The National Times - Thailändisches Parlament stimmt am 13. Juli über neuen Ministerpräsidenten ab

Thailändisches Parlament stimmt am 13. Juli über neuen Ministerpräsidenten ab


Thailändisches Parlament stimmt am 13. Juli über neuen Ministerpräsidenten ab
Thailändisches Parlament stimmt am 13. Juli über neuen Ministerpräsidenten ab / Foto: © AFP

Das Parlament in Thailand wird am 13. Juli darüber abstimmen, ob der bisherige Oppositionschef Pita Limjaroenrat neuer Ministerpräsident wird. Dies kündigte der neue Vorsitzende des Abgeordnetenhauses, Wan Muhamad Noor Matha, am Mittwoch in Bangkok an. Pitas Move-Forward-Partei (MFP) hatte die Parlamentswahl am 14. Mai gewonnen.

Textgröße ändern:

Der Ausgang des Votums über Pita ist allerdings offen. Sollte dieser nicht genügend Stimmen erhalten, werde es weitere Abstimmungsrunden geben, kündigte Wan an.

Die MFP hatte nach der Wahl ein Acht-Parteien-Bündnis zusammengestellt, zu dem auch die zweitplatzierte Pheu Thai gehört. Mit insgesamt 312 Stimmen im Parlament bleibt das Bündnis dennoch hinter den 376 Stimmen zurück, die zusammen in Abgeordnetenhaus und Senat erforderlich sind, um Pita auf den Spitzenposten zu befördern.

"Das Parlament wird abstimmen, bis wir einen Ministerpräsidenten haben", sagte Wan, der am Dienstag zum Vorsitzenden des Abgeordnetenhauses ernannt worden war. Er äußerte sich nicht dazu, wie viele Chancen Pita bei möglichen mehreren Abstimmungen erhalten werde.

Die MFP stößt vor allem auf Widerstand in den Reihen der Senatoren, unter anderem wegen Vorstößen der Partei zur Reform der Monarchie und der Abschaffung von Wirtschaftsmonopolen. Alle 250 Senatoren werden von der Armee ernannt.

Die Partei United Thai Nation (UTN) des bisherigen Ministerpräsidenten Prayut Chan-O-Cha erklärte am Mittwoch, sie erwäge, einen Gegenkandidaten gegen Pita aufzustellen. Die von der Armee unterstützte UTN war bei der Parlamentswahl abgeschlagen auf Platz drei gelandet. Prayut war im Jahr 2014 durch einen Militärputsch an die Macht gelangt.

Lewis--TNT

Empfohlen

Berliner Linke trifft sich mit Grünen und SPD zu Gespräch vor möglichen Sondierungen

Elf Tage nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin treffen sich Linke, Grüne und SPD am Donnerstag (11.00 Uhr) zu einem ersten Gespräch vor möglichen Sondierungen. Bei dem Treffen auf Einladung der Linken soll geklärt werden, ob die Voraussetzungen für Sondierungsgespräche gegeben sind. Die Linke gewann die Wahl am 20. September deutlich. Spitzenkandidatin Elif Eralp kündigte anschließend an, eine Regierung mit Grünen und SPD anzustreben.

Bundesgericht prüft Herstellung von Impfstoff gegen Coronavirus durch Arzt

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verhandelt am Donnerstag (11.30 Uhr) darüber, ob ein Arzt selbst einen Impfstoff gegen das Coronavirus für seine Patienten herstellen darf. Der Mediziner aus Baden-Württemberg meldete dem Karlsruher Regierungspräsidium im Sommer 2021, dass er einen solchen Impfstoff anfertige. Die Behörde verbot ihm das. (Az. 3 C 11.24)

EU-Innenminister beraten über Abschiebungen

Die EU-Innenminister treffen sich am Donnerstag in Luxemburg, um über weitere Möglichkeiten zur Förderung von Abschiebungen zu diskutieren. Laut Tagesordnung sollen die Minister darüber beraten, wie die Abschiebung von Menschen ohne Aufenthaltsrecht durch eine "verstärkte Zusammenarbeit" mit "prioritären" Drittstaaten verbessert werden kann. Gleichzeitig prüfen Deutschland und vier weitere Länder Optionen zur Einrichtung von Abschiebezentren außerhalb der EU.

Wadephul trifft europäische Außenminister in Montenegro und reist nach Italien

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) berät am Donnerstag in Montenegro mit weiteren europäischen Außenministern über die Annäherung der Westbalkanstaaten an die Europäische Union. Das Treffen in der Hauptstadt Podgorica findet im Rahmen des sogenannten Berlin-Prozesses statt, den Deutschland 2014 initiiert hatte. Zum Westbalkan gehören Albanien, Bosnien und Herzegowina, das Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien. Alle sechs Staaten bewerben sich seit vielen Jahren um eine Mitgliedschaft in der EU.

Textgröße ändern: