The National Times - Tausende Gegner der iranischen Führung demonstrieren in Paris

Tausende Gegner der iranischen Führung demonstrieren in Paris


Tausende Gegner der iranischen Führung demonstrieren in Paris
Tausende Gegner der iranischen Führung demonstrieren in Paris / Foto: © AFP/Archiv

Tausende Anhänger einer iranischen Exilorganisation haben am Samstag im Zentrum von Paris gegen die Führung in Teheran demonstriert. Die "religiöse Diktatur" im Iran befinde sich "am Rande des Zusammenbruchs", sagte die Vorsitzende des Nationalen Widerstandsrates des Iran, Marjam Radschawi, in einer an die Versammlung übertragenen Rede. Ihre Organisation hatte zu dem Protest aufgerufen.

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Zu der Demonstration waren zahlreiche Menschen aus anderen europäischen Ländern angereist, darunter aus Deutschland, Polen und Skandinavien. Nach Angaben des Widerstandsrats nahmen zehntausende Menschen an der Protestversammlung teil, die Pariser Polizei sprach hingegen von 3500 Teilnehmern.

Der in Paris ansässige Widerstandsrat gehört zu den größten iranischen Oppositionsgruppen im Exil. Bei ihm handelt es sich um den politischen Flügel der Volksmudschaheddin, die im Iran als "terroristisch" eingestuft werden und dort seit 1981 verboten sind.

Die Demonstration in Paris werde die Moral der Menschen im Iran stärken, sagte die frühere Journalistin Massumeh Rauf während der Versammlung in Paris der Nachrichtenagentur AFP. Die Demonstranten wollten weder das derzeitige "Regime der Mullahs" noch die Rückkehr zur Herrschaft eines Schahs, betonte sie. "Wir bewegen uns auf die Demokratie zu." Rauf war nach eigenen Angaben früher im Iran aus politischen Gründen inhaftiert.

Der Widerstandsrat hielt am Samstag auch eine Konferenz mit politischer Prominenz in der Gemeinde Auvers-sur-Oise außerhalb von Paris ab. Von dort aus wurde die Rede der Vorsitzenden Radschawi an die Demonstranten übertragen. Zu den Teilnehmern der Konferenz gehörten der frühere US-Vizepräsident Mike Pence, der sich um die Präsidentschaftskandidatur der oppositionellen Republikaner bewirbt, und die ehemalige britische Premierministerin Liz Truss.

Pence sagte unter Bezug auf die im September im Iran entstandene Protestbewegung: "Das iranische Regime ist nie schwächer gewesen als heute." Die Proteste im Iran bezeichnete er als "Beginn einer Revolution für die Freiheit".

Die Protestbewegung innerhalb des Iran war im September durch den Tod der jungen Kurdin Mahsa Amini im Polizeigewahrsam entfacht worden. Die 22-Jährige war von der Sittenpolizei festgenommen worden, weil sie gegen die strikte Kopftuchvorschrift verstoßen haben soll.

P.Johnston--TNT

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