The National Times - Lebenslänglich für Polizisten in Argentinien wegen rassistisch motivierten Mordes

Lebenslänglich für Polizisten in Argentinien wegen rassistisch motivierten Mordes


Lebenslänglich für Polizisten in Argentinien wegen rassistisch motivierten Mordes
Lebenslänglich für Polizisten in Argentinien wegen rassistisch motivierten Mordes / Foto: © TELAM/AFP

In einem Aufsehen erregenden Prozess sind in Argentinien am Dienstag drei Polizisten wegen des rassistisch motivierten Mordes an einem Jugendlichen zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass sie im Jahr 2021 den damals 17-jährigen Lucas González, einen Jugendlichen aus den Vororten von Buenos Aires, ermordet hatten, als er mit drei Freunden nach dem Fußballtraining im Süden der Hauptstadt unterwegs war.

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Die Angeklagten wurden des "Mordes mit erschwerenden Umständen", darunter "Vorsatz, Rassenhass und Machtmissbrauch", sowie wegen versuchten Mordes an den drei anderen Begleitern des Opfers für schuldig befunden. Sechs weitere Polizisten wurden wegen der Fälschung von Beweisen und wegen Folter zu Strafen zwischen vier und acht Jahren verurteilt. Auch hier gaben die Richter "Rassenhass" als Grund an.

Den Ermittlungen zufolge saßen die vier Freunde damals in einem haltenden Auto, um ein Getränk zu kaufen, als sich ihnen ein getarntes Polizeiauto näherte. Da sie nicht in der Gegend wohnten und nicht wussten, mit wem sie es zu tun hatten, fuhren sie wieder los. Daraufhin eröffneten die Polizisten das Feuer und trafen den 17-Jährigen am Kopf.

Einem weiteren Insassen gelang es zu fliehen, während die beiden anderen zu Boden geworfen, mit Handschellen gefesselt und geschlagen wurden. "Wir sind junge Leute, die Fußball mögen, nichts weiter", sagte eines der Opfer. Die Polizisten hätten ihn als "schwarzen Dreckskerl" beschimpft und ihm gedroht, ihm wie seinem Freund "in den Kopf zu schießen".

Der Vater des getöteten Lucas, Hector González, sagte vor dem Betreten des Gerichtssaals: "Sie haben sie stigmatisiert wegen ihrer braunen Haut, weil sie aus einem sozial benachteiligten Viertel kamen, aber sie sind los, um auf sie zu zielen." Die Polizisten hätten die Jungen gesehen, "sie haben auf sie gewartet, sie gefoltert, sie haben seinen Körper mit Zigaretten verbrannt", sagte der Vater. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde dem Jungen das Brandmal zugefügt, nachdem auf ihn geschossen wurde, aber bevor er im Krankenhaus starb.

Der Anwalt der Kläger bezeichnete das Urteil vor Journalisten als "historisch für Argentinien". Es dürfe "nie wieder" so einen Fall wie den von Lucas González geben. Es sei ein großer Erfolg, dass die Jugendlichen und ihre Eltern als "Opfer institutioneller Gewalt (...) wegen Rassenhasses" anerkannt würden.

P.Johnston--TNT

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