The National Times - Boot aus Senegal mit 41 Migranten erreicht Kanarische Inseln

Boot aus Senegal mit 41 Migranten erreicht Kanarische Inseln


Boot aus Senegal mit 41 Migranten erreicht Kanarische Inseln
Boot aus Senegal mit 41 Migranten erreicht Kanarische Inseln / Foto: © SPANISH RED CROSS/AFP

Ein ursprünglich in Senegal gestartetes Boot mit 41 Migranten ist auf den Kanarischen Inseln Spaniens angekommen. Die Bootsinsassen hätten einen Strand in Teneriffa aus eigener Kraft erreicht, erklärten spanische Rettungskräfte am Donnerstag. Drei der Migranten seien aufgrund leichter Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. Nach drei weiteren Booten aus Senegal wird nach Angaben der Rettungskräfte weiter gesucht.

Textgröße ändern:

Nach Angaben vom Roten Kreuz befragter Migranten hatte das Boot die Küste Senegals acht Tage zuvor verlassen. Unter den Bootsinsassen sei "mindestens ein Minderjähriger", sagte ein Sprecher des Roten Kreuzes gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Die Nationalitäten der Migranten waren zunächst nicht bekannt.

Der spanische Seenotrettungsdienst Salvamento Marítimo sucht weiterhin nach drei als vermisst gemeldeten Flüchtlingsbooten mit insgesamt rund 300 Menschen an Bord. Ein am Donnerstag eingesetztes Flugzeug war nach Angaben des Rettungsdienstes erfolglos geblieben. Eine Sprecherin erklärte, die Retter hätten Schiffe in der Gegend um Hilfe gebeten und stünden auch in Kontakt mit den senegalesischen Behörden.

Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation (NRO) Caminando Fronteras waren drei Boote mit insgesamt mehr als 300 Migranten an Bord zwischen dem 23. und 27. Juni im westafrikanischen Senegal gestartet und werden seitdem vermisst. Das größte der Boote verließ laut den NRO vorliegenden Informationen am 27. Juni mit 200 Passagieren den im Süden Senegals gelegenen Ort Kafountine.

Die Kanarischen Inseln sind seit Jahren ein Ziel von Schleusern. Senegal liegt etwa 1500 Kilometer von der Inselgruppe entfernt, dazwischen liegt raue See mit starken Strömungen. Die Flüchtlingsüberfahrten werden typischerweise in einer Art großem Kanu unternommen, auch Piroge genannt. Oft sind die Boote nicht seetüchtig und überladen, häufig fehlt an Bord Trinkwasser.

Nach Zunahme der Kontrollen auf der Flüchtlingsroute über das Mittelmeer nach Europa stieg die Anzahl der Atlantiküberquerungen ab Ende 2019. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2023 haben Zahlen des spanischen Innenministeriums zufolge mehr als 7200 Migranten die Kanarischen Inseln per Boot erreicht.

R.T.Gilbert--TNT

Empfohlen

Berliner Linke trifft sich mit Grünen und SPD zu Gespräch vor möglichen Sondierungen

Elf Tage nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin treffen sich Linke, Grüne und SPD am Donnerstag (11.00 Uhr) zu einem ersten Gespräch vor möglichen Sondierungen. Bei dem Treffen auf Einladung der Linken soll geklärt werden, ob die Voraussetzungen für Sondierungsgespräche gegeben sind. Die Linke gewann die Wahl am 20. September deutlich. Spitzenkandidatin Elif Eralp kündigte anschließend an, eine Regierung mit Grünen und SPD anzustreben.

Bundesgericht prüft Herstellung von Impfstoff gegen Coronavirus durch Arzt

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhandelt am Donnerstag (11.30 Uhr) darüber, ob ein Arzt selbst einen Impfstoff gegen das Coronavirus für seine Patienten herstellen darf. Der Mediziner aus Baden-Württemberg meldete dem Karlsruher Regierungspräsidium im Sommer 2021, dass er einen solchen Impfstoff anfertige. Die Behörde verbot ihm das. (Az. 3 C 11.24)

EU-Innenminister beraten über Abschiebungen

Die EU-Innenminister treffen sich am Donnerstag in Luxemburg, um über weitere Möglichkeiten zur Förderung von Abschiebungen zu diskutieren. Laut Tagesordnung sollen die Minister darüber beraten, wie die Abschiebung von Menschen ohne Aufenthaltsrecht durch eine "verstärkte Zusammenarbeit" mit "prioritären" Drittstaaten verbessert werden kann. Gleichzeitig prüfen Deutschland und vier weitere Länder Optionen zur Einrichtung von Abschiebezentren außerhalb der EU.

Wadephul trifft europäische Außenminister in Montenegro und reist nach Italien

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) berät am Donnerstag in Montenegro mit weiteren europäischen Außenministern über die Annäherung der Westbalkanstaaten an die Europäische Union. Das Treffen in der Hauptstadt Podgorica findet im Rahmen des sogenannten Berlin-Prozesses statt, den Deutschland 2014 initiiert hatte. Zum Westbalkan gehören Albanien, Bosnien und Herzegowina, das Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien. Alle sechs Staaten bewerben sich seit vielen Jahren um eine Mitgliedschaft in der EU.

Textgröße ändern: