürfte die Unterstützung Seouls für die Ukraine im Fokus stehen. Das offiziell weiterhin im Kriegszustand mit dem Nachbarn Nordkorea befindliche Land ist ein bedeutender Produzent von mit Nato-Systemen kompatiblem Militärgerät: Darunter sind Kampfpanzer, Haubitzen und die von Kiew dringend benötigte Artilleriemunition.

Südkorea ist allerdings seit Beginn des russischen Angriffskriegs bei seiner seit Jahrzehnten verfolgten Linie geblieben, keine Waffen in Konfliktgebiete zu senden. An das eng mit der Ukraine verbündete Polen lieferte Seoul indes Kampfpanzer und Haubitzen.

Im April hatte Staatschef Yoon zudem angedeutet, sein Land könnte seine Position bei einem "groß angelegten Angriff auf Zivilisten" überdenken. Später dementierte Seoul allerdings Berichte von US-Medien, dass Artilleriemunition aus dem Land bereits in die Ukraine geschickt werde.

Experten zufolge ist Südkorea mit Blick auf Russland in einer heiklen Lage: Das Land stand 2022 immerhin an 15. Stelle der südkoreanischen Handelspartner, zudem übt Moskau großen Einfluss auf die Regierung in Nordkorea aus.

T.Bailey--TNT

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