The National Times - Ukraine meldet weitere Rückeroberungen bei der Gegenoffensive

Ukraine meldet weitere Rückeroberungen bei der Gegenoffensive


Ukraine meldet weitere Rückeroberungen bei der Gegenoffensive
Ukraine meldet weitere Rückeroberungen bei der Gegenoffensive / Foto: © AFP

Rund einen Monat nach Beginn ihrer Gegenoffensive erobert die Ukraine eigenen Angaben zufolge nach und nach Gebiete von den russischen Streitkräften zurück. Trotz des russischen Widerstands vor allem in der Ostukraine sprach Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag von "Fortschritten". Unterdessen meldete Moskau, der russische Geheimdienst habe einen ukrainischen Anschlag auf den Chef der von Russland annektierten Halbinsel Krim vereitelt.

Textgröße ändern:

"Die letzte Woche war schwierig, aber wir machen Fortschritte. Wir kommen Schritt für Schritt voran", schrieb Selenskyj im Onlinedienst Telegram. In der vergangenen Woche erzielte die ukrainische Armee laut der Regierung in Kiew Geländegewinne von 37 Quadratkilometern.

Im Süden des Landes gab es der ukrainischen Vize-Verteidigungsministerin Hanna Maljar zufolge Erfolge entlang der Front nahe Melitopol und Berdjansk. Dort hätten die ukrainischen Streitkräfte 28,4 Quadratkilometer zurückerobert, sagte sie. Im Osten der Ukraine beliefen sich die Geländegewinne Kiews auf neun Quadratkilometer.

Die Ukraine hatte Anfang Juni ihre Gegenoffensive zur Rückeroberung der von Russland besetzten Gebiete im Osten und Süden des Landes gestartet. Trotz mehrerer Geländegewinne seitens der ukrainischen Truppen ist der russische Widerstand vor allem in der Ostukraine groß. Rund um die zerstörte Stadt Bachmut lieferten sich beide Seiten "heftige Kämpfe", sagte Maljar. In den Regionen von Awdijiwka, Marjinka, Lyman und Swatowe sei Russland vorgerückt.

Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu sagte am Montag, die Ukraine habe "auf keiner Achse ihre Ziele erreicht". Zum ersten Mal äußerte sich Schoigu auch zum Aufstand der Söldnergruppe Wagner vor rund einer Woche in Russland. Dieser sei gescheitert, "weil sich die Mitglieder der bewaffneten russischen Kräfte loyal verhalten haben", erklärte Schoigu. Überdies habe die abgebrochene Rebellion keinen Einfluss auf die "Operationen der Truppen" in der Ukraine, sagte der Verteidigungsminister.

Derweil hieß es in Moskau, der russische Geheimdienst FSB habe einen ukrainischen Anschlag auf den Chef der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim, Sergej Aksjonow, vereitelt. Laut FSB wurde ein 1988 geborener Russe festgenommen, der versucht haben soll, eine Bombe in Aksjonows Auto zu deponieren. Dem Mann wird vorgeworfen, vom ukrainischen Inlandsgeheimdienst SBU rekrutiert und ausgebildet worden zu sein.

Im Onlinedienst Telegram dankte Aksjonow dem FSB für die Verhinderung des Attentats. "Ich bin mir sicher, dass die Urheber dieses Verbrechens gefunden und bestraft werden", sagte er.

Moskau wirft Kiew vor, seit Beginn des russischen Invasion mehrere Attentate auf Verantwortliche der russischen Besatzung verübt zu haben. Russland hatte die Krim im Jahr 2014 annektiert. Die Halbinsel im Süden der Ukraine dient den russischen Streitkräften als wichtige logistische Basis.

A.M.James--TNT

Empfohlen

US-Verteidigungsminister Hegseth: Zahl der Offiziere um 20 Prozent reduziert

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth will die Armee drastisch verschlanken. Am Mittwoch erklärte er in seiner jährlichen Rede vor der Militärspitze, er habe die Zahl der ranghöchsten Offiziere und der Planstellen "um 20 Prozent" verringert - das wäre doppelt so viel wie bisher angekündigt.

Wadephul sieht EU-Erweiterung auf westlichem Balkan als "Nagelprobe für Europa"

Vor einem Treffen mit europäischen Außenministern in Montenegro hat Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) die EU-Erweiterung auf dem westlichen Balkan als eine "Nagelprobe für Europa" bezeichnet. Sie entscheide, "welchen Einfluss die EU in den nächsten Jahrzehnten" haben werde, erklärte Wadephul am Mittwochabend vor seiner Abreise in die Region. "Nur wenn wir den Westbalkanstaaten eine glaubwürdige EU-Perspektive bieten und sie enger an uns binden, sichern wir uns dauerhaft geopolitischen Spielraum."

Großeinsatz an Luftwaffenstützpunkt: London sieht "starke Hinweise" auf iranische Beteiligung

Nach Angaben des britischen Premierministers Andy Burnham deutet einiges darauf hin, dass der Iran an verdächtigen Aktivitäten an einem auch von den USA genutzten britischen Militärstützpunkt im Südwesten Englands beteiligt war. "Es gibt starke Hinweise darauf, dass der Iran eine Rolle bei den Ereignissen gespielt hat, die sich an diesem Wochenende auf dem Stützpunkt der Royal Air Force in Fairford zugetragen haben", sagte der Labour-Politiker am Mittwoch in einem Interview mit der BBC.

Berliner SPD erwartet Erklärung zu Eralps Mitgliedschaft bei Roter Hilfe

Angesichts der Mitgliedschaft von Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp bei der vom Verfassungsschutz beobachteten Roten Hilfe wird auch das Thema Linksextremismus eine Rolle bei einem Vorgespräch für mögliche rot-grün-rote Sondierungen in Berlin spielen. "Wir werden das thematisieren", sagte SPD-Spitzenkandidat Krach am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Er erwarte, dass Eralp hierzu ihre Position erläutere und die Gründe sowohl für ihre am Dienstag bekannt gewordene Mitgliedschaft als auch für ihren Austritt im vergangenen Jahr nenne.

Textgröße ändern: